2. Woche – Reminiscere

Zur kurzen Erinnerung vorneweg, Reminiscere war am Sonntag, den 12. März 2017; und eigentlich wären wir ja immer noch in der Fastenzeit, jene Zeit, die ich mir, symbolisch, dafür ausgeguckt habe, um mein kleines 6wöchiges Projekt, der Mäßigung, durchzuführen. Und ich frage mich wirklich, was für Dinge in meinem Kopf mich wohl diesmal davon abhalten und meine Zielsetzung torpedieren.

Ich meine, dass ich mir ein Ziel setzten und es am Ende auch erreichen kann, habe ich mir ja mittlerweile bewiesen. Okay, die Wege, die ich dabei beschreite, sind in der Regel alles andere als linear und mit viel Jammerei gefüllt, aber letztendlich habe ich sie doch durchgezogen – irgendwie. Aber warum funktioniert das mal und mal nicht? Vor allem, da sich an dem Ziel, dass ich so brennend gerne erreichen möchte (bei unter 80 kg zu landen), an seiner Intensität, gefühlt, nichts verändert hat. Und doch schludere ich – wiedermal – herum.

Bisher bin ich noch nicht so richtig dahinter gestiegen, was mich im Moment umtreibt, dass ich permanent so einen Bedarf habe, etwas in den Mund zu stecken. Wirklich – im Moment bin ich nur am Essen und kann kaum eine je Pause von 1-2 Stunden nach einer Mahlzeit, bzw. einem Snack, durchhalten. Keine Frage, dabei kann ich wunderbar „konform“ blieben, ich esse also nichts was nicht in meine Ernährung passt; wobei da im Moment grundsätzlich schon ein paar Kohlenhydrate mehr drin sind, als zu anderen Zeiten. Aber ich habe keine Probleme damit, dass ich womöglich losziehen um mir Naschwerk oder Chips zu kaufen (obwohl …. die blauen MMs, letztens im Rewe, die haben mich doch schon ziemlich angelacht).

Aber schließlich kann man auch sich ja auch wunderbar mit Käse oder Nüssen voll stopfen.

Ja, da sind die letzte Zeit so einige Dinge auf mich eingestürmt, an denen ich wirklich zu knabbern hatte. Das war nichts wirklich allzu dramatisches, doch diese Kleinigkeiten schienen doch von ausreichender Bedeutung für mich. Und zum Teil war ich sogar erfolgreich, habe Lösungen finden können, auf die ich stolz bin und auch ein paar wichtige Erkenntnisse gewinnen können. Aber so ganz scheint es das noch nicht gewesen zu sein.

Irgendwas gärt da immer noch in mir vor sich hin – und ich komme nicht so recht darauf, was es wohl sein könnte. Das Problem ist, dass dieses ganze „Gedanken-im-Kopf-Gewälze“ stets auch mit viel „Unsicherheiten“ einher geht. Und wenn ich schon dazu tendiere das „Gedanken-im-Kopf-Gewälze“ stets weg essen zu wollen, so ist das mit den „Unsicherheiten“ längst keine Tendenz, sondern schlicht eine tatsächliche Vorgehensweise. Leider eine, die wie ferngesteuert abläuft und der ich, bisher nichts entgegen zu setzten habe, um sie zu unterbrechen.

Ansonsten habe ich mich die Woche damit beschäftigt viel, sehr viel Geld ausgegeben. Aber natürlich nicht nur für mich. Meine Herren brauchten Hosen und Schuhe, der Backofen macht „Anstalten“ (heizt nur noch an den Stellen, wo er will, bietet höchst unberechenbare Backergebnisse  und ist überhaupt dabei seinen Lebens-Atem auszuhauchen), wir haben uns leichte Wander-Jacken und -Regenjacken für den Sommerurlaub im Montafon geleistet (reduzierte Angebote, kosten aber eben doch noch ihr Geld) und ein großer Protein Haul steht auch noch an, wir sind nämlich ziemlich mit dem Vanille-Protein aus – in diesem Haushalt ein echter „worst case“.

Training habe ich auch durchgezogen; was natürlich auch prima von der Hand geht, mit genügend Kalorien intus. Und das Pro Symbioflor habe ich auch brav und genau nach Plan weiter genommen; mittlerweile beschert es mich auch keine Probleme mehr. Aber ansonsten … ach, lassen wir das.

Sonntag gabs: Reste, dazu etwas Käse und Rohkost (und Nürnberger Würstchen)

Montag gabs: Gemüsepfanne mit Ofengebackenem Feta (und Bratwurstbällchen)

Dienstag gabs: Lauch-Hack-Auflauf

Mittwoch gabs: Halloumi-Rosties, mit Brokkoli und Quark (und Puten-Nuggets)

Donnerstag gabs: Süßkartoffel-Bratpfanne und buntes Gemüse und Salat

Freitag gabs: Fisch, Blumenkohlreis und Reste vom bunten Gemüse

Samstag gabs: China-Pfanne mit Pute