[Advent] 5. Dezember 2016

Eigentlich sollte an dieser Stelle eine Zusammenfassung zum Thema Xanthan kommen, ein Lebensmittel, das in meiner Küche mittlerweile eine wichtige Rolle spielt. Aber ich bin einfach nicht dazu gekommen den Artikel fertig zu schreiben. Aber wie wäre es stattdessen mit Kürbissen?

kuerbis-dez-2016

Auf den verschiedenen Nährwert-Informationportalen zum Thema Kürbis und KHs herrscht ziemliche Uneinigkeit vor. Ich zumindest habe verwirrend viele und höchst unterschiedliche Angaben dazu gefunden. Und wenn man sich die passenden Werte raus suchen kann, dann ist es natürlich kein Wunder, wenn der „Kürbis“ mit 5 g KHs mit einem Mal auf der Empfehlungsliste für ketogene oder lchf Lebensmittel steht.

Kürbisse sind meiner Meinung nach für sehr bedingt die ketogene oder lchf Ernährung geeignet. Außer man führt eine Ernährungsform durch die wöchentlich (KHs) Ladetage beinhaltet; etwas was wir anstreben, aber erst nachdem wir eine gewisse Zeit in Ketose waren. Dann sind natürlich Kürbisse (und auch Karotten und Süßkartoffeln) wunderbare Stärkequellen.

Nach meinen Recherchen gibt der Kürbis, je nach Sorte, so ziemliches alles zwischen 4 g und 15 g KHs auf 100 g her, womit die meisten und vor allem populärsten Sorten (wie Butternut und Hokkaido) von vorne herein aus dem Spiel sind.

Ich habe durch Vergleiche verschiedener Informationsquellen folgende Werte zusammengetragen (kann aber natürlich trotzdem nicht für die korrekten Angaben garantieren):

Kürbissorten = KHs / 100 g
Hokkaido = 13,6 g
Butternut = 8,3 g
Spaghetti Kürbis = 6 g
Muskatkürbis = 4,5 g
Bischofsmütze = 5 g
Baby Bear = 4 g
Deutscher Landkürbis (keine genauen Angaben gefunden, nur den Hinweis: deutlich weniger als Hokkaido)
Connecticut Field (keine genauen Angaben gefunden, nur den Hinweis: deutlich weniger als Hokkaido)

Mit dieser Liste (mit Augenmerk auf die Sorten unter 5 g) habe ich meine Freundin losgeschickt, die in der Nähe eines Kürbis Bauern lebt und in dessen Hofladen in Sortenvielfalt schwelgen kann. Das Ergebnis ihres Rundumschlags kann man auf den Bild sehen. (Muskatkürbis, rechts im Bild / Bischofsmütze, links im Bild / Connecticut Field  im Bild Vordergrund / als Zugabe gab es dann noch einen Mikrowellen Kürbis, oben auf dem Muskat und einen Eichel-Kürbis, Bild Mitte).

Der „Mikrowellen Kürbis“ erklärt seine Zubereitung schon von selbst: Kürbis oben aufschneiden und Kerne und Fasern aushöhlen, Salzen und Pfeffern, 5 min auf der höchsten Stufe in die Mirkowelle, 3 Eßl. Frscihkäse rein, Deckel drauf setzten und nochmals 1 min garen und auslöffeln.

Der Eichel-Kürbis (ein Thelma Sanders Sweet Potato, Acorn squash, 10 g KHs / 100 g) soll sich perfekt als Bratkartoffelersatz eignen und ganz wunderbar in der Pfanne angebraten schmecken.

In dieser Phase meines Keto-Versuches will ich noch keinen Kürbis essen, aber so um Weihnachten rum werden wir auf jeden Fall einen ersten Ladetag einlegen. Zum Glück halten sich die Kürbisse sehr lange. Nur der Kälte aussetzten (etwa auf dem Balkon) darf man sie nicht.

Ich mag Kürbis am allerliebsten als Ofengeröstetes Gemüse. Dazu den Kürbis in Pommesgroße Stücke scheiden, auf ein Backblech legen, mit Olivenöl besprühen, Salz, Pfeffer, Bananen-Curry-Gewürz, Ducca-Gewürz oder Schawarma Gewürz würzen und im heißen Backofen ca. 20 – 25 garen.

Meine 2. Wahl wäre dann eine Kürbis-Pfanne, mit Karotten und Süßkartoffeln. Dazu alles Würfeln und mit Speck und Zwiebeln in der Pfanne gar braten. Auch hier bevorzuge ich eine orientalische Würze.

In jedem Fall schmeckt dazu eine Feta-Creme ganz hervorragend. Dazu eine Feta-Käsescheibe mit der Gabel zerdrücken und mit ca. 200 ml Schlagsahne zu einer Creme verrühren. Das Ganze geht aber auch mit Saurer Sahne, Schmand, Frischkäse oder Creme fraiche, in allen Fettstufen.

Als 3. Wahl würde ich die klassische Kürbissuppe angeben. Auch hier gerne mit Süßkartoffeln und Karotten und vielleicht Kokosmilch. Dazu lieben wir Shrimps, Fisch oder Bratwurstbällchen.