Butterkaffee – der „kugelsichere“ Start in den Tag

Okay, nun heißt es „Butter … bei die Fische“! Äh nein halt, nicht „bei die Fische“, sondern „in den Kaffee“! Ja, ihr habt richtig gelesen, in den Kaffee. Ich weiß es klingt auf den ersten Blick ziemlich ekelig, morgens auf nüchternen Magen, als Frühstücksersatz: Kaffee mit Butter?

Aber urteilt nicht allzu vorschnell: Erst probieren und wenn‘s dann doch nicht schmeckt, dürft ihr gerne meckern.

Aber zurück zum Anfang, schon seit ewigen Zeiten wird traditionell in Tibet „Yak Butter Tee“ genossen. Dazu wird Pu Erh Tee, Salz und Rahm, zum Teil stundenlang, zu einer Essenz verkocht und dann zusammen mit Yakbutter in einer Art Mixer, einem Butterfass nicht unähnlich, verrührt. Für die moderne Variante werden Kaffeepresse (French Press) oder elektrische Standmixer genutzt.

Nun sind Zutaten, wie Yakbutter, in unseren Breitengraden nicht gerade an jeder Ecke zu bekommen, deswegen hier ein Rezept, das auch bei uns praktikabel ist:

1 l Wasser aufkochen, Pu Erh Tee (Menge je nach gewünschter Teestärke) hinzufügen und für ein paar Minuten kochen lassen. ¼ -1/2 teel. Salz hinzufügen und einen guten Schuss Rahm (oder wahlweise Milch, geht auch Kaffeesahne), gut verrühren und vom Herd nehmen. 2 -3 teel. Butter (am besten Biobutter, Weidebutter) in eine Kaffeepresse oder einen Standmixer geben. Über ein Sieb (am besten ein Teesieb) den Tee ebenfalls in die Presse oder den Mixer geben. Die Presse nun kräftig auf und ab bewegen und letztendlich die Teeblätter nach unten pressen, bzw. alles mit den Mixer gut verrühren, und servieren.

Pu Erh Tee (Roter Tee)Himalaya Kristallsalz Granulat aus der Salt Range, 1 kg, BiovaBialetti 3130 French Press - Kaffeebereiter im neuen Bialetti-Design

Nun wird in unseren Breitengraden zwar auch durchaus auch Tee getrunken, doch Kaffee ist nun mal einfach das Getränkt Nr. 1. So hat etwa der US-Gesundheitsguru Dave Asprey sein eigenes Rezept entwickelt, eigene Zutaten produzieren lassen und vermarktet das ganze unter dem Namen „Bulletproof Cafe“.

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Nico Richter von Paleo360 hat das „kugelsichere“ (und teure, was die Zutaten betrifft) Rezept etwas verändert. Er nutzt einen Espressokocher und gibt dem ausgesuchten Bio-Kaffee (ohne Toxine), Kokosöl und Ghee oder Weidebutter, sowie nach Gusto Zimt und zum Süßen Ahornsirup bei.

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PS: Tut euch einen Gefallen, wenn ihr euch einen Espressokocher zulegt, kauft nur das Original des Traditionsherstellers Bialetti. Das sind einfach die besten.

Buttertee, bzw. Butterkaffee, schmeckt seidig-cremig und als Frühstückersatz getrunken wirklich sehr sättigend. Das Fett im Kaffee sorgt dafür, dass die Aufnahme des Koffeins ins Blut langsamer vonstattengeht, so dass dem Butterkaffee eine langanhaltende aufputschende Wirkung eigen ist. Interessant ist auch, dass er Gewichtsreduzierenden wirken soll. Zumindest dann, wenn der Körper auf nur sehr wenige Kohlenhydrate eingestellt ist und deshalb gezwungen ist, seine Energie aus der Verbrennung von Fett zu gewinnen.

Und keine Angst vor Fett! Jüngste Meta-Studien (eine Zusammenfassung von vielen Untersuchungen) konnten keinen Hinweis darauf finden, dass Fett die Ursache für Herz-Kreislauferkrankungen oder hohe Cholesterinspiegel ist. Natürlich hat Fett viele Kalorien und sollte deswegen gezielt eingesetzt werden, auch kann es nie Schaden auf die Qualität der Fett zu achten, doch überwiegen seine guten Eigenschaften, auf die der Körper nicht verzichten sollte.

Doch Vorsicht, wenn der Körper Fetthaltiges nicht gewöhnt ist, oder generell viele Kohlenhydrate bekommt, wird die positive Wirkung von Butterkaffee wohl eher nicht eintreten. Auch können nach dem Genuss Magen und Darm-Probleme, sowie Fettstühle die Folge sein.

Ich (mit meiner sehr Low Carb(en) Ernährung) bekomme keine Probleme, wenn ich hin und wieder einen Butterkaffee oder einen Buttertee als Frühstück genieße, zudem schätze ich die belebende Wirkung.

Auch meinem Sohn schmeckt Butterkaffee. Er ernährt sich jedoch „normal“, also Kohlenhydrat betont, schwört jedoch ebenso auf die belebende Wirkung. Allerdings rumpelt es nach dem Genuss immer ganz schon in seinem Darm. Da er jedoch immer ein wenig unter Verstopfung leidet, freut er sich in der Folge immer auf einen „kugelsicheren Glücksschiss“. Auch eine Art seinen Nutzen daraus zu ziehen.

Zuletzt noch ein kleiner Lesetipp zum Thema (ich habe mich köstlich amüsiert) auf den Seiten von www.munchies.vice.com.