Full day of eating #1

Es mag vielleicht der falsche Zeitpunkt sein, wo ich die Tage mit dem (in mich rein) Essen gerade mal wieder so vortrefflich gehadert habe, ich so voller Wasser sitze und die Waage mal wieder auf Höchstrekord getrieben hat, aber ich wurde gebeten doch hin und wieder mal einen „Full Day of Eating“ einzustellen. Doch an diesem Samstag, den ich hier festgehalten habe, ein Ruhetag, kein Training, nur ein bisschen was Einkaufen, ein paar Schritte bewegen, hat der Morgen zufriedene 89,4 kg auf der Waage angezeigt. Zudem war das ein recht typischer „Full day of eating“.

So oder so ähnlich sieht in der Regel mein Essensplan im Lauf eines Tages aus; mal mehr und mal weniger kalorisch, versteht sich, je nachdem was auf den Teller kommt. Der hat übrigens immer noch  Frühstück/Desserteller-Größe, bzw. ist ein Kinderteller. Und das Kinderbesteck zum Essen nutze ich auch noch immer, wenn ich zu Hause esse.

Ich gebe gerne zu, dass ich „Full Day of Eating“s sehr spannend finde und ich mir immer wieder gerne Youtube Vidoes mit der Überschrift ansehe. Mir geht es dabei gar nicht mal darum mein Essen mit dem anderer zu vergleichen, denn ich weiß, dass jeder Mensch anders isst, essen kann und vielleicht muss. Auch ein Vergleich der Mengen ist dabei nicht so sehr ausschlaggebend, obwohl die mich schon interessieren, als jemand, für den die „richtige“ Menge eher ein diffuses Konzept war/ist. Viel spannender an „Full Days of Eating“s finde ich zu entdecken, wie andere mit ihrem Essen und ihrer Ernährung umgehen und welche Aufmerksamkeit und Bedeutung sie ihm schenken.

Denn obwohl ich mir vor drei Jahren das Motto „Eat for energy, not for comfort“ auf die Fahne geschrieben habe, habe ich doch immer noch große Problem mit der Umsetzung. Essen hat für mich einen viel zu große (negativ besetzte) emotionale Bedeutung. Ich esse in mich rein, statt mich zu nähren und ich setzte „Genuss“ noch allzu oft mit Quantität, und nicht Qualität gleich. Weswegen es mir, nach wie vor, noch am wichtigsten ist Essen zu entmystifizieren und seine Bedeutung als reine Energiequelle hervorzuheben. Aber zurück zum Thema.

Den morgen über gibt es erst einmal schwarzen Tee (Assam), den ersten Schwung an Wasser (ich versuche immer mindestens 3 l oder mehr Wasser täglich zu trinken) und meine Supplemente; so auch am Samstag, wobei ich leider vergessen habe auch die Mittags und Abends Portion zu dokumentieren, aber meine Supps füllen eh einen eigenen „Full day of eating“.

Es hat sich bei uns so ergeben, dass wir bis Mittags fasten. Dieses „Intermittierende Fasten“, wie es heißt, haben wir weder geplant, noch forciert, sondern es hat sich einfach so bei uns eingebürgert.

 

Unsere erste Mahlzeit, gegen Mittag, besteht aus einem Butterkaffee. Als tägliches Ritual zelebriert, liebevoll von Handgefiltert, gibt es eine Kanne voll „Barista“ von Tchibo (wir lieben diese Sorte), mit 50 g Butter für meinen Mann und 40 g für mich. Der hält mich in der Regel 3-4 Stunden satt und bringt mich, zusammen mit meinem aktuellen Pre-Workout (Kreatin, Citrullin und Arginin), zudem an Gym-Tagen gut durchs Training.

Da ich zurzeit versuche meine tägliche Proteinmenge hochzuhalten, gibt es an Trainingsfreien Tagen für mich im Laufe des Tages eine Aminosäuren-Mischungen. (Auch weil ich vom dem Kram fleißig was angesammelt habe und der ja auch mal weg muss. Wobei ich jedoch am Überlegen bin ob und wie lange ich das noch durchziehen, da der Kostenfaktor doch recht hoch ist, ich sowieso genug einwerfe und nicht ganz sicher bin, ob es tatsächlich was bringt. Ich denke zurzeit darüber nach alles mal für eine Weile wegzulassen; quasi als Kontroll-Gruppe, in meiner persönlichen N1-Studie zu fungieren; aber wie gesagt, diese ganze Supp-Sache, ist eh ein eigenes Thema.)

Zwischen 16 und 17 Uhr habe ich dann reichlich Hunger und es gibt auch endlich was zum Kauen. Am Samstag habe ich mich für Proteinpfannkuchen, aus 2 Eiern, 20g gem. Mandeln, 2 Eßl. Frischkäse, 30 g Protein (Vanille) und Mandelmilch entschieden. Und dazu Hüttenkäse mit Heidelbeeren. Sehr lecker. Am Nachmittag habe ich mir noch 2 Tassen Kaffee, mit Kaffeesahne genehmigt und mich daran versucht noch mehr Wasser in mich rein zu bekommen.

So ab 19 Uhr mache ich mich auf in die Küche um das Abendessen vorzubereiten. Eines meiner großen Laster ist es beim Kochen etwas in den Mund stecken zu müssen. Ich bekomme das einfach nicht auf die Reihe, oder sagen wir mal, ich bekomme das in der Regel nicht auf die Reihe. Und ja richtig, ich bin in diesem Punkt allerdings auch nicht sonderlich streng mit mir. Toll ist das nicht. Aber okay, im Moment fühle ich mich außerstande dagegen anzugehen. Damit das jedoch nicht ausartet, ich kenne mich in dieser Hinsicht allzu gut, habe ich mir für diesen Zeitpunkt Rohkost in freien Mengen „erlaubt“ und etwas Käse oder Salami als Option freigestellt.

Als Abendessen, so um 20 Uhr, gab es am Samstag gedämpften Fisch und Brokkoli, dazu in Fett angebratene Shrimps und Fetacreme.

Meine letzte geplante Mahlzeit ist gegen 22 Uhr eine süße Quarkspeise. So gab es auch am Samstag 250 g Sahnequark, ein paar Beeren und einige Nüsse. Die wird übrigens von einer weiteren Tasse schwarzen Tee, sowie den abendlichen Supps, begleitet.

Und da auch ich alles andere als perfekt bin und es Wochenende war (ich backe im Moment nur einmal die Woche etwas, zum Wochenende hin) haben mein Mann und ich uns als Betthupferl noch Haselnussmuffins geteilt.