Mark Manson – Die subtile Kunst des darauf Scheißens

Ich finde, dass es eine Herausforderung ist, Ratgeber zu finden, die einen am Ende auch tatsächlich Hilfestellung geben können.

Natürlich sind einige Ratgeber einfach unterhaltsam zu lesen, so wie auch „Die subtile Kunst des darauf Scheißens“, weil es direkt, ehrlich und schonungslos ist und dabei einen wunderbar lockeren, fast schon respektlosen Ton anschlägt.

Was die Auswahl eines Ratgebers betrifft, liegt nicht daran, dass es zu wenig davon gäbe oder die Auswahl, die es gibt, nicht gut wäre, sondern dass jeder Mensch so verschieden ist und jeder Zeitpunkt (im Leben eines Menschen) so individuelle Situationen vorgibt.

Man muss also den passenden Ratgeber, zur richtigen Zeit finden. Eine sehr kniffelige Aufgabe, bei der man nur auf den Zufall hoffen kann. Und auf einen unterhaltsamen Schreibstil des Autors. Und genau das habe ich erlebt, als mir Mark Mansons „Die subtile Kunst des darauf Scheißens“ in die Hände fiel.

Der Zufall wollte, dass es für mich, das richtige Buch, zur richtigen Zeit war. Es hat genau den Ton angeschlagen, den ich gerade brauchte, die Aussagen gemacht, die mir geholfen haben Zusammenhänge besser zu verstehen und mir die Denkanstöße geben, die mich aktuell weitergebracht haben.

„Die subtile Kunst des darauf Scheißens“ beschäftigt sich mit der Suche nach dem Glück. Es regt dazu an die eigenen Werte zu hinterfragen und fordert dazu auf, sich ggf. neue Maßstäbe zu schaffen, die uns guttun und die dazu dienen können, uns in unserem Handel Handeln und Denken weiterzubringen. Es kümmert sich um

Das Buch hinterfragt (und gibt seine ganz eigene Antwort darauf), warum manche Wünsche, einfach immer nur Wünsche bleiben und während andere zur Tat werden. Es beschäftigt sich mit unserem irrtümlichen Umgang mit Schuld und Verantwortung. Und es arbeitet sich auf sehr spannende Weise durch Motivation/Tun-Theorien.

Ich mag nicht mit allen Aussagen des Buches zu 100 % konform gehen, aber darum geht es mir ja auch nicht. Für mich ist wichtig, dass mich der Ratgeber anregt und vielleicht in die ein oder andere Denkrichtung stößt, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Und genau das hat das Buch für mich getan. Was ich am Ende daraus mache, ist (erst einmal) zweitrangig.

Aber vielleicht sollte man auch auf subtile Art darauf scheißen und sich das Buch einfach mal vornehmen? Kann nicht schaden, denke ich. Ggf. hat man dann einfach nur die Bekanntschaft mit Mark Mansons Superhelden, dem „Enttäuschungs-Panda“ gemacht. Und wer weiß, was der einem dann, in seiner gnadenlosen Ehrlichkeit so um die Ohren knallt? Am Ende ist dann vielleicht doch genau der Denkanstoß, den man gerade benötigt hat.

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