Mein Hysterektomie-Tagebuch

Da ich aus eigener Recherche weiß, das kaum persönliche Berichte darüber im Netz zu finden sind, die über die grundsätzlichen Informationen zum OP-Verlauf hinausgehen, habe ich beschlossen in diesem Artikel ein kleines Hysterektomie-Tagebuch zu führen und so auch meine Erfahrungen weiter zu geben.

In diesem Zusammenhang möchte ich unbedingt auf den Beitrag zum selben Thema im Blog „Meine große kleine Welt“ hinweisen. Auch wenn es „Mekare“, der Autorin des Blogs, nicht ganz so gut erging, wie mir (bisher) und sie per LASH, nicht mit einem offenen Bauschnitt operiert wurde, so fand ich ihren Bericht im Vorfeld doch sehr interessant zu lesen. Auf jeden Fall hat er mir ein ganzes Stück weit die Angst genommen und zu meiner Aufklärung beigetragen. Liebe Mekare, vielen Dank dafür!

Vorgeschichte

Mein Sohn war damals noch ein Kleinkind, da hat mir die Frauenärztin bereits mitgeteilt, dass ich ein birnengroßes Myom hätte, über dessen Entfernung ich einmal nachdenken sollte. Da ich jedoch nie irgendwelche Probleme ausmachen konnte, die auf das Myom hindeuten, habe ich keine weiteren Gedanken daran verschwendet.

20 Jahre sind seit dem vergangen und eigentlich hätte ich immer noch behauptet, dass mir das Myom nichts ausmacht. Doch ein „schwangerer Trommelbauch“ (ohne dass tatsächlich eine Schwangerschaft vorlag), entschieden starke Regelschmerzen und sehr starke monatliche Blutungen haben mich dann doch irgendwann zur Frauenärztin getrieben.

Und dann war es doch nur wieder einmal mein (damaliges starkes) Übergewicht, dass meine damalige Frauenärztin abwinken und lapidar diagnostizieren ließ: „nehmen sie erst einmal ab, bevor ich da irgendetwas sehen kann“.

So verging ein weiteres Jahr mit starken Regelblutungen und weitere Schmerzen, bis ich einen neuen Versuch startet und diesmal an eine wundervolle Frauenärztin geriet, die nicht nur „was sehen konnte“, sondern sich und mich auch engagiert in die Ursachenforschung geworfen hat.

So landete ich Anfang 2015 im MRT, wo klar zu sehen war welche Probleme mir die, mittlerweile viel zu groß gewordene Gebärmutter tatsächlich macht. Eine zu große Gebärmutter, gefüllt mit Myome und Zysten erklärte nicht nur meinen quasi dauerhaft schwangere Zustand, sondern die starken Blutungen, meine Probleme Urin zu halten und die dicken Beine.

Denn „Trommelbauch“ hatte ich schlicht auf mein Übergewicht geschoben, ebenso die Inkontinenz; weil bei Übergewichten „da unten eh alles ausgeschlackert wäre“, so die Diagnose eines Arztes (ja, solche Aussagen fördern den Respekt vor den „Göttern in Weiß“ entschieden, oder?). Die dicken Beine und Füße habe ich meinen Venenprobleme zugeschrieben und ebenfalls nicht weiter darüber nachgedacht.

Da ich nur gewinnen konnte, habe ich meiner Frauenärztin sofort zugestimmt: Die Gebärmutter muss raus.

Nachdem ich mich nach langem Überlegen für die Uni-Klinik Mann entschieden hatte – die Klinik hat immer noch mit ihrem Hygieneskandal aus dem letzten Jahr zu kämpfen – und dort in der Frauenklinik so sympathisch und absolut kompetent aufgenommen worden bin, wurde die OP für den 9. März 2015 angesetzt.

Übrigens: Meine Freundin bestand darauf, dass ich den OP-Termin nach dem Mondkalender (Zeit des abnehmenden Mondes) ausrichte. Obwohl ich ein wenig schmunzeln musste, als ich ihr das Versprechen gab, so hat sich diese Terminausrichtung doch nun schon zum 2. bewährt (auch der Adipositas OP-Termin lag damals im abnehmenden Mond), weswegen ich immer mehr zu der Überzeugung gelange, dass da was dran ist. Mondkalender finden sich ganz leicht über die Google Suche.

9. März 2015
OP Tag

Um 7 Uhr war die Aufnahme und bereits um 7.15 h hatte ich Gelegenheit meine „Sieben Sachen“ einzuräumen, den restlichen Papierkram zu erledigen, mich umzuziehen und sogar noch ein Nickerchen zu machen, bis ich um ca. 11.30 h für die OP abgeholt wurde.

Die Atmosphäre im Vorbereitungsraum war entspannt und Panik, wie sie bei mir manchmal vor einer Narkose aufkommt, hatte keine Chance.

Ich bin zwar absolut dankbar dafür, dass es Narkose gibt, aber weit davon entfernt es toll zu finden. Die Mattheit, den Druck auf der Brust, den Schleimpropfen im Hals und die unendliche Übelkeit, die mir das Schmerzmittel (ich glaube Novalgin bekommt mir einfach nicht) verursacht, die mich stets nach einer Narkose erwarten – sind einfach kein Spaß.

So habe ich noch im Aufwachraum, trotz ziependen Bauchs, mehr war es aber auch nicht, weitere Schmerzmittel dankend abgelehnt und mich bemüht einfach wieder in den Schlaf zu versinken. Was jedoch nicht einfach ist, wenn die Schwestern mit der Sauerstoffsättigung nicht zufrieden sind und einen eins um andere Mal zum Atmen auffordern.

Also habe ich das mit dem Schlaf aufgegeben, geschnauft wie ein asthmatisches Walross, mich drauf konzentriert mich nicht zu übergeben und überprüft was so alles in mir steckte und an mir dran hing. Das war jedoch eine kurze Liste: ein längliches Pflaster über dem Schnitt kurz über dem Schambein, ein Zugang auf dem rechten Handrücken und einen in der linken Ellenbeuge, sowie ein Blasenkatheter.

Was war das für ein Vergnügen endlich aus dem Aufwachraum raus, es muss so um die 15.30 h gewesen sein, und wieder auf Station zu sein. Dort haben die Schwestern einfach nicht so viel Zeit einem zu traktieren 😉 und ich konnte mich endlich ungestört dem Schlummer hingeben.

Doch bis abends, so um 21 Uhr rum, tat mir einfach alles weh. Alles – bis auf die Narbe, bzw. der Bauch! Ich war so verspannt vom „auf dem Rücken“ liegen, dass ich rasende Kopfschmerzen hatte. Ich wollte nur raus aus dem Bett und mich bewegen. Zum Glück hatten die Schwestern Mitleid und habe sich Zeit für die Mobilisation genommen, ansonsten hätte ich mich wohl allein aus dem Bett geschwungen und wäre womöglich doch hingefallen, da mir ordentlich schwindelig war.

Spät in der Nacht habe ich dann doch noch um ein mildes Schmerzmittel gebeten, denn die Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen wollten einfach nicht weggehen.

10. März 2015
2. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen im Bauch, aber bei Bewegung (z.B. laufen oder sitzen) leichtes Ziepen im Bereich der Wunde. Der Bauch fühlt sich an als hätte jemand darauf Stepp getanzt. Leichte (Schmier-)Blutungen, den Tag über, die Wunde sieht gut. Einzig das Abhusten des Schleimes, auf Grund der Intubation, ist mit einer frischen Bauchwunde echt eine Qual.

Was für ein Glück, dass in einem Krankenhaus der Tag so früh anfängt. Ich hätte es keine Minute mehr länger im Bett ausgehalten! Doch nachdem Katheder raus war und Pflaster ab und auch nicht wieder drauf kam, die Wunde bräuchte lediglich „Luft & Liebe“, hat mir das morgendlich Waschen doch so einiges abverlangt.

Im Lauf des Tages wurde ich jedoch Stunde um Stunde mobiler und fitter und bereits nachmittags bin ich schon Kaffeeschlürfend durch die Gänge gelaufen, um mir die Zeit zu vertreiben.

Aus dem Bett und in selbiges rein, ist noch recht mühsam. Auch beim Toilettengang fühlt sich der Bauch komisch an und es ziept bei jedem Fürzchen. Und davon hatte ich wahrlich so einige. Allerdings war ich nicht die einzige Patientin, die mit den Gasen zu kämpfen hatten, die bei solchen OPs in den Bauchraum gepumpt werden um alles „aufzulockern“, sodass das zwar immer noch peinlich war, aber halt doch auch einfach nicht umgänglich.

Den Tag über habe ich so einige Nickerchen hinter mich gebracht, um mich zu erholen. Allerdings waren die wohl auch Schuld daran, dass ich um 3 Uhr nachts Glocken hell wach war. Um mich zu ermüden habe ich erneut meine Runden über die Gänge gedreht und mich mit Fencheltee „betäubt“, was nur bedingt funktioniert hat.

11. März 2015
2. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen im Bauch, aber bei Bewegung (z. B. laufen oder sitzen) leichtes Ziepen im Bereich der Wunde. Im Bauch hat sich so was wie Muskelkater breit gemacht. Durch die Schonhaltung ist der ganze Rücken- und Nackenbereich steif geworden. Sehr leichte (Schmier-)Blutungen, den Tag über, die Wunde sieht gut.

Alltägliche Verrichtungen, wie waschen und Toilettengang, sind immer noch anstrengend und auch nach bei meinen Rundgängen, ermüde ich schnell. So war ich eine halbe Stunde lang mit meinem Mann draußen im sonnigen Park unterwegs, braucht dann aber 2 Stunden Schlaf um wieder zu Kräften zu kommen.

Niesen, Husten und Lachen ist die Hölle – verdammt, warum musste ich auch ausgerechnet so ein amüsantes Buch zur Unterhaltung auswählen?

In der Nacht konnte ich schon länger am Stück schlafen, auf die Seite drehen ging allerdings noch nicht; was für einen Seitenschläfer wirklich schlimm ist.

12. März 2015
3. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen im Bauch, aber bei Bewegung (z. B. laufen oder sitzen) leichtes Ziepen im Bereich der Wunde. Endlich scheint zumindest die Luft aus den Gedärmen raus und es kehrt dort wieder ein wenig Ruhe ein. Durch die Schonhaltung ist der ganze Rücken- und Nackenbereich steif geworden und tut mittlerweile einfach nur weh. Sehr sehr leichte (Schmier-)Blutungen, den Tag über, die Wunde sieht gut, nässt aber ganz leicht nach längerer Bewegung.

Nach dem mich der, die Visite begleitende Arzt mit der Feststellung begrüßt hatte, dass ich ja schon recht fit sei, habe ich die Gelegenheit aufgegriffen und gleich um meine Entlassung verhandelt. Und ich hatte Glück, nach dem ich bestätigen konnte mit alltäglichen Arbeiten fertig zu werden und meine „Fitness“, sprich Mobilität, unter Beweis gestellt habe, konnte ich einen Tag früher als angesetzt, mit einem „wir halten hier niemanden fest“ ab nach Hause. Hurra!

Nachdem ich meinen Mann aus seinem wohlverdienten Schlaf gerissen hatte, der Arme hatte Nachtschicht, um meine Abholung gebeten und alles zusammengepackt hatte, gings auch schon nach Hause.

Dort angekommen habe ich gleich mal wieder ein Nickerchen eingelegt. Aber das mit gutem Grunde, den mein Tag war damit noch nicht zu Ende. Wegen einer Thrombose, nach der OP 2009, bekomme ich zur Sicherheit eine Behandlung mit Arixtra (als Ersatz für Heparin) und diese soll 14 Tage nach OP fortgesetzt werden. Also stand noch ein Besuch bei der Hausärztin an, um ein entsprechendes Rezept zu holen.

Am späten Nachmittag hatte ich dann endlich das Rezept in der Hand. Ich wusste jedoch aus Erfahrung, dass der schwierige Teil nun erst kommt: eine Apotheke finden, die Arixtra auch vorrätig hat, da es bereits zu spät zum Bestellen war. Aber so unglaublich es auch ist, die Apotheke, hier vor Ort, hatte tatsächlich Arixtra da! Wahnsinn.

Um 19 Uhr war ich fix und alle. Nichts ging mehr und ich habe erst mal 2 Stunden im Sessel gedummelt, noch ein bisschen gelesen und bin früh schlafen gegangen.

In meinem eigenen Bett habe ich mich dann auch beim Schlafen endlich wieder auf die Seite drehen können und so zwei Mal, eine Unterbrechung wegen Pinkelpause, 4 Stunden am Stück schlafen können. Wunderbar.

13. März 2015
4. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen, keine (Schmier-)Blutungen, Wunde sieht gut aus. Bei viel Bewegung, heute z.B. Einkaufen gehen, nässt sie jedoch ganz leicht. Ich ermüde nach wie vor schnell, brauche aber keine Nickerchen mehr um den Tag zu überstehen.

Deswegen haben wir uns auch extra nichts anderes als Einkaufen vorgenommen und das war auch gut so. Denn als ich nach 2 Stunden wieder zu Hause war haben mir tatsächlich die Beine gezittert und ich war Schlags kaputt.

Schlafen in der Seitenlage geht immer besser, auch andere Bewegungen gehen immer leichter.

14. März 2015
5. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen, keine (Schmier-)Blutungen, Wunde sieht gut aus. Bei viel Bewegung, heute z.B. in der Küche stehen, nässt sie jedoch ganz leicht. Ich ermüde nach wie vor schnell, brauche aber keine Nickerchen mehr um den Tag zu überstehen.

Eigentlich wollte ich meine Kraft heute für einen Spaziergang aufheben, doch dann war meine Sucht nach ein paar meiner Proteinmuffins stärker. 12 Muffins (und die Essensvorbereitungen für den Abend) später, war dann auch nicht mehr viel mit mir anzufangen.

15. März 2015
6. post OP Tag

Status quo: Keine Schmerzen, keine (Schmier-)Blutungen, Wunde sieht gut aus. Bei viel Bewegung, heute z.B. eine ¾ Stunde Spazierengehen, nässt sie jedoch ganz leicht. Aber ich ermüde nicht mehr so schnell, brauche keine Nickerchen mehr um den Tag zu überstehen.

Nachdem ich das Abendessen vorbereitet hatte und einen, zugegebenermaßen, sehr gemütlichen Spaziergang hinter mich gebracht, reichte es aus, mich den späten Nachmittag ein bisschen vor dem PC zu entspannen.

16. März 2015
1 Woche nach OP

Status quo: Keine Schmerzen, keine (Schmier-)Blutungen, Wunde sieht gut aus. Mittlerweile ist sie auch trocken und nässt auch nicht mehr nach längeren Bewegungsphasen. Ich kann wieder problemlos in Seitenlage und sogar zeitweise auf dem Bauch schlafen (drückt jedoch nach einer gewissen Zeit noch etwas).

Mein Mann hatte am Wochenende Dienstfrei und konnte ein Auge auf mich haben, damit ich es mit der Hausarbeit nicht übertreibe (wozu ich neige). Nachdem er heute nun wieder Arbeiten ist, habe ich es natürlich gleich probiert, wie weit ich 1 Woche nach der OP komme.

Zugegebenermaßen nicht sehr weit. Zwei Maschinen Wäsche waschen, Trockner anstellen und ein paar Kleidungsstücke aufhängen – Pause. Besuch einer Freundin ein bisschen Quatschen, ein paar Snacks vorbereiten um Abendessen – Pause.

Ergo auch einer Woche nach der OP bin ich nur gering leistungsfähig, brauche immer wieder Pausen, gehe früh in Bett und schlafe dann wie ein Stein, die Nacht durch.

17. März 2015

Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin. Sie ist sehr zufrieden dem mit Verlauf der OP, der Wunde und der Heilung. Sie hat mich jedoch deutlich ermahnt alles „oma-mäßig“ langsam anzugehen und meinem Körper und der Wunde im Bauchraum Zeit zum Heilen zu lassen. Auch wenn ich das Gefühl hätte mir die Stöcke nehmen zu können und eine Rund Nordic Walking anzugehen, sollte ich mich bis 4 Wochen nach der OP extrem schonen; schon allein um möglichen Schäden durch Verwachsungen und schlechter Wundheilung zu entgehen.

Ich werde versuchen mich daran zu halten, bin trotzdem ein bisschen verzweifelt, was soll ich die ganze Zeit machen? Vielleicht Wolle kaufen und anfangen zu stricken?

21.März 2015

Mittlerweile ist die OP 12 Tage her. Mir geht es wirklich gut, auch wenn ich nach wie vor von Tätigkeiten ermüde, die ich vor der OP mit links hinter mich gebracht habe. Ich gebe es ungern zu, aber die Schonung ist tatsächlich unumgänglich.

Die (selbstauflösenden) Fäden jucken ein bisschen in der Wunde; Gott sei Dank nimmt sich dem am Montag meine Hausärztin an und entfernt die Reste.

Manchmal blutet es ein wenig; dh das Toilettenpapier wird hauchzart rosa. Laut meiner Frauenärztin kann das durchaus bis 4 Wochen (manchmal sogar länger) nach OP passieren. Ansonsten habe ich jedoch keine Probleme.

Meinen Haushalt schaffe ich auch wieder, wenn ich mir die Arbeit gut aufteile und mir ausreichend Pausen genehmige.

Ach ja, sitzen! Ich konnte durchaus schon nach der OP wieder 10 – 15 min am Stück sitzen; dann wurde der Druck im Bauchraum zu stark, fühlte sich an wie eine Stauchung und ich musste stehen oder liegen. Heute macht mir sitzen kaum noch was aus. Allerdings muss ich aufpassen, dass ich mich nicht lässig auf den Stuhl, Sofa oder Sessel plumpsen lasse. Dann merke ich diese unangenehme „Stauchung“ nach wie vor. Um besser aufstehen zu können, habe ich mir einen Stuhl mit Armlehnen vor den PC gestellt. So lässt es sich einfacher hochstemmen; was sich aber auch heute eigentlich schon wieder erledigt hat und wieder so zu bewältigen ist.

23. März 2015

Leider haben sich die Fäden einfach noch nicht alle verabschieden wollen. Da die Wunde ansonsten gut aussieht, hat meine Hausärztin ihnen eine weitere Woche „reifen“ verordnet. Gut, zumindest sitzen sie nun, durch das Ziehen und Zopeln nun irgendwie besser und jucken nicht mehr so.

2. April 2015

Heute hat sich die letzte Faden ganz leicht verabschiedet. Meine Hausärztin hatte überhaupt keine Probleme diesen zu entfernen. Aber ah, was für eine Wohltat! Sie konnte mich auch in dem Punkt beruhigen, der mir die Tage doch Sorgen gemacht hat: eine kleine Stelle innerhalb der Wundnaht, die etwas sifft. Die Wunde auf jeden Fall ist weich, es hat sich also nirgens Wundflüssigkeit unter der Narbe gesammelt. Auch beim sanften Drücken tritt nichts aus der Wunde aus. Es könnte auch einfach eine Reizung durch die überfälligen Faden gewesen sein.

Ich soll die Wunde nun sowohl feucht, als auch trocken halten. Leichter gesagt als getan. Nun gibt es eben feuchte Umschläge, im Wechsel mit trockenen. Nächste Woche, da muss ich eh zur Blutabnahmen, wirds kontrolliert.

15. April 2015

Heute war ein weiter Kontrolltermin bei meiner Frauenärztin und sie ist sehr zufrieden mir mit. Die Wunde sieht mittlerweile sehr gut aus und so langsam kehrt auch Gefühl in die Haut um die Naht zurück. Meine Frauenärztin will mich das nächste Mal erst wieder im Herbst sehen, wunderbar. Für mich ein Zeichen, dass alles okay ist.

Seit der OP hatte ich so einige Probleme mit der Verdauung. Durchfall und Verstopfung, da war alles dabei. Da ich jedoch stets sehr sensibel im Darm reagiere, habe ich mir da wenig Gedanken drüber gemacht, zumal sich nach der OP innen eh alles Wund und gereizt angefühlt hat (war ja auch so). Dann aber habe ich echte Probleme bekommen und nehme nun regelmäßig Flohsamen zur Stuhl-Regulierung und trinke wieder mehr (das hatte ich nämlich ziemlich vernachlässigt). Ich glaube, dass das bei mir persönlich mit meiner Crohn-Vorgeschichte zusammenhängt, aber ich habe schon mehrfach über Verstopfung nach einer Hysterektomie gelesen und wollte es deshalb hier auf jeden Fall erwähnen.

Ach ja, am 6. April 2015 habe ich wieder mit dem Laufen, Nordic Walking, und Ergometerfahren angefangen. Meiner Frauenärztin war das gar nicht so recht, dass konnte man ihr ansehen, aber letztendlich meinte sie, dass ich am Ende nur selber abschätzen kann, was ich mir zumuten möchte und was nicht. Da ich für mich das Gefühl, dass es mir unendlich gut tut endlich wieder was sportliches machen zu können, ist das für mich okay so.

3. Mai 2014

Mittlerweile habe ich keine Probleme mehr, sieht man vom gelegentlichem Nässen (bei intensiver Bewegung) einer kleinen Stellen der Wunde einmal ab. Die Platzierung der Wunder, in der Hautfalte, die durch weitere Abnahme beinahe täglich länger wird und mehr hängt, ist aber auch einfach problematisch. Ansonsten geht es mir jedoch gut und ich bin auch mit dem erneuten Aufbau meiner Fitness, nach der Zwangspause recht zufrieden.