Schock des Tages: Teil des Beckens gefunden!

Hatte ich noch gerade über Sudda aka Annika Rask gelacht, als sie in ihrem Buch „Entpuppt“ beschrieb, wie sie auf ihre Rippen gestoßen ist, so ist mir heute doch tatsächlich dasselbe passiert. Ich stand in der Küche und arbeitet an der Spüle, als ich mit der Innenseite meines Unterarms, seitlich einen harten Knubbel im unteren Bauchraum spürte.

Automatisch habe ich meine Wellnesshose zurecht gerückt, in der Annahme, dass vielleicht der Stoff dort geknüllt ist, weil sie ein wenig groß ist. Aber meine Hose lag relativ glatt an. Irritiert tastet ich weiter und mir sank das Herz in die Hose vor Panik. Wenn es nicht der Stoff meiner Kleidung war, dann bestimmt mein Darm, der sich irgendwie verdreht hatte.

Seit der Darm-OP und meiner Schlauchmagen-OP werde ich bei Unregelmäßigkeiten zugegebenermaßen schnell panisch und bin sofort mit allen nur möglichen Schreckensszenarien bei der Hand. Ich fühlte in mich hinein – und ich fühlte mich gut, fit und in jeder Hinsicht wohl auf. Keine Schmerzen, nichts. He, einen verdrehten Darm würde ich doch merken, oder?

Also tastete ich meinen Bauch ab und kam auf die andere Seite – wo derselbe Knubbel zu finden war. Für einen Moment war ich vor Panik vollkommen benebelt, bis ich mich soweit beruhigen konnte, um endlich wieder klar denken zu können.

Das war meinen Becken! Ich hatte einen Teil meiner Hüftknochen gefunden! Genauer gesagt, ich war auf den Rand meiner Darmbeinschaufel (Ala ossis ilii, wusste ich nicht, musste ich erst Mal ergooglen) gestoßen. Ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich mein Becken jemals gespürt habe. Ich war so fertig, dass ich mich erst einmal setzen und ein paar Mal tief durchatmen musste.

Einen Moment später konnte ich nur noch denken, wie kann man nur so blöd sein. Aber auch, wie unglaublich traurig es ist, den eigenen Körper nicht zu kennen, weil der so viele Jahre unter so viel Fett verborgen war und wie tragisch, dass ich vergessen hatte, wo Becken und Hüfte eigentlich genau sitzen.