Status quo #1/17 – Schleudergang

Nach meinen jüngsten negativen Erfahrungen mit Haten/Dissen/Mobbing via email, im Zusammenhang mit meiner BücherHomepage, habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich überhaupt und vor allem wie ich den KurvenBlog weiterführen möchte.

Mir war schon immer bewusst, wie angreifbar ich mich mache, indem ich hier mein Innerstes zu äußerst kehre; ob es nun um Privates oder die Darstellung eines Hobbys geht. Aber dass ich dann doch tatsächlich so in die Knie gehe, wenn es passiert und ich angegriffen werde, hat mich dann doch ziemlich erschreckt.

Zu dem ganzen Mist kam dann auch noch die Umstellung auf eine ketogene Ernährung, die ich in einem Langzeit-Versuch für mich ausprobieren wollte und die so dermaßen nach hinten losgegangen ist. Aber dazu mehr an anderer Stelle.

Und da hatte es natürlich die „Feiertags-ich-gönn-mir-was“-Stimmung leicht auf meinen Hüften, bzw. auf der Waage zu landen und eine „ist-doch-eh-alles-scheiße“-Phase hinter sich her zu ziehen. Und überhaupt, weil’s gerade so schön war und sich die Spirale so lustig nach unten schraubt hat, gab’s noch jede Menge andere zweifelhafte Gedankenkreise hinterher.

So war es durchaus in Ordnung, finde ich, mir erst mal Zeit zu nehme meine Wunden zu lecken, solange ich dann wieder aufstehe, die Krone richte und weiter mache, so wie es mir gefällt; was hiermit geschieht.

Ich bin zwar immer noch nicht so weit, alles in Bild und Ton dazulegen und der Vorfall im Dezember hat mir auch gezeigt, dass so was im Moment nicht sinnvoll für mich ist, trotzdem träume ich natürlich weiter von einem eignen Video-Kanal.

Aber vorerst werde ich mich weiterhin hinter Schrift „verstecken“. Und damit es mir nicht langweilig wird, gibt es für die nächste Zeit Mal ein anderes WoLog-Format; eines ohne Einteilung, ohne (Selbst-)Zwang Daten füllen zu müssen/wollen; in dem ich in meinen anfänglichen [Status quo] zurückkehre, Nummern dran setzte und einfach mal abwarte wie viele es davon dieses Jahr werden.

Für heute halten wir erst einmal fest, dass ich diesem Schleudergang der letzten Wochen gleich drei Kilo mehr auf der Waage zu verdanken habe und wieder mal die üblichen Zweifel und Verzweiflungen am Niederringen bin, was fürchterlich viel Kraft kostet und mich einfach nur wütend macht, auf mich und die Welt.

Als erst Maßnahme habe ich nun die Ketogene Idee für mich über Bord geworfen und bin ohne Probleme (okay, ein paar Flatulenzen gehen mir nun im Darm rum) zu meinem gewohnten Makro-Ratio (Fett 60/ KHs 10/ Protein 30) zurückgekehrt.

Man sollte es echt nicht meinen was eine Makronährstoffverteilung von 75/5/20 zu 60/10/30 für ein Individuum ausmachen kann. Ich will es auch noch nicht beschreien, aber es scheint als, ob damit dieser schreckliche, bodenlose Hunger, der mich die letzten Wochen so gequält hat und mich permanent zum Essen fassen getrieben hat, endlich nachgelassen hätte. Aber natürlich kann ich nicht alles auf die Ernährung schieben, wenn die allgemeine und besonderen Zufriedenheit mit der Gesamtsituation auf der Strecke bleibt. Und doch war es, als hätte ich ein schwarzes Loch zu füllen und egal wie viel (in diesem Fall natürlich vorzugsweise Fett) ich reingeworfen habe, was mich rein „technisch“ gesehen (irgendwann auch) satt gemacht hat, aber zu keinem Zeitpunkt wirklich zufrieden.

Die Mascarpone ist also verbraucht und mein heißgeliebter und so sehr vermisster Quark hat wieder Einzug in meinen Kühlschrank gehalten. Heute habe ich mir dann auch wieder meinen Haferflocken-Frühstückskuchen gebacken und freue mich tierisch aufs erste Stück.

Den Rest Kräuterbutter darf mein Sohn genießen, für mich gibt wieder Putenaufschnitt und Handkäse, Kürbis und Süßkartoffeln und saure Sahne statt Mayonnaise. Hallo Proteinriegel und Käsekuchen und – höchst bedauerlich – Tschüss Fat Bombs.

Es gibt aber auch ein paar Lebensmittel, die ich in den letzten Wochen für mich entdeckt habe und die bleiben werden. Z.B. der Mandel-Tofu von dm (köstlich, in der Pfanne angebraten, mit Vanille, Zimt und Frischkäse serviert), die ungesüßte Mandelmilch (sehr lecker im Tee) und der Sojaquark und Joghurt von Alpro (aber immer mit Zurückhaltung genossen, weil ein zu viel davon mir auf die Verdauung schlägt).

Für den Moment geht es mir nun erst einmal darum mit meinen Tagesgesamt-Kalorien wieder um/unter 2000 zu kommen, in der Hoffnung, zusammen mit Sport, das nötige Defizit zu erzielen, um langsam aber sicher meine 88 wieder zurückzubekommen; und meine Routine wiederzufinden, die sich stets so angenehm auf mein inneres Gleichgewicht auswirkt/ausgewirkt hat, etwas mir die letzte Zeit doch sehr gefehlt hat.

Status quo (11.01.2017):

Waage: 91,5 kg

Nahrung (laut fddb): 1723 kcal (Fett 62% / KHs 8% / Protein 30%)

lc-Pfannkuchen-Röllchen mit Frischkäse und ein kleiner Butterkaffee
Körniger Frischkäse, mit Vanille-Protein
Ei-Schinken-Brokkoli-Omelette mit Avocado
(Muskat-)Kürbissuppe, mit Rest vom Huhn

Training GK (Langhantel-GK-Plan):

20 min. Cardio Walken (Hin- und Rückweg zum Studio)
Ausfallschritte
Kniebeugen
Hip Thrusts
Vorgebeugtes Rudern
Schrägbank drücken
Schulter drücken
Trizeps / Bizeps
Bauchpresse / Crunches
Hyperextensions