Status quo # 18/17 – dies & das

Weil sich dann doch noch ein bisschen was angesammelt hat, was so raus muss, gibt es heute noch etwas an Gelabere dem letzten „Status quo“ hinterher.

Hier erst einmal mal meine aktuelle Flavour-Schublade. Den kritischen Blick, den eine Freundin dort hinein geworfen hat, war Anlass dazu, dass ich mir selber beweisen musste, dass ich auch ohne kann. Ja, ich habe definitiv eine kleine Obsession was das Zeug betrifft, doch sind sie das Ergebnis von drei Jahren Sammelleidenschaft, ein guter Teil davon noch ungeöffnet und der Rest reicht nach meinen Schätzungen bestimmt noch die nächsten drei Jahre.

Und ja, es ist mir ein Bedürfnis mich zu rechtfertigen, was meine Vorräte und meine Nutzung von Süßstoffen angeht. Also lasst mich das einfach tun.

Dann ist die Mai-Ketobox gekommen und sie war, wie ich fand, wieder mit sinnigeren Dingen gefüllt. Die letzte war mir nämlich viel zu Malit-Süßelastig und schon aus diesem Grund nicht besonders sympathisch.

Zwar gab es auch Malit-„Weingummis“, von LCW, die mir im übrigen überhaupt nicht gut bekommen sind und ich hatte nur 10 Stück davon! und die mir auch nicht mehr ins Haus kommen und „Crunchy Protein Balls“ von happy food, die ich auch nicht empfehlen kann; die „Whey Protein Balls“ von Body & Fit sind viel besser.

LCW zuckerfreie Weingummi / 500g

Aber es gab diesmal ein paar wirklich spannende Sachen. Die Mr. Filberts Oliven mit „Chilli & Blackpepper“ waren wirklich köstlich, ebenso, wie die „Paleo Bites“ ebenso und die „Kürbis Knabberkerne“ von Schalk Mühle.

Mr Haselnüsse Grün Oliven Chili & Pfeffer 65gOriginal Paleo Bites – 8x25gÖsterreichische Kürbiskerne , geröstet und gesalzen, Bio - 80 g

Noch nicht ausprobiert habe ich das „Minutenbrot“ (aus der Mikrowelle). Trotz Weizen, Soja, Lupine, Quinoa, Amaranth und Gerstenmalz als Zutat, halten sich die Werte im Rahmen. Obwohl, wenn das mit Tassen-Kuchen funktioniert, dann müsste sich doch auch ein entsprechenden Brot selber zusammenstellen lassen, oder?

5er Pack - Dein Brot nach 2 Minuten in der Mikrowelle - Minutenbrot Brotbackmischung (Eiweiß 18%, LowCarb 5,6%, vegan, gesund, Brot, Chiasamen | Quinoa | Amaranth | Leinsamen)

Richtig begeistert hat mich das Schoko Knuspermüsli von Simply Keto. Endlich mal ein leckeres, ein wirklich leckeres Knuspermüsli, was zurecht den Zusatz „Low Carb“ tragen kann. Oh ja, Kalorienmäßig schlägt es mal so richtig zu und für mich ist das nichts für jeden Tag, aber definitiv hin und wieder eine Sünde wert.

Seamore Bio I Sea Pasta Algen Nudeln -Tagliatelle-, 100g

In diesem Zuge soll auch noch die „I Sea Pasta“ von Seamore Erwähnung finde, die, ich glaube in der letzten (oder vorletzten) Ketobox war. Die Rezension eines Amazon-Kunden formuliert es auf den Punkt genau, dem beim Kochen, der in Streifen geschnittenen Algen (oder ist es gar ihre natürliche Form?) liegt, Zitat: „positiv formuliert Küstenatmosphäre…“ in der Luft und auch der braune Sud der nach 20 min kochen im Topf entsteht, scheint eher aus einem sehr schlammigen, sehr tiefen und sehr üblen Hafenbecken gefischt, als in einen Pastatopf zu gehören. Doch zum Glück kommt der Geschmack der Algen am Ende eher dezent herum. Die Konsistenz ist nicht minder unterhaltsam, denn sie bietet ordentlich was zum Kauen.

Ich schließe mich der Empfehlung des oben erwähnten Amazon-Kunde an: am besten mit Seafood zu genießen. Wir hatten eine helle Champion-Soße dazu, was okay war, aber wären da auch noch Shrimps drin gewesen ….

Das Problem ist, dass „Pasta“ und „Tagliatelle“ Attribute sind, die dieser Seetang nicht erfüllen kann und deswegen enttäuschen wird. Ich finde, man muss diese „Pasta“ als „Gemüse“ sehen, dann passt es und bringt zudem noch einen gewissen „Spaß“ auf den Teller. Brauchen oder auch in Zukunft wollen, tue ich es dennoch nicht.

Aach ja, noch was zu den einzelnen Produkten der Ketobox: ihr Preis! Ich lasse die Frage nach dem Preis in meinen Einschätzungen zu den Produkten der Ketobox bewusst außen vor. Diese finde ich nämlich zunächst einmal zweitrangig. Mir geht es hier bei tatsächlich nur um das Kennenlernen und Ausprobieren der Produkte, was wirklich Spaß macht und mir den Preis für die Ketobox an sich allemal wert ist. Und da sich, nach der Erfahrung aus bisher vier Ketoboxen, am Ende sowie eine natürliche und überproportionale hohe Anzahl an Ausleseprodukten ergibt, die ich, bzw. wir, nicht mögen, nicht brauchen oder wir bereits einen anderweitigen gleichwertigen Ersatz gefunden haben, erledigt sich die Frage nach einem Kaufpreis eh in der Regel.

Nicht aus der Ketobox, sondern aus der Werbung und Erwähnung aus dem Internet, habe ich „Lizza“ (zusammengesetzt aus Low carb und Pizza) schon seit einer Weile auf dem Schirm. Nun gibt es sie bei der Metro.

Lizza Low-Carb Pizza-Teig aus Lein-Samen und Chia-Samen. Bio. Gluten-Frei. Vegan. (8 x 180g)

Ich habe für uns 3 Stück gekauft, mit Netto 1,99 € pro Stück, war mir das einmal einen Versuch wert. Und ich war skeptisch, sehr skeptisch. Obwohl mich der „Lizza“-Teig mit einem recht guten „Pizza“-Konsistenz-„Gefühl“ und seinen Werten (Zutatenliste, KHs und Kalorien) durchaus zu überzeugen wusste, so fand ich ihn geschmacklich eher … langweilig. Da wir, also auf jeden Falls meine Jungs, von so ein „bisschen“ Pizza nicht satt werden, hatte ich die Mahlzeit noch mit einem Blech meiner üblichen Käsebodenpizza ergänzt. Und damit hatte die „Lizza“ keine Chance. Käsebodenpizza, ist und bleibt der Sieger!

War noch was? Ach ja! Ein kleiner Nachtrag zum Unternehmen „Parole Style“. In letzter Zeit habe ich mich u.a. hier und hier ja schon etwas ausführlicher damit befasst. Heute will ich jedoch auf etwas anderes raus.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich für mich (an)erkannt habe, dass ich auch ich mir erlauben darf Mode/schicke und schöne Kleidung zu entdecken und sie zu tragen. Dieses „es steht mir nicht zu/ich bin es nicht wert und deswegen darf ich erst gar nicht daran denken“-Thema zieht sich wie ein roter Faden durch mein bisheriges Leben. Schließlich habe ich in der Vergangenheit, in wahrlich epischer Breite und mit dem gepflegten Gehabe eines Möchtegern-Märtyrers „Ich bin dick = hässlich = abstoßend = nichts wert“ in meinem Kopf fest verankert.

Und genau das war auch eines der Probleme, wie ich glaube nun, für mich erkannt zu haben, die mich dazu getrieben haben, auf meinem bisherigen Abnehmweg viel Geld für absolut unnötige Kleidung auszugeben. Ja, es ist richtig, ich war scharf darauf, endlich etwas von der Stange kaufen zu können, in einer immer größerwerdenen Auswahl zu stöbern und mit mehr (weiblichen) Körper-Konturen auch Leid, die zeltartigen Teile zu tragen, die so lange meine Begleiter waren. Und wahrscheinlich war es auch für meinen Heilungsprozess irgendwie wichtig, mit meinem Körperumfang schrumpfende Kleidung zu tragen.

Doch heute bereut mich das Geld, dass ich für einen Berg von wild durcheinander gewürfelten Einzelstücken ausgegeben habe, die ich lediglich ein, zweimal habe anziehen können, bevor sie mir erneut zu weit geworden sind. Ja, es war viel günstige Kleidung dabei, die ich ohne ein also großes schlechtes Gewissen in die Kleiderkammer habe geben können und auch viele Stücke aus dem Kleiderschätzen lieber Freunde, aber auch ein paar teurere unnötig gekaufte Stücke.

Hätte ich mir nur das Vertrauen entgegengebracht, dass ich es schaffen werde, dass ich einen Bereich komme, in dem ich mir tatsächlich Gedanken über kleinere Kleidung machen muss/kann (schließlich reden wir hier von Luxusproblemen) hätte ich dann schlauer mit dem Thema und meinem Geld umgehen können?

Einerseits kann ich dieses Misstrauen auch nachvollziehen, schließlich habe ich schon so viele Diätanläufe gestartet und nie einen effektiv durchbekommen und ich war vorsichtig, wollte mich auf keinen Fall wieder enttäuschen, wieder als Loser dastehen. Andererseits enttäuscht mich auch irgendwie und ich habe mir Gedanken darüber gemacht woher das wohl kommt – und bin wieder einmal auf das Thema „Fettlogiken“ gekommen.

Diese ganze „Ich-schaffe-das-nicht“-Scheiße ist gewissermaßen eine riesige Fettlogik, zumindest basiert sie grundlegend auf einer solchen, würde ich sagen. Und es ist einfach unglaublich wie sehr Fettlogiken mein Leben bestimmt haben und immer noch bestimmen (wenn ich diese heute auch viel leichter aufspüren kann, aber „old habits die hard“). Ich habe meinen Fettlogik-Weg gepflaster mit Bergen von Textilien durch die Kleidergrößen 64, 60, 58, 56, 54, 52, 50, 48, 46 (jeweils in Übergrößen und Normalgrößen!) bis hin zur heutigen 44! Oh, man wäre mir 2014 klar gewesen, was für mich heute nicht mehr in Frage stelle, min. 1 Woche Luxus-Urlaub wäre mir als Gegenwert gewiss gewesen. Aber wie so oft ging es wohl einfach nicht anders, ich MUSSTE den harten Weg gehen und zu lernen und um zu verstehen.

Boah, harter Tobak! Ich glaube ich gehe erst mal einen Runde ins Training, um mich über meine eigenen Dummheit abzureagieren.