Status quo #20/28 – Wanderlust II

Langsam wird’s langweilig, oder? Außer von meinen Wanderungen zu berichten, scheine ich im Moment nur wenig zu sagen zu haben. Aber man muss es mir nachsehen, denn immer noch bin ich über die Tatsache überhaupt Wandern zu können, egal ob im Großen (für mich gemessen im Großen!), in den Alpen oder im Kleinen, an meiner (im Gegensatz zu den Alpen) eher bescheideneren Bergstraße, so vollkommen erstaunt, dass das im Moment einfach ein Thema für mich ist.

Ich finde es einfach fantastisch, dass ich Berge hinaufkomme und einen 2000-sender Gipfel nach dem anderen klar mache. Tatsächlich habe ich es nicht geglaubt, dass ich je wieder Gefallen (oder gar Spaß und Vergnügen) an Bewegung finden würde. Und so ist es für mich ein persönliches Wunder Freunde am Wandern, Laufen oder Gehen, gefunden zu haben.

Keine Frage, ich bin nicht mehr 25 und brauche schon meine Zeit und reichlich Atem um so einen Gipfel zu erklimmen; obwohl ich auf dem Weg nach oben stets etwas Zeit gut machen kann (ich freue mir immer wieder einen Ast ab, wenn ich die Zeitangaben auf den Wegweisern unterbieten kann). Das Problem ist das nach unten. Hier merke ich dann doch meine Arthose in den Knien aufs Empfindlichste.

Und hier schlägt dann die doch die lange Zeit starkes Übergewicht und das Alter gnadenlos zu. Wenn ich auch glaube, dass ich ohne mein hartes und schweres Training längst nicht so gut den Berg wieder runter kommen würde, wie ich es tue. Aber natürlich, auch beim Hoch beglückwünsche ich mich bei jedem Schritt und jedem Abheben der Füße, über Stock und Stein, zu jeder einzelnen Kniebeuge, Step ups und Einheiten auf dem Crosstrainer ich, die bisher gemacht habe.

Diese Tage, die wir erneut im Tannheimer Tal, in Österreich, verbracht haben, haben mir einmal mehr gezeigt, welchen unglaublichen Benefit ich durch mein Training gewonnen habe und wie sträflich, um nicht zu sagen wie dumm, es wäre, damit aufzuhören (nicht dass ich das vorhätte oder darauf hoffen würde, aber es kann ja durchaus sein, dass es trotzdem eines Tages so weit kommt).

Zu erwähnen wäre an dieser Stelle vielleicht auch meine Trainings-ergänzende Arthrose-Schmerz-Therapie mit Glucosamin, Chondroitin und MSM, sowie mein seit einigen Wochen neu hinzugekommener Versuch mit Cissus Quadrangularis. Von meinem MSM-Kombi-Präparat um den Schmerz aus den Arthose-Gelenken zu ziehen, bin ich heute schon restlos überzeugt. Bleibt nur noch abzuwarten ob der „Knochenheiler“ Cissus den weiteren Knochenabbau reduzieren kann. Denn bliebe der Status quo erhalten und würde ich noch einige Jahre und einige weitere Gipfel für mich einnehmen können, wäre ich sehr zufrieden.

In diesem Sinne heißt es nun also weiter hart trainieren und weiter im Kleinen, sprich den heimatlichen Wäldern und Hügeln, in Bewegung bleiben, um nächstes Jahr erneut auf Wanderschaft gehen zu können und die nächsten Höhenmeter zu reißen.

Übrigens: Für diese Wanderwoche habe ich mir Kalorien/Diät-frei genommen. Wobei ich denke, dass ich gar nicht so viel mehr, dafür aber natürlich viel mehr Hochkalorischeres gegessen habe: lecker Käse, Nüsse, Nuss-Pfannkuchen und Almbutter gebutterte Wasacrisp-Scheiben (ein paar mehr Kohlenhydraten waren da natürlich auch dabei) – mh….

Aber wie so oft kann das mit der Menge natürlich auch mal wieder total täuschen. Ich rechne damit und bin gewappnet, wenn die Waage nächste Woche unerfreuliches zeigt. Zudem hatte ich eh geplant die kommenden 6-10 Wochen, je nachdem wie es läuft, in eine neue Diät einzusteigen. Etwas dazu herumexperimentiert, was Meal-, Mealtimeprepping und Einstiegs-Kalorienanzahl betrifft, habe ich bereits und fühle mich damit eigentlich ganz gut vorbereitet.

Allerdings gebe ich zu, dass ich nach dem letzten unrühmlichen Versuch (Stichwort: Fastenwochen) noch nicht sicher bin, ob ich diese Diät-Wochen erneut so genau auf dem Blog kommentieren möchte. Es wäre gegen alles für was ich stehe und doch scheue ich mich diesmal ein bisschen. Im Privaten still vor sich hin zu scheitern ist schon schlimm, aber das Öffentlich zu tun, erscheint mir im Moment noch schlimmer.

Denn ich bin mir auch nicht sicher, ob er mir diesmal hilft, der öffentliche Druck. Denn, und eigentlich ist es keine Erklärung, sondern auch nur eine Ausrede, es ist halt auch die letzte Zeit nicht besonders gut gelaufen. Mal sehen.

PS: Ach ja, versprochen, ein weiteres „Full day of eating“ gibt es dann auf jeden Fall.