Status quo #9/17 – #krasser Cheatday!

Ja gut, diese Überschrift könnte möglicherweise ein klitzeklein wenig übertrieben sein, aber ich wollte sie schon immer mal anbringen und heute war die Gelegenheit – und die soll man schließlich nutzen.

Zudem haben wir gerade mal 18 Uhr, wer weiß was heute noch so alles „cheated“ wird. Aber für den Moment ist mir – zum Glück? – erst mal leicht übel.

Der Morgen lief eigentlich gut. Ausgeschlafen, Morgenroutine (gut, meine 85 habe ich auch heute nicht gesehen, aber dafür blieb mir für heute noch mal eine lockere 86, wer weiß wie das morgen aussehen wird?), schwarzer Tee, Wasser, meine morgendlichen Supps und 3 Stunden konzentriertes Arbeiten am PC – ich könnte nicht zufriedener mit mir sein.

Gegen Mittag hatte ich mich dann in die Küche aufgemacht um Kaffee für meinen Butterkaffee zu kochen, mein Frühstück, und schnell einen Protein-Haferflocken-Käse-Frühstückskuchen für den Nachmittag, mein Mittagessen, zu backen.

Kaum war der Kuchen im Ofen und der Kaffee gekocht, kam mir in den Sinn, dass so ein paar Schoko-Cookies doch jetzt gerade ganz nett wären – wo auch der Ofen gerade heiß ist und die Backzutaten auf dem Tisch und überhaupt.

An an einem anderen Tag, wäre es mir vielleicht gelungen, diesen Gedanken mit einem schlichten aber nachhaltigen „Nein“ im Keim zu ersticken. Ich hatte dazu einmal einen Übungsvorschlag, in dem sehr interessanten Buch „Das Ende des großen Fressens“ von David Kessler gelesen und probiere mich damit seit einiger Weile aus; mal weniger, mal mehr erfolgreich.

Das Ende des großen Fressens: · Wie die Nahrungsmittelindustrie Sie zu übermäßigem Essen verleitet - · Was Sie dagegen tun können

Doch heute war das donnernde „Ja, ich will“ nicht kleinzubekommen. Also habe ich meine Schoko-Cookies Rezepte vorgekramt, etwas „schlanker“ optimiert, bzw. überarbeitet (das neue Rezept findet sich ab sofort in der „Cookies Low Carb (Rezeptesammlung)“ und los gings – mit dem Cheaten. 5 Cookies habe ich mir bisher genehmigt und – natürlich – die Größten dafür rausgesucht.

Dann bin ich erst Mal los zum Einkaufen, raus aus dem Haus, ein paar Schritte tun und – rein in den Edeka. Mit all seinen verdammten Versuchungen – die bei mir heute, interessanterweise, zumeist in der Käsetheke oder im Milchprodukte-Kühlbereich liegen, wobei auch die Snack-Abteilung, mit ihren Nüssen für mich brandgefährlich ist; wo ich heute fast, aber auch nur fast, einer Tüte Popcorn erlegen wäre, um die ich – zugegebenermaßen – schon seit einer ganze Weile herumschleiche.

Tyrrells Poshcorn Sweet & Salty Popcorn 80g

Also raus aus dem Edeka und rein in den dm; was grundsätzlich nicht besser ist, weil auch die einiges zu bieten haben, was mich heutzutage zu verlocken weiß. Tatsächlich habe ich dort dann einer Tüte zuckerfreier „Beauty Sweeties Fruchtgummi Häschen“ nachgegeben. Auch die hatte ich nicht zum ersten Mal in der Hand. Und sicherheitshalber gleich eine Packung Süßholztee in den Einkaufskorb nachgeworfen. Süßholz soll ja zur „Reduzierung der Riskofaktoren abdominaler Fettverteilung“ beitragen, vielleicht hilft es auch bei der Appetitregelung? Schön wärs? Aber okay, wenn’s schön macht – und hoffentlich auch schmeckt, immer rin mit.

5 (!) zuckerfreie (verdammt süße, also nicht „süße“, wie in „süße Tierbabys“, sondern „süße, wie in viel zu süße“) „Beauty Sweeties“ später und ein geräumiges Stück Frühstückskuchen, war ich erst einmal bedient. Nun immerhin war da Coenzym Q 10 und Biotin drin, kann ich alles gut gebrauchen.

Ach ja und 3 kleine Probestückchen vom Käse, den wir gekauft haben, hatte ich auch noch zwischendrin. Ich kann ja meinen Männer nicht irgendwas vorsetzten, oder? Das muss doch getestet werden!

Gleich geht es erneut in die Küche, denn nachher soll es Blattspinatquiche und Skrei, Winterkabeljau, geben. Und vielleicht noch ein oder zwei Cookies?

To be continued ….

Edit (am nächsten Morgen): Also, die Gummibärchen hat dann gestern mein Sohn, recht angetan davon, weggefuttert und am Abend waren es dann noch 3 Cookies. Heute morgen war die Waage nach wie vor friedlich gestimmt und vorerst bei der geräumigen 86 stehen geblieben. Und der Tee, boah, ist der „süß“ (und dass nicht nur wie in „viel zu süß“, sondern in „verdammt, fast schon widerlich süß“), ein Teebeutel pro Tasse geht schon mal gar nicht. Ich werde es als nächstes mit einem Teebeutel pro Kanne versuchen und das ganze zusätzlich mit einem ergänzenden Minze Teebeutel strecken. Aber, wenn’s einem mal so richtig nach was Süßem gelüstet und man total den Hieper hat, könnte der Tee durchaus als Dämpfer für den Süßhunger herhalten. Auch das werde ich, sobald dieser „Notfall“ eintritt, austesten.