[Status quo] März 2015, (fast) 9 Monate nach OP

Medizinisch

Zunächst einmal das wichtigste, ich komme – wieder einmal – gerade aus dem Krankenhaus. Diesmal musste meine Gebärmutter dran glauben, die mir doch einiges an Problemen beschert hat und ich ihr deswegen auch nicht nachtrauere. Mehr dazu in einem kleinen Hysterektomie-Tagebuch.

Dann habe ich endlich meine Blutergebnisse aus dem Dezember 2014 in die Hand bekommen. Wahnsinn! Alles super. Bis auf die Eisenwerte, die zu niedrig sind und die im Moment natürlich von meinen Problemen mit der Gebärmutter kommen und das Homocystein (ein Zwischenprodukt im Stoffwechsel), was zu hoch ist. Allerdings habe ich zu dem Zeitpunkt noch Omeprazol genommen, dem man Einfluss auf den Wert nachsagt und ich habe vor der Blutabnahme was gegessen, was ebenfalls den empfindlichen Wert stören kann. Ergo, da mache ich mir für den Moment nicht allzu viele Sorgen drum. Zur Sicherheit werde ich jedoch meine Vitamin B6 Substitution erhöhen, die im Moment eh ein gutes Stück unter der Empfehlung des Krankenhaus Sachsenhausen liegt.

Essenstechnisch

Nachdem ich die letzten Wochen ordentlich geschlemmt habe; schuld ist dieses Wahnsinns Koch- und Backbuch!; war diese Woche nur wenig Raum dazu. Aber Krankenhauskost (und die haben sich wirklich ganz süß um mich und eine kohlenhydratarme Ernährung bemüht), sowie die kleinen Nachwehen einer OP, fördern nun mal nicht gerade den Appetit. Ich denke, dass ich damit meinem Stoffwechsel mal wieder so richtig was „verpasst“ und der hoffentlich nun mit neuem Spaß ans verbrennen geht.

Aber so steht natürlich auch, trotz aller Bemühungen, meine Verdauung Kopf und reagiert wie üblich mit Dauerdurchfall. Erfahrungsgemäß wird sich das jedoch in den nächsten 14 Tagen wieder fangen, weswegen ich mir keine Sorgen mache.

Ansonsten lief die letzte Zeit eigentlich alles recht gut. Solange ich auf die Kohlenhydrate aufpasse und keine Dummheiten mache, wie etwa, als ich aus Faulheit keine zwei verschiedenen Gerichte zubereitet, sondern von den Kartoffel-Pommes meines Sohnes esse (und magen- und darmtechnisch heftig dafür bestraft werde), läuft es in dieser Hinsicht alles recht gut.

Sportlich

Dass nun eine fürs Laufen eine 4-, bzw. für Kraftübungen 12-wöchige Zwangspause vor mir liegt, finde ich nicht gerade prickelnd. Es lief so gut im Moment und nun muss ich wieder von vorne anfangen. So ein Mist!

Das Beste worauf ich im Moment hoffen kann ist, dass mir der Wiedereinstieg nach der Pause keine Probleme bereitet. Um mich zu motivieren habe ich schon einmal meinem Mann gedroht, dass ich als nächstes beim Laufen abzuhängen gedenke und er sich schon mal auf seine Niederlage vorbereiten soll (worauf er frech gelacht hat, der Stinker! Aber wer zuletzt lacht …. ).

Status quo

Der (kleine) Stillstand auf der Waage im Februar 2015 hat mich fürchterlich genervt, damit kann ich einfach nicht umgehen. Überhaupt fand ich, dass die 120, zumindest gefühlt, sehr schwer zu überwinden waren. Was war ich erleichtert am Montag vor der OP endlich die 119 auf der Waage blinken zu sehen!

Wenn ich die nächsten Wochen, in denen ich noch durch die OP in der Bewegung eingeschränkt bin, einigermaßen gut hinter mich bringen kann und nicht vor lauter Langeweile zum Frust-Futtern übergehe, bin ich wirklich dankbar.

Obwohl die Wundheilung bisher wirklich toll verlief, Sorgen kann ich mir in diesem Punkt nicht vollkommen verkneifen. Ich habe echt Angst davor es könnte sich etwas entzünden.

Aber ansonsten bin ich im Moment einfach nur glücklich, dass die Hysterektomie so optimal verlaufen ist und es mir gut geht.

Aktueller Wiegetag: 09. März 2015 = 119,1 kg (Start: 192,6 kg /Jan 2014)