Waffeln Low Carb (Rezeptesammlung)

Früher empfand ich Waffeln backen als ziemlich aufwendig; da ich nun jedoch praktisch alles selber mache, erscheint mir die Arbeit ein paar Waffeln zu backen nicht mehr so arbeitsintensiv und tatsächlich geht es mir mittlerweile schnell von der Hand ein wenig Teig zu rühren und im Waffeleisen auszubacken. Nachdem ich nun die Waffelformen aus Silikon für mich entdeckt habe und meine Waffeln im Backofen backe esse ich, nochmal um einiges lieber dieses köstliche Gebäck.

Waffelformen Silikon - 4er Set Kitchen Artist MEN251 Silikonformen / Waffelformen

Low Carb, ja sogar Paleo, Rezepte für Waffeln sind im Netz viele zu finden. Schaut man genau hin, reduziert sich die Auswahl jedoch auf nur wenige, die tatsächlich mit unterschiedliche Zutaten aufwarten können. Sehr oft sind es einfach Variationen ein und der selben Zutaten, die sich nur in den Mengenangaben unterscheiden. Aber natürlich lohnt es auch hier verschiedene Mengenangaben auszuprobieren um so den für sich persönlich optimalen Waffelteig zu finden.

Für die Zubereitung gilt immer, einfach alle Zutaten zu einem glatten Teig verrühren; wird dieser zu dick, ggf. mit etwas (Mandel-)Milch gefügiger machen. Nach Wunsch kann man natürlich auch immer das Eiweiß getrennt aufschlagen und am Ende unter den Teig heben. Eine Ausnahme stellt nur die Variante mit Cashewnüssen dar, da diese zunächst in der Küchenmaschine grob gehackt werden müssen und dann, zusammen mit den anderen Zutaten, in einem Mixer zu einem glatten Teig verarbeiten werden. Wer natürlich einen entsprechend Leistungsfähigen Mixer hat, bei dem entfällt das vorangehende Hacken der Cashewnüsse.

Waffeln lassen sich natürlich auch pur essen oder einfach mit Erythrit-Puderzucker bestäubt. Aber auch zu einem Topping aus Schlagsahne, einer Quark oder Joghurt Creme, sowie einer Handvoll Früchten sage ich nicht nein. Als gute Alternative haben sich für mich auch die kalorienfreien Sirups, zb. von MyProtein oder Nutriful, herausgestellt.


Mandel-Frischkäse-Mix

Bild folgt…

4 Eier
200 g Frischkäse
50 g Protein (zb. Vanillegeschmack)
50 g gem. Mandeln
50 g Erythrit + Flavour (nach Gusto)
1/2 teel. Backpulver, 1/2 teel. Xanthan
Vanille, Salz
50 g weiche Butter
nach Gusto noch 50 g Früchte, zb. Heidelbeeren, in den Waffelteig geben.

Bewertung meiner Testesser: Dieser Waffelteig ist unser aktueller Favorit, saftig, locker und lecker. 4,5 von 5 Punkte.


Eiweiß-Mehl-Mix (Konzelmann.de) – Waffeln

 Waffeln low carb

Ich habe mich für die Zubereitung nach einem Rezeptvorschlag gerichtet, den ich auf der Webseite von Konzelmann.de gefunden habe. Da ich ein recht großes Waffeleisen habe, habe ich gleich das doppelte Retzept gemacht und 7 große Waffeln herausbekommen:

200g Konzelmann Eiweiß-Mehl Mix
4 Eier
500 ml Milch
50 g Xucker light (Erythrit)
2 Eßl. Öl (Kokosöl)

Die Waffeln sind wunderbar fluffig geworden und haben eine Konsistenz und ein Mundgefühl, was mich sehr an Weißmehlwaffeln erinnert hat. Der Teig ist jedoch sehr eingedickt und war nicht ganz zu optimal auf der Waffeleisen zu bekommen.

Zudem schmeckt man, nach meinem Empfinden (mein Mann etwa hat es nicht so stark empfunden), den Kichererbsenmehl-Anteil des Eiweiß-Mehl Mixs doch sehr durch. Dieser war nur mit viel Süße, in unserem Fall Ahornsirup, bzw. zuckerfreiem „Butter Scotch-Sirup“ von MyProtein und einem Schlag Sahne obendrauf zu „bändigen“ gewesen. Dann jedoch konnten man die Waffeln durchaus Genussvoll verspeisen. Trotzdem mehr als 2 Punkte im Durchschnitt konnte die Waffel nicht gewinnen.

Bewertung meiner Testesser: 2,0 Punkte von 5


Quark/Protein-Waffeln

LC Waffeln protein

Eines der Grundrezepte, die es in vielen Variationen der Mengenangaben im Netz zu finden gibt, ist eine Quark/Protein-Waffel. Ich habe folgende Zutaten-Zusammenstellung ausprobiert:

4 Eier
50 g Butter
120 g Sahnequark
30 g Protein (Vanille; es geht aber auch jede andere Geschmacksrichtung, je nach Gusto)
optional 2 teel Xucker light (mir reichte jedoch das Vanille-Proteinpulver als Süße)

Der Teig war recht flüssig war, war ich recht vorsichtig mit der Teigmenge, die ich ins Waffeleisen gegeben habe. Das Ergebnis waren eher 3/4, etwas angefressene aussehende, Waffeln. Geschmacklich tat das jedoch keinen Abbruch, den die Waffeln waren prima vanillig, wenn auch ein wenig kompakter als die oben erwähnte Eiweiß-Mehl-Mix-Variante. Im Mund fühlt sich die Waffel ein wenig „quietschig“ an, was wohl dem Quark-Anteil zuschulden war. Ein bisschen Sahne dazu war lecker, die Süße des Sirups brauchte man jedoch nicht. Wunderbar köstlich auch kalt zu essen.

Bewertung meiner Testesser: 3,5 Punkte von 5


Mandelmehl/Creme fraiche-Mix

Waffeln low carb creme fraiche

Auch dieses Rezept habe ich mehrfach, jeweils mit verschiedenen Mengenangaben und kleinen Variationen gefunden. Ich habe mich für folgendes Rezept entschieden:

4 Eier
8 Eßl. Xucker light (Erytrith) oder Vanille Flavour (z.b. „Royal Flavour“, Menge siehe Herstellerangaben)
200 g Creme fraiche + 100g Quark
Vanille
60 g blanchiertes Mandelmehl
2 Eßl. Flohsamenschalen
2 teel Backpulver
1 Eßl. Chiasamen (auch wunderbar, statt Chia, 2 Eßl. Blaumohn)
optional: geriebene Zitronenschale

Dieser Teig braucht etwas Zeit damit er eindickt, diese sollte man ihm auch gewähren, da er dann besser zu Handhaben ist. Leider zerreißen die Waffeln sehr leicht, wenn man sie aus dem Waffeleisen nimmt. Die fertige Waffel ist fluffig und locker und der Blaumohn gibt einen besonderen geschmacklichen Kick und passt sehr gut. Ich hatte zuerst nur 4 Eßl. Erythrit genommen, sodass uns die Süße fehlte, aber mit einem Hauch Sirup und etwas Sahne war diese Hürde schnell genommen. Obwohl geschmacklich noch etwas besser und mit einem noch Waffel-artigeren Mundgefühl als die Quark-Protein-Variante, konnten wir wegen des schlechten Verarbeitbarkeit des Teiges ebenfalls nur 3,5 Punkte vergeben.

Bewertung meiner Testesser: 3,5 von 5 Punkten


Cashewnuss-Teig
(nach einer Anregung aus dem Kochbuch: „Paleo-Küche für Genießer“ von Danielle Walker)

Bild folgt…

Das man mit Cashewkernen toll backen kann, davon konnte mich Danielle Walker bereits mit ihrem Sandwichbrotrezept überzeugen. Auch für ein Rezept, für einen absolut köstlichen Gugelhupf, von Kelly Brozyna werden Cashewnüsse (z.b. für diesen Limetten-Kuchen) genutzt.

Das folgende Grundrezept ist aus dem Kochbuch „Paleo-Küche für Genießer“ von Danielle Walker. Ich ersetze jedoch den im Paleo verwendeten Honig durch Erythrit, die Kokosmilch durch Kuhmilch und das Kokosöl durch Weide-Butter.

3 Eier
½ Tasse Milch (oder Kokosmilch)
3 Eßl. Butter (oder Kokosöl)
Vanille
50 g Xucker light (Erythrit) (oder 3 Eßl. Honig)
1 Tasse rohe Cashewnüsse oder Macadamianüsse
3 Eßl. Kokosmehl
1 teel. Backnatron
1 Prise Salz

Bewertung meiner Testesser: köstlich, fast wie das Original, eine sehr gute, wenn auch etwas carb/kalorien-lastigere Variante als die anderen Rezepte. 4 von 5 Punkte.


Mandelmuss-Teig

Waffeln Mandelmuss

6 Eier
250 g Mandelmuss (oder Cashewmuss)
80 g Erythrit (oder andere Süße; für herzhafte Variante Süße weglassen)
1 teel. Backpulver, etwas Salz
Gewürze nach Gusto: zb. Vanille und/oder Zimt

Das Rezept reicht, je nach Größe des Waffeleisens, für 10 bis 8 Waffeln, also locker für 4 Personen. Aber natürlich kann man die Menge auch einfach runter rechnen, wenn man kleinere Mengen benötigt.

Bewertung meiner Testesser: sehr lecker, vor allem in der Konsistenz, fast wie das Original. Die Cashew-Variante war jedoch noch einen ticken neutraler im Geschmack und imitierte das Original noch besser. Ich persönlich bin dem zarten Mandelgeschmack zwar nicht abgeneigt, werde aber trotzdem das nächste Mal für das Rezept Cashewmuss probieren. 4 von 5 Punkte.