WoLog 41. KW (2016)

Montag, 10. Oktober 2016

Heute war ein furchtbarer Tag, ich habe mich müde und schlapp gefühlt und war nicht im Stande mit vernünftigen Argumenten gegen meinen Appetit anzugehen. Okay, das Wetter ist nicht gerade dazu angetan fröhlich durch die Gegend zu springen und mein Blutdruck lag mal wieder unter 100/70, bei (für mich persönlich) relativ niedrigem Puls. Und den neuen und noch ungewohnten Trainingsplan von gestern merke ich auch etwas, sodass ich heute irgendwie unter der Grasnarbe gerobbt bin.

Aber schließlich komme ich seit Tagen nicht aus dem Quark. Dabei war ich heute trotzdem sehr aktiv und habe einen Berg an im Haushalt angefallenen Arbeiten weggeschafft. Und meinem Magen und Darm geht es auch schon wieder etwas besser. Das ist es also nicht. Und wenn ich gestern nicht im Training gewesen wäre und genau weiß, dass ich heute und morgen eine Pause brauche, hätte ich auch gerne Probleme meine Sporttasche zu packen und loszuziehen.

Hängt meine Antriebslosigkeit evtl. mit meiner Unschlüssigkeit zu entscheiden, ob ich aktuell ein Kaloriendefizit beibehalten und meinen Plan durchziehen soll oder mich zunächst noch an „Entspannung“ zu versuchen, bis ich das Gefühl habe nun wieder voll hinter der Diät zu stehen und engagiert weiter machen zu können?

Ich sehe es durchaus als Charakterstärkung, die Herausforderung, die ich ausgesprochen habe, nun auch durchzuziehen. Allerdings kenne ich mich zu gut, wenn ich nicht mit allem Engagement dahinter stehe und heute verspüre ich einfach keinen Anreiz, dann geht entweder gar nichts mehr oder es wird nur schlimmer. Mit „Auf Biegen und Brechen“ bin ich bei mir noch nie durchgekommen.

Doch bin ich bereit dazu mit die Zeit zu geben? Habe ich den Mut mir zu vertrauen, dass ich nach einer „Pause“ weiterzumachen werde? Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einmal ein Experiment ganz anderer Art wagen und einfach mal ausprobieren diese Woche völlig „planlos“ zu sein, mir schlicht eine Auszeit von meinen Bedenken und Ängsten geben und einfach mal abzuwarten wie es sich entwickelt? Oh je, da weiß ich kaum was mich mehr stressen wird, eine „Charakterstärkung“ oder ein „Abwarten“?

Dienstag, 11. Oktober 2016

Meine erste Gewürz-Bestellung von Just Spice.de ist da!

just-spice-a just-spice-b

Aber man, was war das schwer mich für eine Auswahl zu entscheiden! Am liebsten hätte ich gnadenlos zugeschlagen und mich voll und ganz dem Gewürz-Shopping-Wahn ergeben. Aber okay, so kann es wenigstens ein weiteres Mal geben, ohne das mir mein Mann die Rot-Karte zeigt. Aber he, da habe ich doch tatsächlich das Spiegelei-Gewürz vergessen, das ich doch so unbedingt ausprobieren wollte …. na, wenn das kein Grund für eine 2. Runde ist?

Bisher habe ich das „Oatmeal Spice“ in den Pfannkuchen von gestern Abend getestet, köstlich!, und mein Sohn hat mit dem „Turboscharfen Gewürz“ seine (Notfall, weil Hunger und nichts anderes da)-Pommes dekoriert. Sein Urteil: Scharf! (und das will echt was heißen!). Über die Gemüsepfanne gab es heute die „Schawarma“, wunderbar orientalisch, genauso wie ich es am Liebsten mag.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Ich habe heute den 2. Teil (Push) von meinem neuen Trainingsplan ausprobiert; und der hat mich ganz schön geschafft. Ich musste glatt, nachdem ich zu Hause war erst einmal ein kleines Nickerchen halten. Da ich jedoch heute nach dem Training eine gute Mahlzeit genossen und auch am Abend nicht gespart habe, hoffe ich, dass ich gut regenerieren kann. Aber ich weiß jetzt schon, dass mein Bettchen früh rufen wird und ich den Schlaf auch eindeutig brauchen kann.

Zudem habe ich heute Angefangen mit den Springseil zu üben, das ich mir vor kurzem neu gekauft habe.

Springseil Speed - Perfekt Für Crossfit, Double Unders, MMA, Training, Fitness Workout, Freeletics, Rope Skipping, Box (Schwarz)

Ich bin zu letzte in meiner Jugend „Seil gehüpft“; denn mehr konnte man es wirklich nicht nennen. Richtig gut war ich nie und Ausdauer hatte ich eh wenig. Heute habe ich mit der Ausdauer keine Probleme mehr und das richtige „Springen“ auf den Ballen klappt ganz gut. Ich komme zwar ordentlich ins Schwitzen, bin aber grundsätzlich von meiner Spring-Leistung wirklich beeindruckt. Was allerdings meine Fuß/Hand/Seil-Koordination betrifft ….. – oh weia! Ich habe keine Ahnung, wie ich es schaffe, dass mir Ohren im Weg sind, ich mir Seil um Kopf, Füße und sonst was wickle und immer wieder auf dem Seil stehe, ungewollt versteht sich. Puh, da steht mir noch einiges an Übung bevor ich das hier kann.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Weil mein Mann die Arbeitsschuhe (die per se zwar wohl ganz gut sind, aber man eben doch in Verarbeitung und Material deutlich ihren günstigen Preis merkt), die er von seiner Firma gestellt bekommt, eindeutig satt hat, sind wir heute zu Engelbert und Strauss (Berufsbekleidung, Arbeitsschuhe, Betriebsbedarf) nach Hockenheim gefahren, damit er sich dort welche aussuchen kann, die ihm in jeder Hinsicht zusagen.

Da uns Engelbert und Strauss-Produkte nicht nur in der Arbeitswelt begegnet sind, sondern auch am Berg, beim Wandern und überhaupt als Outdoorbekleidung habe wir natürlich die Gelegenheit ergriffen, auch einmal durch Jacken, Hosen und Shirts zu schauen. Da sich Engelbert und Strauss wirklich sehr viel Mühe geben, ihre Arbeitskleidung in einer schicken Variante anzubieten, werde ich mir definitiv dort meine nächste Softshelljacke kaufen. Da ich aber ja bekanntlich noch abnehmen will und auch mein Mann noch 1-2 Größen schrumpfen will, konnten, bzw. wollten wir noch nicht zuschlagen. Trotzdem bin ich in die Damen-Shirts abgetaucht. Hier brauchte ich zwar XL, wo ich anderen Orts nur noch L brauchen, trotzdem ist es immer wieder eine blanke Freude, dass ich überhaupt in eine „Damen“-Abteilung abtauchen kann!

Jetzt bin ich so ziemlich durch was grundsätzliche Basic-Bekleidung für den Winter betrifft, nur (Sport-)Unterhemden, weil mir immer so kalt ist, stehen nun noch auf dem Programm.

Heute ist dann auch noch mein Exemplar von Jimmy Moores „Ketogene Ernährung“ bei mir gelandet und ich freue mich riesig darauf es studieren zu können. Auf Jimmy Moore bin ich schon relativ früh bei meinen keto-interessierten Spaziergängen durchs Internet gestoßen. Er hat auch eine spannende Homepage und noch spannendere Podcast-Kanäle. Leider habe ich große Schwierigkeiten ihn (und generell fremdsprachige Fachwörter im Zusammenhang mit Ernährung, Biologie und Medizin) zu verstehen. Deswegen bin ich so froh darüber, dass sich der deutschsprachige Riva Verlag Jimmy Moores Buch „Ketogene Ernährung“, was er im Zusammenarbeit mit Dr. Eric Westman geschrieben hat, angenommen hat.

Ketogene Ernährung für Einsteiger: Vorteile und Umsetzung von Low-Carb/High-Fat verständlich erklärt

Ich werde das Buch auf jeden Fall in einem gesonderten Buchtipp noch genauer vorstellen.

Freitag, 14. Oktober 2016

Heute war der Pull-Teil meines neuen Trainingsplanes dran. Hat auch ganz gut funktioniert, aber so richtig gut fühlt sich das alles noch nicht an. Ich weiß nicht, aber ich glaube, ich mochte den Unterkörper/Unterkörper/Oberkörper-Plan lieber. Hach, das ist alles irgendwie doof.

Samstag, 15. Oktober 2016

Nachdem ich mir selber am letzten Wochenende ein Plädoyer für mehr Entspannung vorgehalten habe, lief es die Woche über Kaloriendefizit-technisch einwandfrei. Echt jetzt, wenn ich mich nicht immerzu so anstellen würde, dann könnte ich doch so was immer haben, oder? Aber so ganz richtig läuft meine Verdauung aber immer noch nicht, trotz fettreicher Umsicht, fühle mich nach wie vor aufgeblasen wie ein Ballon, aber mit der Beton-gefüllten Variante. Vielleicht ist es mir deswegen so leicht gefallen heute morgen eine spontane (Bitter-)Schokoladen-Verkostung zu unternehmen?

schoko-verkostung

Von links nach rechts ging es aufwärts mit dem Schokoladen- und runter mit dem KHs-Anteil (bis 8 g/100g KHs bei der 99%), wobei in diesem Rennen natürlich die 1.Tafel, die Vollmilch-Xuckoloade, außer Konkurrenz mitgelaufen ist und die Edelbitter von Rittersport außen vorblieb. Ein Stück von der letztere ist zwar mal ganz gut und im Preis vorteilhaft günstig gegen den Jiepper zwischendrin, spielt aber unserer Meinung nach geschmacklich nicht in dieser Klasse mit. Ist einem der KHs-Anteil egal, bei Xylit rechne ich diesen immer voll an, weil man einfach nur eine alternativen Süße nutzen möchte, dann ist natürlich die Vollmilch-Xuckolade an 1. Stelle zu nennen und eine echte Empfehlung. Möchte man Edelbitter-Schokolade, bzw. spielt der KH-Anteil eine Rolle, dann lautet unser einstimmiges Familien-Empfehlung: „Lindt Mild 85%“. Das selbe Ergebnis, zudem ich bereits bei meinem Bitterschokoladen-Test gekommen bin. Wobei auch die Edelbitter Xuckolade allgemein für gut befunden wurde und nur ich die Viviani 92% mit favorisiere. Die 99 % Lindt, ist zwar in ihren KHs-Anteil der Wahnsinn, doch wirklich genießen konnte das Teststück keiner von uns. Staubtrocken, gerade so als ob man geschmacklosen Backkakao in Wasser mischt und trinkt. Ich denke hier muss man wirklich ein Fan sein, damit man an dieser Schokolade sein Vergnügen hat.

Bereits mit einer Bridget Jones inspirierten „Schokolade zum Frühstück“-Diät angefangen, habe wir spontan den Tag zum Mini-Cheatday erklärt; Mini deswegen, weil so wirklich schlimm über die Stränge schlagen wir eigentlich nie, schließlich hat keiner von uns Lust sich seine Mühsam erarbeitete Diät zu gefährden. Unsere Version eines Cheatdays: einer dieser göttlichen Cream Cheese Muffins (siehe Muffins, Low Carb-Rezeptsammlung), gemäß dem Wunsch meines Sohnes als Double Choc-Version. Läcka!

cream-cheese-double-choc-muffins

Naja, und damit dass nicht allzu desaströs wirkt, haben wir uns dann noch auf die Räder geschwungen und sind kurz mal quer durch die Stadt geradelt. Ich finde ja, dass, wenn man so richtig zum Shoppen gehen will, es angenehmer ist mit der Bahn zu fahren und zu Fuß durch die Passagen zu streifen, da nervt das viele Fahrrad auf und abschließen einfach nur. Doch wenn wir gezielt zu 1,2 oder auch 3 Punkten fahren und/oder zu zweit unterwegs sind, so kann immer einer draußen warten kann bis der andere seine Erledigungen getätigt hat, dann ist das mit dem Fahrrad natürlich genial. Heute wollten wir nur kurz zum Bauhaus, Socken kaufen und Kaffee bei Tchibo holen.

Dann jedoch sind wir erst einmal bei Upperglas-Craftbeer hängengeblieben und unseren Nachwuchs mit einer spontanen schottischen und irischen Bier-Auswahl überrascht. Toll fand ich auch, dass hier das Beef Jerky von Kau Kuh zu haben ist.

beer-kau-kuh

Als nächstes sind wir dann über eine Kaffeerösterei „gefallen“.

cafe

Wahnsinn der Laden, da kann man kaum entscheiden wo man anfangen soll. Eigentlich hätte mich auch die Mannheimer Mischungen, bzw. die Haussorte interessiert, doch dann ist unser Wahl auf unseren Favorit Lateinamerika gefallen. Guatemala, Kuba und Mexiko; wobei der Kuba, den wir zu Hause gleich getestet haben, einen wirklich fantastisch süffigen und aromatisch-milden Kaffee ergibt, mhhhh!

Das dumme an Socken ist, dass man dann erst sagen kann, ob sie einem auch wirklich gut sitzen, wenn man sie am Fuß hatte. Und da ich mich, der Einzelhandel wird es mir danken, viel zu selten zum Umtauschen von Kleinartikeln aufraffe, habe ich eine nette Auswahl schlecht sitzender „invisible“ Sneakers-Socken.

Im Sommer bin ich über Snipes gestolpert, eigentlich weil ein tolles Paar rote Sneakers meine Aufmerksamkeit angezogen haben, die dann aber bei näherer Betrachtung optisch eindeutig verloren haben. Dort bin ich auf diese wirklich genialen und perfekt sitzenden „unsichtbaren“ Sneakers-Socken gestoßen. Und während andere, trotz innenliegender Gummierung, in den Schuhen die Fersen runter rutschen, halten die von Snipes bei absolut jeder Fuß-lage.

Damals waren nur noch Graue vorrätig, heute gab es dann auch Schwarze und Weiße. Im Winter wird es damit auf dem Fahrrad, zwischen Sockenbund, bzw. Schuhrand und Hosenbein vielleicht etwas frisch, aber endlich mal schnüren mir die Socken nicht meine Ödeme um den Knöchel rum ab. Und gerade zu Gym-Hosen sieht es, finde ich einfach viel besser aus, wenn die Socken „unsichtbar“ in den Schuhe verschwinden.

socken

Den gesuchten Stecker haben wir übrigens im Bauhaus auch bekommen, nur Tchibo ging heute leer aus. Aktuell hat unser geliebter „Barista Crema“ über 7 € gekostet. Da wir aber ja im Moment anderweitig eingedeckt sind, kann ich vielleicht die nächste Werbe-Aktion abwarten.

Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass heute nicht nur ein Kalorien-technisch wirklich sympathischer Tag war, sondern auch ein Entdecker-erfolgreicher. Und …. das Wetter hat auch gehalten.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Weil heute das Wetter sich noch einmal von seiner besten Seite zeigen sollte, bevor es in einen feucht-ungemütlichen Herbst übergeht (ich hoffe, dass sich das so nicht bewahrheitet), sind wir zum Geocachen an die Bergstraße losgezogen. Wir waren nicht so erfolgreich wie erhofft, weil uns matschige Ecken und ein erhöhtes Muggle-aufkommen (also Nicht-Geocacher) zu verzeichnen war und wir versuchen nie zu offensichtlich einen Cache zu heben. Aber eine Kanonenkugel, die uns den Weg zu einem Schatz gewiesen hat, haben wir gefunden.

Außerdem bin ich heute zum 1.Mal den Anstieg auf meinen (aktuellen) Lieblingsrundweg um den Hemsbacher Kreuzweg an einem Stück hochgezogen. Das habe ich zwar beim letzten Mal im Frühjahr auch schon geschafft, aber nicht in diesem dynamischen Nordic Walking-Tempo. Okay, ich habe schon etwas geschnauft, war aber vom Puls her dann auch schnell wieder unten. Und ich war stolz wie Oscar! Ich finde es so unglaublich cool was ich heute Leistungsmäßig so alles schaffe.

Wären wir also durch den Wald gestreift sind, hatte ich Muse mir mal ein paar Gedanken zu machen, wohin den die Reise für mich gehen soll, also von wegen Diät und so.

Mir hat es schon etwas zu Denken gegeben, das ich mich die letzte Woche so ausgelutscht gefühlt habe. Und ich kann mich des Gedankens nicht erwehren, dass mir die Diätwochen (und Erfahrungen) meines Fettlogik-Experimentes immer noch „in den Knochen stecken“. Mir hat das Experiment unheimlich viel gebracht, aber ich bin eben auch immer noch dabei meine Erfahrungen zu verarbeiten.

Ich habe diese Woche nichts forciert, sondern gegessen wie es gerade kam. Dabei lag ich mit den Kalorien richtig gut. Aber mir hat auch dieses Wochenende richtig gut getan, an dem ich mir ganz bewusst etwas außer der Reihe „gegönnt“ habe. Deswegen habe ich mir überlegt, ob das nicht der Weg für die nächsten Wochen sein könnte? Also einfach diese Art Kalorien-„Cycling“ „natürlich“ weiter laufen lassen.

Damit wäre zwar mein ehrgeiziger Plan, bis im Februar 2017 auf unter 75 kg zu sein, aus dem Spiel, aber vielleicht…. Nun, ich lese ja gerade mit wachsendem Interesse Jimmy Moores „Ketogene Ernährung“ und bekomme mehr und mehr Lust ein richtig groß angelegtes „Anke in Ketose 2.0“ Experiment anzugehen. Mein erster Versuch in diese Richtung war doch zu sehr von dem Wunsch geprägt ein uHu zu werden, also unter Hundert kg zu kommen und zudem viel zu schnell wieder abgebrochen um weitreichendere Erfahrungen heraus zu ziehen.