WoLog 42. KW (2016)

Montag, 17.10.2016 / Trainingstag

Nachdem ich den neuen Trainingplan ausporbiert habe und der sich zwar ganz gut angelassen hat, sich aber für mich nicht so „rund“ angefühlt hat, als dass ich wirklich glücklich damit wäre, bin ich heute dann doch wieder zu meinem UK (Unterkörper)/OK (Oberkörper), Cardio/UK (Unterkörper)-Plan zurück gekehrt. Allerdings habe ich ein paar kleine Änderungen vorgenommen – und bin damit so richtig zufrieden. Obwohl ich heute die Unternehmungen vom Wochenende gespürt habe, so hatte ich ein wirklich tolles Training. Hat so richtig Spaß gemacht.

Aber he, heute war sowie so ein toller Tag, den heute morgen hat sich zum ersten Mal die 87 auf der Waage gezeigt. Ganz knapp nur, aber doch vorhanden. Wahrscheinlich war das nur ein kurzer Besuch (nach einem runter geht es immer erst wieder hoch, bis es dann wieder langsam runter zu gehen) aber mittlerweile habe ich ja gelernt, dass das was sich einmal gezeigt hat, irgendwann dann beständiger wiederkommt.

Dienstag, 18.10.2016

Ich hatte es ja schon erwähnt: ich kann von mir nicht behaupten ein Vorzeige Zahnarzt-Kontrolle-Patient zu sein. Heute habe ich mir jedoch seit einer geraumen Weile wieder eine Zahnreinigung gegönnt und muss sagen, dass ich echt blöd war, dass so lange schleifen zu lassen. Aber gut, ist halt passiert und ich verspreche mir selber Besserung.

Seit ich im Sommer das Windows 10 Update gefahren bin muckt mein Laptop. So was bin ich von ihm, dieser treuen Seele, überhaupt nicht gewohnt und entsprechend genervt. Das wiederum nervt meinen Göttergatten, der als Ansprechpartner in Sachen PC natürlich alles abbekommt. Heute ist er mit dem Vorschlag rausgerückt, dass ich einen neuen Laptop bekommen soll; schließlich wäre meine Maschine doch schon in die Jahre gekommen (ganz unter uns, mein Mann liebt es Technik zu kaufen, da ist ihm jeder Grund willkommen). Für mich ist das okay, weil es mir eh völlig egal ist was ich zum Arbeiten da stehen habe, Hauptsache es läuft.

Denn wir haben mit Happy End Buecher noch so einiges vor und ich will mich mal unbedingt im Vloggen ausprobieren (im Moment kackt mein Lappi mal so richtig ab, wenn es um Videobearbeitung geht). Ich meine zwar, völlig Talentfrei zu sein, was Videos machen betrifft, aber das mag auch daran liegen, dass ich herzlich wenig Erfahrung damit habe. Ich habe es stets zu verhindern gewusst auf „Filmchen“ gebannt zu werden. Ehrlich, Fotos waren (und sind es manchmal immer noch) gerade schlimm genug, aber bewegte Bilder – oh man, da kommt auch das allerletzte der 200 Kilo mal so richtig zur Geltung. Trotzdem finde das richtig cool und ich würde wirklich gerne auch meinen Kanal haben. Aber okay, abwarten ob ich mich überhaupt jemals traue.

Mittwoch, 19.10.2016 / Trainingstag

Gemütliches Tee trinken am Morgen (mit meinem Mann, wenn die Schichtarbeit es zulässt), derweil etwas lesen und unterhalten. Dann Training (wenn Trainingstag), Haushalt, Einkaufen, Erledigungen/Besuche, Kochen und Küche und abends noch etwas PC. Echt, manchmal denke ich, dass ich den langweiligsten Tagesablauf – ever – habe.

Aber jedes einzelne Mal, wenn ich hinterfrage, ob es mir damit gut geht, muss ich sagen: Ja. Denn ich (und in diesem Zuge natürlich auch meine Familie) fühle mich damit in jeder Hinsicht ausgeglichen und zufrieden. Also warum stelle ich das überhaupt in Frage? Vielleicht weil ich mich im Vergleich mit anderen wie der letzte und vor allem faulste Mensch fühle? Aber mal ehrlich, wie dumm ist das den?

Donnerstag, 20.10.2016

*Freu!* Heute war er im Briefkasten der „Adipositasspiegel 2016“!

adipositasspiegel-2016

Der „Adipositasspiegel 2016“ ist das Adipositasmagazin des Adipositaschirurgie Selbsthilfe Deutschland e.V. und befasst sich im Fokus mit Themen rund um die Adipositaschirurgie, aber natürlich auch mit Adipositas im Allgemeinen.

Bisher hatte ich keine Zeit das Magazin ausführlich zu studieren, sondern konnte es nur kurz durchstöbern. Allerdings hat mir das Heft schon sehr viel Lese-Appetit gemacht, sodass ich mir den Abend bereits dafür reserviert habe.

Mehr Informationen zum Verein und zum Magazin findet ihr auf der Homepage des Vereins.

Freitag, 21.10.2016 / Trainingstag

Nachdem ich gestern meiner zickigen Waage einen echten Grund zu liefern versucht habe, mir meine 87 zu enthalten, bin ich heute sozusagen in meine eigenen Falle getappt – aber eh, die Pfannkuchen von gestern sind einfach zu köstlich! Und dann gab es zum Abendessen auch noch eine „Jägerpfanne“ mit Fleischwurst und Brokkoli dazu. Lecker!

Allerdings habe ich dem heute auch ein wirklich tolles Training entgegen zu setzten, das hat heute (mal wieder) so richtig Spaß gemacht. UND ich bin trotz Regen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.

Samstag, 22.10.2016

Nachdem ich schon vor dem Frühstück einkaufen war, ich mit ordentlich Hunger nach Hause gekommen bin und in der Folge dem Rest der Pfannkuchen nicht widerstehen konnte, habe ich diesen Tag kurzerhand zum Kalorienzählfreien ernannt. Und mich dann Nachmittags, wenn schon den schon, in den Backwahn gestürzt: Nussmuss-Schoko-Cookies und eine Art Karamell/Nougat/Schoko-irgendwie-Käsekuchen gebacken, sowie Vesperstangen und Walnussbrötchen.

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Einen Teil der Brötchen friere ich zur Bevorratung ein, als schnelle Beilage ist das einfach praktisch welche im Tiefkühler zu haben, und den anderen Teil gibt es heute zum Abendessen als Beilage zum Käse. Auch Kokosjoghurt habe ich angesetzt, nach dem ich heute morgen auch Brottrunk gekauft habe; wobei ich euch an dieser Stelle ein Bild der krümmeligen Masse, die ich produziert habe erst einmal erspare. Vielleicht hätte ich das Kokosmuss, mit dem ich das Rezept ergänzt habe, doch vorher schmelzen sollen? Mh. Nun, ich werde über den Verlauf dieses Experimentes demnächst berichten.

Sonntag, 23.10.2016

Fürs bessere Gewissen, nach dem Kalorienfreien Tag gestern (und dem Kalorienvollen heute, wenn auch gerade noch eben so bedarfsgerechten, war also mal wieder nix mit Defizit!) und weil wir uns dieses Wochenende nicht anderweitig bewegt haben, mein Mann musste arbeiten und das Wetter auch nicht so prickelnd, bin ich gleich morgens ins Studio ein bisschen das Laufband zu strapazieren.

Aber nicht nur das Laufband. Weil ich Cardio generell so unglaublich langweilig finde, versuche ich mir immer einen abwechslungsreichen Ablauf für meine Cardio-Einheiten, wenn ich denen denn Mal ausführlich nachgehen (ausführlich heißt für mich 45 min.) auszusuchen. So gab es heute für mich einen „Triathlon“ aus 15 min Crosstrainer, 15 min. Stairmaster und 15 min Laufband. Innerhalb der jeweiligen 15 min nutze ich in Intervallen verschiedenen Intensitäten, mal über die Frequenz, mal über den Widerstand. Ich finde nicht nur, dass so die Zeit viel schneller runterzählt, sondern es stellt auch eine größere Herausforderung dar, als 45 min gleichmäßig vor sich hin zu traben.

Was aber so viel mehr zählt als 45 min Cardio geschafft zu haben, ist die Tatsache, dass mir heute der Widerstand und die Frequenz auf dem Laufband, mit der ich 2014 mit 150 kg angefangen habe, wie ein gemütliches Schlendern vorkommt und ich das eigentlich nur noch nutze um die letzten 5 min Auszulaufen und mit dem Puls runterzukommen. Ist das nicht unglaublich klasse? Ich finde das einfach mega.

Das alles hat jedoch nicht ausgereicht, um heute meinen – eindeutig emotionalen – Hunger zu bändigen. Wie bereits erwähnt, war alles noch im (Kalorien-)Rahmen, doch besonders gut kann ich mich mit solcherlei Aktionen nach wie vor nicht arrangieren. Ja richtig, früher war das noch viel schlimmer und hatte stets überdimensionale Fressanfälle zur Folge. Aber nachdem ich so lange Zeit so ausgeglichen war und viel mehr in mir geruht habe (auch wenn ich zwischendurch mal emotionalen Hunger geschoben habe), muss da irgendwas in mir Arbeiten, ansonsten kann ich mir diesen Tag nicht recht erklären. Aber ich habe da auch schon so einen Verdacht. Den werde ich aber demnächst in einem [Brainwave] zur Ursachenforschung zusammenfassen.