WoLog 45. KW (2016)

Montag, 7.11.2016 / Training

Ich weiß, ich werde das morgen auf vielfältige Weise bejammern, doch im Moment geht es mir damit erstaunlich gut: denn ich war heute extrem verfressen – weswegen ich auch um die Nachmittagszeit diesen Tag als „Kalorienfrei“ erklärt habe.  Was aber einfach sinnvoll war, weil heute die Protein-Riegel zum Testen ankamen UND ich die natürlich ausgiebig testen musste. Erster Eindruck: lecker!

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Um den Nachmittag dann kalorientechnisch noch so richtig zu nutzen, habe ich schnell noch Cookies gebacken:

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Nachdem ich bei der letzten Ladung jegliche Zurückhaltung verloren hatte und wieder und wieder in die Küche gestiefelt bin um Nachschub zu holen, habe ich beschlossen, dass nun jeder seine eigene Keks-Dose auf den Schreibtisch bekommt. Ich komme einfach nicht sonderlich gut mit frei zugänglichen Vorräten in der Küche zurecht und muss zugeben, dass ich das unheimlich entspannend, auf diese Art meinen Anteil „reglementiert“ zu bekommen. Denn anders als früher, als ich im Fresswahn alles gefuttert habe (und hinterher natürlich wieder heimlich ersetzt,) was auf anderen Süßigkeiten-Tellern lag, so überschreite ich diese Grenze heute nicht mehr.

Seltsamerweise kann ich an jeder Voll-Carb-Süßigkeit beim Einkaufen, bei Einladungen oder im Vorratsschrank, wenn den mal so was bei uns landet, problemlos vorbeigehen. Aber wenn es um meine Low Carb-Backsachen geht funktioniert das einfach nicht. Ich kann nur vermuten, dass in meinem Kopf Voll-Carb-Süßigkeiten als „verboten“ gelten, im Sinne von „vertrage ich nicht“, „bekomme ich Durchfall“ und ich deswegen keinen Anreiz habe sie essen zu wollen, aber meine eigenen Low Carb-Sachen „erlaubt“ sind, weil mit Zutaten gebacken, die mir (viel zu gut schmecken und) gut bekommen. Und nein, ich habe zum Snacken heute Abend nicht meine Keksdose herangezogen, sondern mir ein paar getrocknete Früchte, Macadamias und etwas Xucker-Schokolade gegönnt.

Und weil vor den Abendessen noch etwas Zeit war und ich eh gerade in der Küche zu Gange, habe ich auch noch den halben Kohlkopf als Sauerkraut angesetzt (das will ich schon ewig mal ausprobieren) und den was-weiß-ich-wievielten Joghurt-Versuch gestartet. Diesmal habe ich in Sachen Joghurt alles aufgeboten was ich so hatte, 4 Kapseln Probiotika Komplex, 10 g Inulin (Prebiotika) und 100g gekauften fertigen Kokosjoghurt als ultimatives Starter-Paket.

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Nun steht das Ganze auf dem Kühlschrank, genau auf dem Punkt wo der Motor sitzt und eine ganz leichte Wärme abgibt. Diese Stelle eignet sich im übrigen auch perfekt für Hefeteig, und wenn es den Hefepilzen gefällt, dann fühlen sich dort hoffentlich auch die Milchsäurebakterien wohl.

Kleiner Exkurs:

Probiotika: „Ein Probiotika, ist eine Zubereitung, die lebensfähige Mikroorganismen (z.b. Milchsäurebakterien der Art Lactobacillus casei oder Backhefe der Art Saccharomyces cerevisiae) enthält.“ „Lebensmittel, die durch Fermentierung hergestellt werden, wie Sauerkraut, Sauerkrautsaft, Brottrunk und Miso enthalten lebende und probiotisch erwünschte Bakterien. Dazu zählen auch Sauermilch-Produkte, in denen Milchsäure enthalten ist, wie in Kefir; sofern nicht pasteurisiert oder anderweitig erhitzt.“ (wikipedia.org) 

Prebiotika: unterscheiden sich insoweit von Probiotika, als dass Prebiotika eine positive Wirkung (Wachstumsanregung) auf bereits sich im Darm befindende Mikroorganismen haben“. „In Chicorée (z.b. Inulin und Oligofructose werden aus Wurzelzichorie gewonnen, dessen Kulturform z.b der Chicorée ist), in Schwarzwurzeln oder Topinambur sind Prebiotika natürlich enthalten.“ (wikipedia.org) 

Es wird eine Kombination „Synbiotika“, eines Prebiotikum und eines Probiotikum empfohlenen. Ein Nutzen (beim Menschen) konnte bisher jedoch weder von dem einen noch von dem anderen, noch von der Kombination beider nachgewiesen werden. Wobei ich persönlich auf Inulin zur Verdauungsförderung schwöre und es regelmäßig meinem abendlichen Quark zusetze.

Diensttag, 8.11.2016

Weil ich heute schönen Blumenkohl bekommen habe, ich will die Blumenkohl Rezeptesammlung noch erweitern,  habe ich heute Nachmittag in der Küche weitergemacht: Blumenkohlbrot (recht unten im Bild) und Blumenkohl Brownies (rechts oben im Bild) gebacken und gleich noch einen Frühstückskuchen (links im Bild, auf den ich wieder Appetit habe) hinterher.

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Den Blumenkohl-Brownie haben wir schon verkostet; dh ich habe ihn meinem Sohn untergeschoben, einem erklärten Blumenkohl-Feind, ohne im darüber zu informieren was denn nun genau drin ist. Ich habe lediglich was von Kokosmehl gemurmelt und viel Süße. Und he, er hat nicht erkannt, dass sich das verfeindete Gemüse im Kuchen befindet. Ich finde ihn gut, vielleicht noch etwas Optimierungsfähig, weil er im Geschmack doch schon noch etwas schokoladoger sein könnte (aber vielleicht kommt dass ja auch noch wenn er richtig durchgezogen ist). Dummerweise habe ich die Butter vergessen in den Teig zu geben. Die habe ich erst wieder in der Mikrowelle „gefunden“, wohin ich sie zum Schmelzen gestellt hatte, als schon ein gutes Stück der Backzeit abgelaufen war. Ich habe sie also erst zum Ende hin geschmolzen über den Brownie geträufelt (man sieht es an den „weißen Schleiern“ auf dem Kuchen).

Das Blumenkohl-Brot ist noch am Abkühlen, dass wollte ich sicherheitshalber erst auf der Form holen, wenn das Brot komplett ausgekühlt ist.

Ja und dann habe ich Medikamente sortiert, bzw. die abgelaufenen Mittel entsorgt. Und nun heißt es einen neuen Aufbewahrungsort und -Gelegenheit für diese nette Durcheinander von Medikamente, Nahrungsergänzungsmitteln und Trainings-Supps zu finden:

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… weil, die Schublade im Schrank, wo wir bisher die Sachen gelagert hatten, nun von meinen neuen Sportsachen eingenommen wird (ich habe im letzten WoLog über meinen Haul berichtet). Wir erwägen im Moment, nicht nur bei dem Werkzeug meines Mannes, sondern auch für unsere Supps auf diese Sortimo-Boxen umzusteigen:

Sortimo 51012131 T-BOXX 321 mit Insetboxeneinteilung E

Für die Pulver ist das natürlich nicht so gut, da muss ich dann eine andere Lösung finden, doch für die Plister, Pillchen, Tabletten und Dragees finde ich das ziemlich genial. Echt, jede Supp ist in einer anderen Verpackungsgröße und Form gepackt und dieses Chaos nervt wirklich. Die Freunde von Schüsslersalzen oder Globuli (einer Marke) haben es da wirklich gut, alles die gleich große und gleich geformte Verpackung. Gesehen habe ich diese Idee übrigens bei dem Bodybuilder Manuel Bauer (hier vorgestellt von Johannes Luckas, einem meiner Lieblings-Fitness-Youtuber).

Mittwoch, 9.11.2016 / Training

Donnerstag, 10.11.2016

Freitag, 11.11.2016 / Training

Es hat sich schon vor ein paar Tagen angekündigt und nun hat es mich so richtig erwischt. Dabei war ich mir in meinem Wahn sicher, gefeit vor Erkältungen zu sein. Nun das ist auch nicht verwunderlich nach den jahrelangen und sich ständig wiederholenden Probleme mit dieser Art Erkrankung, gefolgt von einer vollkommenen Beschwerdefreiheit über 3 Jahre hin weg. Aber irgendwann schlägt es dann wohl doch zu. Tja, man lernt doch eben nie aus.

Zum Glück habe ich das mit dem Diäten für den Moment erst einmal auf Eis gelegt und bin Kalorienmäßig – im Überschuss – gut drauf, sodass ich durchaus das Gefühl habe dem etwas entgegensetzen zu können und tatsächlich fühlt es sich auch so an. Krank sein ist auch längst nicht so schlimm ist, wie es einst für mich war, bzw. wie ich zu wissen glaubte, ich denke, dass rührt daher, dass ich heute grundsätzlich in besserer Verfassung bin.

Früher waren Erkältungs- oder  Schwindelsymptome, die mich förmlich umgehauen haben und ins Bett gezwungen, in der Regel falscher Alarm. Heute weiß ich, dass diese Warnhinweise meines Körpers aus der Depression, diversen Mängeln und dem allgemein schlechten körperlichen Zustand geboren waren – nun ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich das auch damals schon ahnte, (auf Grund meines damaligen Hausarztes, der nichts vom Verhätscheln seiner Patienten hielt) aber einfach nicht akzeptieren wollte.

Für mich war es einfach zu denken: was für ein Arsch, will mich wohl nicht behandeln, weil ich übergewichtig bin und Abnehmen angeblich einen Großteil meiner Probleme lösen würde. Letztendlich aber hat er Recht gehabt. Und es schmerzt mich schon etwas, dass ich ihm das nie sagen könnte, da er schon vor Jahren bei einem Unfall mit einem Sportflugzeug verstorben ist.

Wie auch immer, diesmal ist es leider eine sehr reale Erkältung und deswegen melde ich mich auch schon mal für diese Woche ab.

Samstag, 12.11.2016

Ach halt, eines habe ich noch: dank dem Einsatz von Paracetamol und dem Ignorieren meines inneren Schweinehundes (der so was ja gewöhnt ist) bin ich heute zum einem Mini-Forumstreffen vom Liebesromanforum gefahren. Doch der Anlass war aber auch wirklich ein besonderer, denn wir konnten in diesem Jahr unser 10-jähriges Wiedersehen feiern.

In diesen 10 Jahren sind ganz besondere Verbindungen entstanden, die sich einst auf einer gemeinsamen Interesse, dem Liebesroman, gegründet hat. Der steht aber schon lange nicht mehr im Vordergrund dieser Treffen, die mittlerweile einen sehr vielfältigeren und persönlicheren Charakter bekommen haben.

PS: Selbstverständlich habe ich mich mit meiner „Rotznase“ von den anwesenden Kindern „ferngehalten“ und auch meine Mädels und deren Angetrauten gegenüber entsprechend Zurückhaltend geübt; denn ich wollte auf keinen Fall das Forum gesundheitstechnisch „lahmlegen“.

Sonntag, 13.11.2016