WoLog 48. KW (2016)

Montag, 28.11.2016 / Training

Nachdem ich nun 3 Tage lang, viel, also ich meine wirklich viel, kritisch hochkalorisch viel, Fett gegessen habe (sehr wenig Protein, kaum KHs), ist heute morgen mal wieder eine 0,5 mmol/L auf dem Ketostix aufgeblitzt. Es ist doch schon erstaunlich, was ich da an Fett essen musste, damit das mal wieder passiert. Aber okay, vielleicht bin ich nun auf den richtigen Weg; obwohl, wenn das so weiter geht, dann sieht das mit der Waage nicht mehr so gut aus.

Denn bisher kann ich (noch) nicht behaupten, dass mich das ganze Fett satter macht und länger vorhält. Ganz im Gegenteil, ich habe stetig das drängende Bedürfnis kurz nach einer Mahlzeit schon wieder Fett nachzuschieben; was ich aktuell mitunter auch recht unkontrolliert tue.

Und dann mit einem Mal bin ich total satt: und zwar stets zur falschen Zeit. Weil nun Gegessen werden muss, weil man Mann gleich zur Spätschicht geht, mein Sohn in die Uni, ich zu einem Termin oder weil es eben gerade 9.00, 12.00, 16.00 oder 20.00 Uhr ist und damit „Essenszeit“. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich das jemals geregelt bekommen soll, innerhalb einer familiären Lebensgemeinschaft, die zu versorgen zudem meine Aufgabe ist (und die ich wirklich gerne und mit Leidenschaft erfülle, möchte ich hinzufügen).

Selbst wenn sich jeder selber versorgt und jeder dann isst wann er Hunger hat, dann muss man/ich einkaufen gehen, Vorbereitungen treffen, Essen vorkochen, würde den verlockenden Essensduft der anderen praktisch rund um die Uhr ausgesetzt sein oder eins und andere Mal einen genüsslich kauen sehen – drei mal darf man raten, was dann mit mir passiert, Appetit/Hunger ist da bei mir vorprogrammiert.

Was das „nicht satt werden“ betrifft, ist das, denke ich, zum einen natürlich eine Frage ob mein Körper auf Ketonen läuft oder nicht. Und zu anderen des meines Sättigungsgefühl, bzw. Völlegefühls. Seit der OP teilt mein Magen mir unmissverständlich mit, dass nach, sagen wir mal, 300 g Brokkoli „Schluss mit Lustig“ ist. Das Volumen ist erreicht und das da kaum Kalorien drin sind, ist erst einmal nicht relevant. Voll ist voll und ich muss aufhören zu essen.

Angenommen ich würde 200 g Butter essen (nein, das bekomme auch ich nicht hin, ohne dass mir grausam schlecht wird, aber einfach mal angenommen), dann wäre mein Magen mit der Menge noch nicht gefüllt. Keine Meldung notwendig, es kann also weiter gegessen werden. Und weil ich mich seit der OP so sehr darauf verlasse handle ich auch entsprechend.

Bisher hat mich das auch gut für mich funktioniert, zumindest solange ich viel niederkalorisches Volumen auf dem Teller hatte. Doch bis nach der hochkalorischen klein-volumigen Fett-Mahlzeit, die Satt-Meldung endlich bei mir ankommt, bin ich schon gnadenlos überfressen. Hier offenbart sich einmal mehr Vor- und Nachteil einer solchen OP.

Und ich stehe mal wieder vor der Aufgabe umlernen zu müssen, mich weniger auf die Meldung meines kleinen Magen zu verlassen und stattdessen dem Sattheits-Gefühl, nach einer Fett-Mahlzeit, viel Zeit und damit überhaupt erst eine Chance zu geben.

Bye the way: schaut mal mit was mein Mann mich heute überrascht hat, ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk! Ich habe mich soooo sehr gefreut. Ist mein Beast nicht süß?

beast

Dienstag, 29.11. 2016

Als ich vor, nun beinahe 3 Jahren mit low carb/paleo angefangen hatte, gab es da ein Paleo-Cookie-Rezept, das „Sonnenblumenkernmus“ verlangte. Da ich das nicht kannte, fing ich an danach zu suchen und wurde nicht fündig. Heute habe ich welches im „dm“ gekauft. Nun frage ich mich, ob ich damals einfach nicht gut genug geschaut hatte (ich hatte ja auch noch keine Erfahrung auf diesem Gebiet, da kann man leicht was „übersehen“) oder ob sich in Sachen Lebensmittelauswahl, bzw. Nachfrage, doch so viel getan hat, das Geschäfte heute ein solchen Mus anbieten (müssen)?

So richtig gut passt es mit 10 KHs pro 100 g zwar nicht in meine aktuelle Ernährung, ausprobieren will ich das Rezept aber nun auf jeden Fall. Die scheint übrigens tatsächlich auf dem richtigen Dampfer zu sein, denn auch heute haben die Ketostix 0,5 angezeigt.

Mittwoch, 30.11.2016 / Training

Heute morgen habe ich es erneut mit den Keton-Blutmess-Stäbchen probiert, die ich noch vorrätig hatte. Am Sonntag habe ich gleich drei davon verbraten, stets eine Fehlermeldung „Blutprobe nicht in Ordnung“ erhalten und mich total geärgert, weil die blöden Dinger doch so teuer sind. Heute allerdings hatte ich eine 0,6 als Messwert; und die Ketostix haben eine 1,5 gezeigt. *Strike*! Also weiter so.

Allerdings scheint mir doch die „Keto“-Grippe, die nun doch so dicht meine „richtige“ Grippe gefolgt ist, in den Knochen zu sitzen. Ich habe bisher vergeblich auf die schlimmen Keto-Kopfschmerzen gewartet, die mich beim letzten Mal heimgesucht hatten und deswegen so gar nicht auf andere Symptome geachtet, bzw. das „noch etwas malad sein“ und die fehlende Kraft im Training, als Nachwirkung auf die vorangegangene „richtige“ Grippe geschoben. So schwach habe ich mich beim Kniebeugen schon lange nicht mehr gefühlt. Und das gefällt mir gar nicht. Hoffentlich komme ich bald wieder raus aus diesem Leistungsloch.

Donnerstag, 1.12.2016

Ich bin seit Tagen von so vielen anderen Dinge okkupiert, dass ich im Moment einfach keine Zeit und Muse habe, Gelesenens und Gesehenes, sowie meine Gedanken dazu, richtig zu verarbeiten und hier festzuhalten. Deswegen gibt es an dieser Stell lediglich eine kleine Auswahl, von dem was mich so im Moment beschäftigt. Wobei es mir dabei nicht immer um die angegebenen Hauptthemen geht, sondern Bemerkungen und Gedanken, die nebenbei gefallen sind:

Lealoveslifting: Stoffwechselkur VS. Wissenschaft – HCG Diät, Life Plus Analyse

GoKo Fitness: HCG Diät – Training und Ernährung –

nutritionification (Mic Weigl) – Stoffwechselkur – Stoffwechseldiät

Aesirsports: Kann man gleichzeitig Muskeln aufbauen und Fett verlieren?

Aesirsports: Warum Diäten scheitern und iss weniger und bewege dich mehr ein schlechter Rat ist

Low Carb Sport – Re: Low Carb ist die schlechteste Diät, die man machen kann

Fettlogik überwinden – Das hat sie nicht gegessen

Deswegen muss auch meine erste Zwischenmeldung zu meiner neuen Fitbit-Uhr noch auf sich warten lassen. Nur so viel, ich finde sie unglaublich motivierend! Ich meine, es ist ja nicht so als ob man nicht wahrnimmt, dass man den ganzen Tag sitzend vor dem PC verbracht hat, aber wenn so eine Uhr es einem sozusagen „schwarz auf weiß“ präsentiert, dann fühlt mich sich durchaus motiviert etwas dagegen zu tun. So habe ich heute meinen Mann zu einem längeren Spaziergang verdonnert und mich am Abend an einer „Statistik“ erfreuen können, die so richtig gut getan hat. Kurz gesagt, ich bin ziemlich angetan von meinem „Spielzeug“.

Freitag, 2.12.2016 / Training

Ganz langsam scheint mein Körper anzufangen sich mit dieser Ketose-Sache anzufreunden. Urin- und Blutmesswerte bleiben beharrlich unter 0,5, meine Laune ist bombastisch und hebt sich jeden Tag noch ein Stückchen mehr. Und auch im Training läuft es wieder besser. Ich werde aber auch nächste Woche nochmals meinen alternative Ganzkörperplan beibehalten, bis ich wieder auf 100 % bin. Dann starte ich wieder meinen UK/OK/UK-Plan und damit den Angriff auf die Beine.

PS: Das mit dem Hunger lässt übrigens auch langsam nach. Ich habe nun tatsächlich schon ein paar mal das Essen vergessen, wenn ich hinreichend abgelenkt war. Und die Lust auf etwas Zwischendurch hat auch signifikant abgenommen. Allerdings halte ich mir trotzdem noch immer ausreichend schokoladig-süße Fatbombs vorrätig, sicher ist sicher. Ich will nicht in die Verlegenheit kommen und in Fall eines Falles etwas gierig in mich hinein futtern, was ich hinterher bereue. Auf der Waage hat sich im Übrigen wenig getan, nur das Übliche rauf und runter von 2-3 kg. Aber wohler soll’s auch kommen, schließlich hatte ich nicht gerade wenig Kalorien die letzte Zeit.

Samstag, 3.12.2016

Heute war ein recht langweiliger Tag: Kochen, Küche, Haushalt, etwas Büroarbeit und Spaziergehen; ich sag, ja so eine Fitnessuhr ist ganz schön motivierend, hoffen wir nur dass das auch schön lange anhält.

Ach ja, Urinmesswerte 1,5 mmol/L, Blutmesswerte 1,0 mmol/L. Klasse. Nun sind aber die Blutmessstäbchen aufgebraucht.

Sonntag, 4.12.2016

Ausgestattet mit einer neuen Playlist (mit alten und neuen Lieblingssongs) und jeder Menge Technik an der Frau habe ich heute einmal einen kleinen Werte-Vergleich gestartet. 45 min Ergometer, mit einem der Programme, die ich bisher immer gemieden habe, weil sie mir schon beim Anschauen des Watt-Profils meinen Puls in gefährliche Zonen getrieben haben.

Und tatsächlich war es heftig für mich, auch weil ich noch nie mit 200 Watt gefahren bin. 125 Watt war in der Vergangenheit (ich war schon eine Weile nicht mehr auf dem Ergometer) absolutes Top. Aber nun ging es darum 45 min, mit 10 Spitzen von 200 Watt über jeweils 1 Min hinter mich zu bringen. Ich habe 2/3 der Zeit durchgehalten (worauf ich unheimlich stolz bin) und bin dann für die letzten 3 Spitzen auf 190 Watt runter (was vollkommen okay war, finde ich).

So nun zur Technik. Das war alles nicht so erfolgreich. Erst ist mein Ergometer ausgestiegen (warum ?) und dann die fit bit (warum: ich habe zu sehr geschwitzt, das Problem kenne ich schon). Nur die Polar (via Brustgurt) hat durchweg Werte angezeigt, die mir realistisch erschienen.

Ergometer (keine Eingabemöglichkeit von Größe, Gewicht und Alter): Watt max. 200, min 60 / Dauer 45 min / keine Pulsmessung / Verbauch ca. 250 kcal

Fit bit charge HR (mit Größe, Gewicht und Alter personalisiert): erkannt als Training (?) (he, ich bin Radgefahren!) / Dauer 45 min / max. Puls 92 (?) (eher nicht!) / Verbrauch: 132 kcal (?) (ja, wenn ich derweil auf dem Sofa gesessen hätte!) / 2 min Höchstleistung, 7 min Cardio, 19 min Fettverbrennung = 6 aktive Minuten (???) / Schritte 209 (Schritte ???)

Polar FT7 (via Brustgurt) (mit Größe, Gewicht und Alter personalisiert): Dauer 45 min / Puls Durchschnitt: max. 168, min 143 /  Verbrauch: 442 kcal / 2 min Fettverbrennung, 42 min Fitness

Trainingsdauer: Das einzige was alle Geräte verlässlich gemessen haben, war die Zeit. Ein ziemlich mageres Ergebnis, finde ich.

Puls: Einmal vom Ergometer abgesehen, dessen Pulsmesser, ich nicht angeschlossen hatte, bzw. ich gar nicht weiß wo das Ding ist, so scheint mir hier die Polar die verlässlichsten Daten zu liefern. Aus meiner Messerfahrung (ich HABE einen hohen Puls, bei sehr niedrigem Blutdruck) und so wie ich geschnauft habe, kommt das mit den Spitzen von 168 schon hin. Vor allem aber macht es dem Brustgurt überhaupt nichts aus, wenn ich schwitze.

Die fit bit kommt schon mit einem Hauch Schweiß auf der Haut überhaupt nicht zurecht und zeigt dann meist einen viel zu niedrigen Puls oder wahlweise gar keinen. Das war mir auch schon im Training aufgefallen. Aber damit ist dann natürlich auch der Rest der Berechnung im Eimer. Solange die Fitbit auf einem „trockenen“ Handgelenk sitzt, dann stimmt der Puls übrigens absolut mit dem Polar Brustgurt überein.

Fettverbrennung, Cardio, Fitness usw.: Ich gebe es zu, dass ich diese Angaben in der Regel überhaupt nicht beachte. Aber es ist schon amüsant, wie sich sie Widersprechen. Gerade so als hätte jemand gewürfelt und einfach ein paar Zahlen rausgeworfen, Zusammenhang nicht wirklich erkennbar und ein Vergleich nicht möglich.

Verbrauch: Es ist nicht realistisch hier die Daten des Ergometer hinzuzuziehen, weil dieser nach 35 min ausgestiegen ist und ich ihn neu einstellen musste, um dort weiter machen zu können, wo er aufgehört hat. Die fitbit hat sich wegen der Pulsmessung, auf der nun mal die Verbrauchsberechnung beruht, selber disqualifiziert. Bleibt nur die Polar. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass auch die Angabe mit 442 kcal durchaus so hinkommen könnte. Auch wenn man sie mit einem beliebigen Internet-Kalkulator zum Thema Ergometer und Radfahren vergleicht, bekomme ich, unter Berücksichtigung von Gewicht, Alter und Größe, ähnliche Daten ausgespuckt:

Fahrrad fahren Heimtrainer 50 Watt = 20 min = ca. 70 kcal
Fahrrad fahren Heimtrainer 100 Watt = 20 min = ca. 160 kcal
Fahrrad fahren Heimtrainer 150 Watt = 10 min = ca. 205 kcal = 435 kcal

Fazit: Schweiß auf die Technik! Aber ich fühle mich nun extrem herausgefordert, das Programm in voller Wattzahl von Anfang bis Ende zu absolvieren! Aber sagen wir mal so: das war durchaus interessant und ich werde einen solchen Vergleich definitiv (auch beim Training) wiederholen.

Außerdem bin ich heute mal dazu gekommen meinen fddb-Account mit meinem fit bit-Konto zu verbinden. Hat super funktioniert dank: fddb-fitbit-sync. Ich war ein bisschen nachlässig die letzte Zeit mit dem Kalorien tracken, will das aber unbedingt wieder angehen. Denn es ist (und wäre) doch ziemlich spannend zu sehen, wie ich so mit meinen Fettkalorien zurecht komme und was Fit bit und Waage dazu meinen; die scheinen sich nämlich so überhaupt nicht einige zu sein. 😉

Nachtrag: Völlig gedankenlos habe ich heute Mittag (und das nicht eben wenig) „Protein Nutella“ zum Tofu gefuttert. Und damit für heute meine 20g KHs zum Teufel gejagt. Lecker wars, aber so was blödes aber auch!