happy me #06

T36  / Montag, den 20.11.2017

Ich habe mir die letzte Zeit so einige Gedanken um meine Selbstwahrnehmung gemacht und darüber, was die Zahl auf der Waage, für mich vorher, aktuell und in Zukunft für eine Bedeutung haben soll. Ich war die letzten Jahre sehr auf diese Zahl auf der Waage fixiert. Das war auch vollkommen okay. Doch im Moment hinterfrage ich, ob ich auch weiter daran festhalten sollte oder ob ich mich nicht wesentlich intensiver zb. an meinem Spiegelbild orientieren sollte, auch mit dem Ziel so vielleicht eine bessere Selbstwahrnehmung zu schulen.

Ausschlaggebend war für diese Überlegungen ist wohl die Aussage des Sportmediziners, den ich im Oktober eigentlich wegen eines Leistungstests aufgesucht hatte: er sähe es kritisch, für mein durchtrainiertes und (trotz überschüssiger Haut) muskulöses Erscheinungsbild, wenn ich noch weitere 20 kg abnehmen würde. Zwar hat auch er mir zugestimmt, dass ich mit 20 kg weniger immer noch komfortabel im gesunden BMI-Bereich wäre, er aber den Muskelabbau, den die 20 kg weniger mit sich bringen könnten, als drastisch ansehen würde.

Nun ganz so drastisch sehe ich es nicht, da ich glaube, dass man einfach nur klug trainieren und diäten muss, um seine Muskulatur bestmöglich erhalten zu können. Ich weiß nicht jedoch ob ich das selber so hinbekommen würde; wobei ich es durchaus auf einen Versuch ankommen lassen würde.

Ich komme jedoch immer mehr zu dem Schluss, dass hier wohl die überschüssige Haut der unberechenbare Faktor ist. Und das mag sich zwar jetzt nach „Fettlogik“ anhören, doch wenn es so ist, dann soll es mir für den Moment erst einmal egal sein. Viel wichtiger ist mir, dass ich für mich selber herausfinde, was und wohin ich eigentlich wirklich will und wie ich mich selber sehe, bzw. zu lerne ein reales Abbild von mir zu sehen (insofern man überhaupt dazu in der Lage ist).

Auslöser dieser erneuten „überschüssige Haut-X-Faktor“-Überlegungen war ein Bericht über eine ehemals 150 kg-Patientin, die gerade ihre Abdominalplastik hinter sich hat und der sage und schreibe 10 kg überschüssige Haut entfernt wurde.

Jetzt einmal von den 10 kg abgesehen, weil das von Patient zu Patient so unterschiedlich ist und gar nichts zu sagen hat, wenn ich meine Haut um Hüfte, Bauch und Po nach oben ziehe, kommt darunter eine Figur zum Vorschein, die sogar ich, als Wiege-Zahlen-fixierter und Waage-Zahl-unzufriedener Mensch, als „ganz ordentlich“ einschätze.

Was wäre also, wenn meine Haut straff wäre (also soweit straff, wie das mit einem Bodylift möglich ist)? Würde ich mir dann im Spiegel vielleicht mit meinen 90 kg (die angeblich wie 80 kg aussehen, was ich immer wieder zu hören bekomme, aber auch hieraus möchte ich keine „Fettlogik“ machen), die ich aktuell habe, gefallen? Und könnten mir die 90 kg zb. bei meinem Traum, in den ich mich im Moment ein wenig verliebt habe, stärker zu werden, also mehr Richtung Powerlifting zu gehen, nicht womöglich sogar dienlich sein? Und will ich überhaupt noch leichter werden UND dann auch akzeptieren können, dass ich noch weniger essen kann als jetzt, wo mir die Essens/Kalorien-Menge, doch gerade so perfekt zusagt.

Mh … ziemlich viele wenn’s, wenn ihr mich fragt.

Gemüsemotto des Tages:
Blumenkohl

Bewegung:
Training

 

T37  / Dienstag, den 21.11.2017

Ich habe heute nochmals über das nachgedacht was ich gestern geschrieben habe. Oh man, da sind für mich noch einige Fragen offen. Womöglich sollte ich einfach nicht so viel nachdenken und einfach machen? Also irgendetwas machen? Wie zb. meinen happy me-Plan weiter erfüllen zu versuchen? Und einfach sehen was dabei rauskommt, wenn ich das mal ein 1/4 Jahr durchgehalten habe? Nun wahrscheinlich ist das die einzige Lösung. Egal was passiert und wohin die Reise geht, für nächstes Jahr habe ich mir fest vorgenommen mir einen plastischen Chirurgen auszusuchen, der mir so sympathisch erscheint, dass ich ihn an meine Haut lassen könnte, und einfach mal sehen, was der zu sagen hat.

Was gab’s heute sonst noch? Meine „Dr. Almond“-Bestellung ist gekommen. Lange hat es gedauert bis ich endlich mal einen Runschumschlag im Shop von „Dr. Almond“ gemacht habe. Doch bevor ich mich groß über die Sachen auslassen kann, heißt es nun erst mal ausprobieren. Es wird also noch ein wenig dauern, bis ein erstes Fazit kommt. Das Toastbrot was ich bisher, dank Keto Box, von „Dr. Almond“ ausprobieren konnte, war auf jeden Fall schon mal so gut, dass es meinen Entschluss zu dieser Shopping-Tour gestärkt hat.

Aber die „Choketo“, die Dr. Almond Schokolade, die ebenfalls Teil meiner Bestellung war, und die wir gleich beim Un-Boxing probiert haben, war schon mal wirklich super. Super Werte, super Geschmack – eine in jeder Hinsicht „echte“ Keto-Schokolade. Lecker.

Gemüsemotto des Tages:
Bohnen

Bewegung:
keine

T38  / Mittwoch, den 22.11.2017

Oh weia, ich glaube heute habe ich mir im Training einen ordentlichen Muskelkater im Schulterbereich verpasst. Aber es lief heute mal so richtig gut. Auf jeden Fall sitze ich nun hier und ich fühle mich komplett „schwer“ und kann kaum meine Arme dazu überreden, auf dem Polster aufliegend, die Tastatur zu bedienen. Na was für ein Glück, dass ich morgen „nur“ in die Stadt laufen will und die Arme höchsten zum Tüten nach Hause tragen brauche; was jedoch durchaus zum Problem werden könnte. Aber zum Glück gibt es ja auch noch die Straßenbahn, die mich ja notfalls mit Übergepäck nach Hause karren kann.

Gebacken habe ich dann heute auch noch. Ich musste einfach mal wieder an den Backofen. Zudem mussten die Zucchini weg. Als gab es heute Zucchini-Muffins. Und Dinkelflocken-Apfelmark-Cookies, weil da auch noch Dinkelflocken im Vorratsregal rumstehen (und mir permanent im Weg sind. Kommt halt davon, wenn man einfach alles mal ausprobieren will und deswegen bevorratet).

Gemüsemotto des Tages:
Süßkartoffel-Karotten-Bohnen-Mix-Pfanne von Frosta (ohne die Kidneybohnen, die habe ich raus sortiert)

Bewegung:
Training

 

T39  / Donnerstag, den 23.11.2017

Eigentlich wollte ich in die Stadt um nach Christbaumkugeln zu schauen. Ich will nämlich dieses Jahr wieder einen Tannenbaum aufstellen und benötigte dafür eigentlich noch ein paar Kugeln. Eigentlich, denn so wie es ausschaut habe ich einfach nichts gefunden, was mich angesprochen hätte. Ich ahne es schon, am Ende muss ich meine Reste zusammenkratzen und hoffen, dass der Baum nicht allzu dünn besiedelt ausschaut.

Dafür habe ich die ganzen Mannheimer Planken runter alles an Klamotten anprobiert, von dem ich dachte, dass sie mir gefallen könnten. Naja, nur gefühlt alles anprobiert natürlich, ich glaube, egal wie ambitioniert man ist, alles anzuprobieren was einem gefällt, kann zu einer oder mehreren Lebensaufgaben werden. Eine schöne herabgesetzt dunkelblaue Bluse von Tom Tailor habe ich gefunden und am Ende bin ich dann halt mal wieder bei COS gelandet. Und habe dort auch etwas gefunden; natürlich. Aber he, wenn mir schon mal eine Hose passt! Was echt ein Problem ist beim meinen stets angeschwollenen Venen-Erkrankungen-belasteten Beinen. Aber bei COS finde ich halt auch immer was, deren Stil ist eben nun mal genau mein Ding.

Ich war schon immer ein Fan von Stadt- und Gemeinde-Bibliotheken. Heute habe ich mich dann auch endlich in der Stadtbibliothek angemeldet. Dass will ich schon seit Wochen tun; naja, eigentlich seit Jahren. Denn heute in Zeiten der On-Leihe, finde ich das noch genialer, als früher schon.

Und ich habe für meine Mann und mich Park-Tickets für 2018 gekauft. Der ist nicht weit von uns entfernt und bietet eine kleine Sportanlage. Ich dachte mir, wenn ich dahin gehe, dann dort auf der Bahn meine Runde(n) drehe(n) und wieder nach Hause, habe ich ein nettes Workout für meine Trainingsfreien Tage hinter mir. Außerdem finde ich es sehr schön, mich dort bei angenehmen Temperaturen im Rosarium zu verweilen. Und vielleicht mache ich das nun mit einer Dauerkarte ein paar mal öfters im Jahr.

Gemüsemotto des Tages:
(Immer noch!) Reste Süßkartoffel-Karotten-Bohnen-Mix-Pfanne von Frosta (ohne die Kidneybohnen, die habe ich raus sortiert)

Bewegung:
Laufen, in die Stadt und in der Stadt herum.

 

T40  / Freitag, den 24.11.2017

Die letzten Tage habe ich mich mal wieder vor der Arbeit am PC gedrückt. Aber heute musste ich unbedingt ran und mal ein bisschen was wegschaffen. Aber okay, ich war auch früh genug wach. Passt also alles. Genau, wie die Runde Hausarbeit (noch vor dem Frühstück! Und ohne den nötigen Koffein-Schub); aber auch davor habe ich mich nun halt mal schon ein paar Tage gedrückt. Dann Einkaufen, Meal Prep für heute und ab ins Training. Reicht für heute.

Gemüsemotto des Tages:
Rest Juliennegemüse, Avocado

Bewegung:
Training

 

T41  / Samstag, den 26.11.2017

Heute gab es Zimtschnecken, aus Mozzarella-Kokosmehlteig mit Quark-Protein-Füllung, und die Weihnachtskiste. Nachdem meine Nachbarn angefangen haben für die kommende Adventszeit aufzurüsten, konnte auch ich mich nicht mehr zurückhalten. Und tatsächlich habe ich (im Moment, so was kann sich ja mal schnell bei mir ändern) auch richtig Lust auf „Weihnachten“. Zeit also um zur Tat zu schreiten.

Allerdings ist die Weihnachts-Explosion, die das Öffnen der Weihnachtskiste stets mit sich bringt, im Gegensatz zu früher, höchst dezent geworden und beschränkt sich in diesem Jahr auf 3 Weihnachtsmänner auf der Fensterbank, die noch von meiner einst großen (sehr großen) Sammlung geblieben sind und unserem Rudi, dem ehemalige Weihnachtskalender-Rentier meines Sohnes, so wie ein (geplanter) echter (ja, so was muss man bei mir immer dazu sagen, viel zu oft gab es auch künstliche in meiner Vergangenheit) Tannenbaum, der sich vermutlich aber nicht vor dem 2. Advent hier breit machen wird.

Auch meine „Zimtschnecken“ sehen heuer eher dezent nach „Zimtschnecken“ aus. Aber okay, so ist das halt beim low carb-Backen. Schmecken tun sie auf jeden Fall, und das ist schließlich das wichtigste.

Gemüsemotto des Tages:
immer noch (!) Reste Juliennegemüse

Bewegung:
keine

 

T42  / Sonntag, den 27.11.2017

Oh man, die Woche ist mal wieder nur so vorbei geflogen. (Viel) PC Arbeit, Training und ein bisschen Shopping und schon ist die Woche Geschichte.

Immerhin kann ich behaupten, dass das mit dem Meal Prep in dieser Woche recht gut funktioniert hat. Sicher, ich habe recht viel gegessen (und gestern Abend sogar MMs genascht, auf die ich schon seit Monaten scharf bin) und die Portionen hätten, schon in der Vorbereitung, ruhig etwas kleiner ausfallen und dafür vielleicht ein oder zwei mehr sein können, sodass ich hier besser hätte variieren können, aber fürs erste bin ich recht zufrieden. Mal sehen ob ich das auch in der nächsten Woche weiter durchziehen kann, wenn meine Lieben keine Überstunden mehr abzureißen haben und zu den „üblichen“ Zeiten Hunger anmelden.

Für heute ist erneut PC Arbeit angesagt; was auch ganz gut ist, denn ich spüre meine Muskeln vom Training der letzten Woche und auch wenn ich gerne eine Cardio-Runde drehen würde, Zwecks Futterei-Ausgleich, so habe ich doch das Gefühl, dass es klüger wäre heute nochmals eine Pause mitzunehmen, um dann morgen wieder voll reinhauen zu können. So wenig es mir auch ausmacht, im Moment, 3 mal Training und einmal Cardio die Woche zu machen, so sehr spüre ich die Erschöpfung doch hinten nach, was sich dann auch nicht besonders gut auf meine Trainingsleistung auswirkt, weswegen es vermutlich dann doch klüger ist, alles ein wenig ruhiger anzugehen.

Ich habe das „richtige“ Maß, mit dem ich dauerhaft gut fahre, für mich einfach immer noch nicht gefunden. Manchmal frage ich mich wirklich warum das so ist und woran das liegen mag. Aber vielleicht muss ich es einfach akzeptieren, dass ich nicht immer gleich gut drauf sein kann, insbesondere in meinem Alter und mit meiner Geschichte im Nacken.

Immerhin, meinen Hintern habe ich dann doch noch etwas gelüftet, mit einer kleinen Spazierrunde durch den Park; wobei ich auch gleich meine neue Park-Saison-Karte ausprobiert habe, die für 2018 und ab sofort gültig ist. War aber nötigt, denn ich habe heute mal wieder gerade genug gegessen – kleiner „full day of eating“ von heute folgt …

Gemüsemotto des Tages:
Kürbis-Karotten-Süßkartoffel-Gemüse

Bewegung:
Spaziergang