So geht es nicht weiter …..

Gastblogger: Chris

Im Frühling/Winter des vergangenen Jahres wurde mir immer deutlicher bewusst, dass ich mich körperlich und mental einer Katastrophe nähere. Es wurde immer problematischer Klamotten zu finden, die die anschwellenden Massen verhüllen. Jedes gestiegene Stockwerk löste bei mir einen explodierenden Blutdruck aus und selbst Schuhe mit Schnürsenkel wurden zur Herausforderung! Abgesehen davon war es sowieso eine Herausforderung überhaupt noch Schuhe zu finden, in die ich meine Füsse hätte zwängen können. Der Vergleich mit Aschenputtels Schwestern drängt sich hierbei auf!

Doch ein wirklicher Auslöser für ein Umdenken war die Begegnung mit einem meiner Cousins. Nennen wir ihn F. Ein Bär von einem Mann; groß und extrem übergewichtig. Seit einem Unfall und einer mißlungenen Operation, sowie starrsinnigem Leugnens des Problems Übergewichts nicht mehr arbeitsfähig. Jede Bewegung schmerzhaft, keine Lebensqualität. Mir war klar … So willst du auf gar keinen Fall enden!!

Zudem ich ja auch noch einen Teenager zu versorgen habe und meine alten Eltern auf mich angewiesen sind. Interessanterweise waren es eher diese Gedanken die mich beschäftigten. Weniger, dass ich ja auch für mich selbst etwas tun sollte!

Jahrelang schob ich den Gedanken an eine Magenverkleinerung von mir fort, denn als so dick und gefährdet habe ich mich nicht betrachtet. Ich war halt dick und eben unattraktiv – Punkt! Doch dann stolperte ich im TV über einen Bericht über magenverkleinernde Operationsmeldungen. Diese Sendung war jedoch nicht im üblich reißerischen Stil aufgebaut, sondern punktete mit klaren Fakten und Adressen.

Nach einigen Tagen des Grübelns nahm ich meinen Mut zusammen und sprach mit meiner älteren Schwester (sehr schlank und diszipliniert) darüber und bekam von ihr  e n d l i c h  die Unterstützung, die ich für so ein Vorhaben brauchte. Auch meine Arbeitskollegin und meine Cousine unterstützten mich sofort und nach vielen Jahren, die ich mich irgendwie alleine durchgekämpft hatte, hatte ich das Gefühl Teil eines Ganzen zu und wichtig zu sein.

Schlussendlich überwand ich meine Angst, rief im Krankenhaus meiner Wahl an und bekam einen Termin für Mai 2013 für ein Beratungsgespräch. Dies ist nun ein Jahr her. Und es war die beste Entscheidung meines Lebens diesen Anruf zu tätigen und den Termin auch wahrzunehmen.