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[ZUKI – 12 Wochen 2/12] Protein Desaster

ZUKI-Thema der Woche: Fette und Protein.

Fett zu essen war noch nie ein Problem für mich, wann immer ich getrackt habe, hatte ich reichlich davon in meinen Makros. Vielleicht nicht unbedingt auf Keto-Niveau, so doch gut damit ausgestellt.

Auch meine KHs hatte ich, solange ich low carb unterwegs war, immer im Griff. Ein Problem, die Menge klein zuhalten, hatte ich nie, auch heute nicht.

Was meine tägliche Protein-Bilanz betrifft, so hatte ich es schon geahnt, dass diese alles andere als gut sein dürfte, dass es jedoch so arg um sie steht, hätte ich nicht gedacht.

Überhaupt habe ich mir eingebildet (oder eher eingeredet) damit ebenfalls gut aufgestellt zu sein. Eine Überheblichkeit, die mir diese Woche auf die harte Tour deutlich geworden ist, als ich „zum Spaß“ am Montag meine Proteine rechnerisch überschlagen habe.

Ein Protein Tagebuch

Montag

Nachdem ich mir am morgen das Video zum ZUKI-Thema der Woche, Fette und Proteine, angesehen hatte, in dem Daniela Pfeifer eindringlich dazu aufruft, vor allem anderen, bei einer Mahlzeit (insbesondere, wenn man abnehmen möchte) seinen Protein-Bedarf zu decken, habe ich mir den Spaß gemacht ein wenig zu rechnen.

Und war schockiert. Grob gerechnet und aufgerundet, bin ich gerade mal auf 75 g Protein gekommen.

Dabei kam mir das alles doch so bekannt vor? Wo hatte ich das schon mal gehört: Protein zuerst, dann Gemüse und zum Schluss erst die Beilage? Ach ja richtig! Genau das, was mir nach meiner Adipositas-OP so sehr gepredigt wurde und ich höchst selber viele Male wiederholt habe. Und was mir wohl entfallen war.

To do für die Woche und alle Wochen danach: mehr Protein essen, mindestens 150 g pro Tag (gemäß meinem aktuellen Gewichtsstand).

Dienstag

Am Dienstag habe ich mich also rangemacht einen „perfekten“ Proteindeckenden Tag zu schaffen: dafür hatte ich mir ausgetüftelt, dass ich mit einer 50 g Protein-Quark und Whey-Mahlzeit starten würde, um schon mal was von der angestrebten Menge „weg zu haben“. Ich hatte da gerade was über Dr. Johanna von Budwick und ihre Eiweiß-Öl Diät gelesen und mich davon inspirieren lassen.

Mittags war dann ein Omelette, mit etwas Schinken und Käse angesetzt, 40 g Protein, und im Training, mittels eines EAA-Getränkes konnte ich weitere 10 g gut machen.

Abends gabs Pute mit Fenchel und Rote Beete-Salat, weitere 20 g und Spätabends noch einen Ehrmann Proteinpudding, nochmals 20 g. Summa summarum 140 g.

Soweit so gut. Nur wo bleibt die mit 800 – 1000 g veranschlagte tägliche Gemüsemenge? Und der Quark? Den wollte ich eigentlich gemäß TCM-Empfehlungen als kühlendes Lebensmittel bis zum Sommer, mindestens aber bis zum Frühjahr rauslassen. UND, seien wir mal ehrlich, Ehrmann Protein Pudding ist auch nicht gerade DAS perfekte Lebensmittel, um seinen Bedarf zu decken.

Nun ja, morgen ist auch noch ein Tag. Neuer Tag, neues Glück.

MIttwoch

Dienstag bin ich dann zu meinem Porridge zurückgekehrt, inkl. Whey, komme ich da auf ca. 30 g Protein und 250 g Zucchini habe ich auch gleich noch drin. Essen kann ich die Portion zwar nicht auf einmal, aber auf den Tag verteil geht es schon.

Als Plan hatte ich nir weiter 150g Thunfisch, 30 g, 2 Eier, 25 g, und 200 g Fleisch, 40 g zurechtgelegt. Womit ich wieder bei 130 g (mit dem restlichen Kleinkram käme ich vielleicht auf 150g) wäre.

Doch das allein ist schon eine äußerst utopische Aufstellung. Wie ich das und dann noch weitere 500 – 800 g Gemüse in mich reinbekommen soll, ist mir schlicht ein Rätsel.

Fazit am End des Tages: Immerhin, mittags ein wenig Käse, sowie ein Ei und abends etwas Speck mit reichlich Bohnen sind dann doch noch in mich gewandert. Allerdings möchte ich gar nicht so genau wissen, wo ich damit am Ende des Tages proteinmäßig gelandet bin.

Donnerstag

Also auf ein Neues.

Heute Morgen habe ich wieder mit Mandel-Porridge mit Whey und Zucchini angefangen und hätte mir gerne dafür 30 g angerechnet. Aber es sollte mal wieder anders kommen.

Später gab es dann tatsächlich 4 Kleckse Thunfisch, als Salatblatt-Sandwich, samt Ei, und abends Putenschnitzel in Lauch.

Nun, was soll ich sagen, das mit dem (etwas) Thunfisch und dem (ordentlichen) Schnitzel hat dann doch ganz gut funktioniert. Nur mein Porridge, das ist halb stehen geblieben. Seufz. Also wieder nichts.

Freitag

Morgens gab es den Rest Porridge vom Vortag; was aber auch bedeutet, dass ich mir fürs Frühstück erneut „nur“ 15 g gutschreiben kann.

Training, EAAs, 10 g.

Mangold, Pilze und Putenwiener (leider nur 15 g/100g) = 7

Quark, 24 g.

Ach herrje – reden wir lieber nicht darüber.

Samstag

The same procedure as every morning: Mandel-Porridge mit Whey und Zucchini, 30 g; auf zwei Mal, trotzdem nicht geschafft.

Geplantes Omelette mit 2 Eier, (extra) Schinken, Käse, Brokkoli, 40 g, für eine Portion Blumenkohl-Reis geopfert, immerhin Abends noch mit einem Ei, etwas Käse und Schinken aufgeholt.

Bilanz vernichtend.

Sonntag

Zum Frühstück sind es dann low carb Pfannkuchen geworden, den Rest vom gestrigen Porridge konnte ich später als Zwischenmahlzeit verbuchen. Beim Zumba gab es dann noch EAAs, 10g.

Soweit die Tatsachen, desweiteren waren noch ein Omelette mit 2 Eier, (extra) Schinken, Käse, Brokkoli, 40 g, einer Portion Käse, Schinken, Ei-Teller ca. 40g und on top noch Quark, 25g, geplant – was am Ende eigentlich eine ganz gute Summe ergeben sollte. Doch natürlich kam auch an diesem Tag mal wieder alles anders.

Fazit der Woche

Hochmut kommt vor dem Fall. Und ein Shoutout an Daniela Pfeifer und die ZUKI 2020 Gruppe, dass sie mir das wieder einmal vor Augen geführt haben.

Bereits die 2. Woche der ZUKI 2020-Aktion hat mir deutlich gemacht, wie wichtig eine Auffrischung von Zeit zu Zeit ist und wie schnell sich ein Schlendrian in allen Dingen des Lebens einschleicht. Ich bin einfach nur froh den Schritt zu diesem Kurs gegangen zu sein.

Zwei Dinge, die sich die nächste Zeit definitiv ändern müssen: mehr Protein, mehr Gemüse.

kleiner Gesundheitscheck

Zum Schluss noch ein allgemeiner Gesundheitscheck nach dieser ersten „vollständigen“ low carb Woche.

Ich habe weder Kopfschmerzen, noch zeige ich andere deutliche Anzeichen einer low carb-Grippe. Ich fühle mich jedoch etwas Erschöpfter und mein Schlafbedürfnis ist ein wenig höher. Zudem scheint meine Haut ein wenig außer Rand und Band, ich habe Akne bekommen und meine Kopfhaupt juckt. Scheint mir so als ob meine Leber gerade ein wenig am Kotzen ist. Armes Ding.

Viel erfreulicher ist, dass ich deutlich weniger „am Grasen“ bin. Ich bin satter und suche weniger nach Zwischenmahlzeiten; was vermutlich auch auf meine Protein Bemühungen zurück zu führen ist. Doch diese fallen auch oft allein aus Mangel an Angeboten unter den Tisch; noch ist meine Küche immer nicht wieder gänzlich low carb.

Und nach mehr als einer Woche fühlt sich mein Verdauungssystem endlich wieder wesentlich „entspannter“ an. Dass ist natürlich ein sehr subjektiver Eindruck, doch ein Unterschied ist deutlich zu spüren, finde ich. Ich bin nicht mehr gebläht und trotz der nicht unerheblichen Menge mehr an Fett im Essen allgemein „leichter im Bauch“.

Interessant ist auch, dass ich mit einem Mal wieder Lebensmittel gut vertrage, die mir im Zusammenhang mit meiner carbs-Ernährung in den letzten Monaten Probleme bereitet haben, zb. Pilze, Spinat oder Quark.

mood tracker

Lieber später als nie bemerkt:

a) wie konnte ich mir das nur antun, mit low carb aufzuhören und

b) nicht mehr auf mein Protein zu achten?

[ZUKI - 12 Wochen 1/12] der Einstieg: chaotisch
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