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Der Fluch von Kleinem/Großem-Zwischendrin

Kennt ihr das auch? Dass ihr euch viele kleine Snacks erlaubt, aber nicht die nächste „richtige“ Mahlzeit? Mit dem Ergebnis, dass ihr zu viel „Kleines“ gegessen habt? Mehr sogar, als wenn ihr euch eure nächste „richtige“ Mahlzeit gegönnt hättet?

Ich hatte gestern mal wieder so einen glorreichen Abend. Während ich mich um meine PC-Arbeit herumgedrückt und unproduktiv youtube konsumiert habe, war ich so überhaupt nicht zufrieden mit mir.

2 Stunden bis zur nächsten Mahlzeit „fehlten“ noch und das darauf folgende Ge-snacke mündete darin, dass mir furchtbar schlecht war und ich am Ende weder meine „richtigen“ (und gesunden) Mahlzeiten gegessen hatte, noch auf meine Protein- oder die tägliche Gemüse-Portion gekommen bin.

Ich habe gelernt, dass für mich, als Schlauchmagen, min. 4, eher 5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten sein sollen. Das finde ich absolut nachvollziehbar und damit komme ich auch oft auf natürlich Art und Weise, also ohne groß drüber nachzudenken, zurecht.

Aber dann gibt es da auch die Tage, an denen ich in kürzeren Abständen wieder zu etwas zu essen greifen möchte; und das auch oft genug tue. Und das, obwohl meine letzte Mahlzeit noch gar nicht so lange her ist.

Lassen wir an dieser Stelle mal all die Gründe, die mich zum Essen greifen lassen, außen vor und gehen davon aus, dass ich das Gefühl im Bauch als möglichen Hunger identifiziere. (Etwas ich schon früher grundsätzlich nie so ganz einfach bestimmen konnte und mir seit OP noch sehr viel schwerer fällt).

Und obwohl ich für mich gelernt habe, in jenen lichten und achtsamen Momenten, die auch mir hin und wieder vergönnt sind, dass es klug ist, in einer solchen Situation einfach die nächste Mahlzeit vorzuziehen und so den (Stress-)Sturm auszusitzen, so bleibt das leider viel zu oft Theorie in meinem Kopf.

Denn da gibt es ja auch noch das „schlechte Gewissen“, das mit erhobenem Zeigefinger „4-5 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten!“ droht und dann genüsslich den Todesstoß „wenn du das nicht machst, bist du böse und wirst zur Strafe wieder fett“ nachsetzt.

Na toll. Scheiße, die ich einfach nicht mehr brauche. Die mich aber immer noch überfordert, wenn ich mit ihr zu tun habe. Stressige Scheiße, die mich, eher früher als später, dazu treibt etwas „Kleines“ in den Mund zu stecken, auf das „Stress“ und „Zeit“ überbrückt werden mögen.

Nun für meinen Kopf mag das irgendwie funktionieren, aber für meinen Körper nicht. Insbesondere da es nach meiner Erfahrung nicht bei „etwas“ bleibt, sondern mit einem „Berg“ endet.

Mein Kopf erlaubt mir was „Kleines(/Großes)“ zum Überbrücken der Mahlzeiten, aber nicht die nächste Mahlzeit vorzuziehen? Während ein „es noch nicht an der Zeit, für die nächste Mahlzeit“ in meinem Kopf hämmert, snacke ich mich einmal quer durch die Kühl- und Vorratsschrank. Wie irre ist den das?

Aktuell bin ich mir nicht ganz sicher, wie ich dagegen angehe. Aufhören muss das mit dieser Art von „Zwischendrin“ auf jeden Fall. Und eine passende Strategie muss her.

Sicher ich könnte an dieser Stelle analysieren, was den Stress möglicherweise ausgelöst hat, aber ich bin nicht so der Analyst. Und wenn, dann brauche ich ruhe dazu. In einem akuten Ansturm ist eine Verhaltensanweisungen an der Hand zu haben für mich eindeutig wertvoller.

Möglicherweise wäre auch hier wieder das oft zitierte Mealprep, die Lösung. Und wenn das nicht, so doch zumindest ein Essensplan, der für mich mehr als nur die übliche Hauptspeise der Familie plant. Für die nötige Sicherheit und Gewissheit, was mir „zusteht“.

Oder würden Notizzettel, strategisch angebracht, mit entsprechenden Hinweisen helfen? „Wenn du Hunger fühlst, dann iss eine Mahlzeit, nicht viele „kleine“ Snacks“. Vielleicht. Doch auf Dauer tendiere ich dazu Notizen dieser Art zu übersehen.

Snipp-Gummis, Handschmeichler oder Dekorationsgegenstände, also etwas was man mit Händen greifen kann, erscheinen mir da sinnvoller. Etwas was mir bei Bedarf ins Auge fällt … mh, wie wäre es damit?

Diese Schoko-Eule habe ich von meiner Mama zu Weihnachten bekommen und weil sie so süß ist, habe ich mich bisher zurückhalten können, sie zu schlachten. Warum also nicht ausprobieren?

Ich präsentiere: mein „nächste Mahlzeit, statt Snacks“-uHu (unter Hundert, weil, der ist mir ja auch weggeflogen und zwar genau aus dem Grund!)

Der Fluch von Kleinem/Großem-Zwischendrin

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