Sport meiner Wahl – Nordic Walking

Nordic Walking habe ich im Jahr 2005 kennen und lieben gelernt.

Zunächst war ich jedoch, über die Volkshochschule hier vor Ort, in einem reinen Walkingkurs (also ohne Stöcke) zur Unterstützung bei Venenleiden unterwegs. Obwohl ich damals noch lange nicht mein Höchstgewicht hatte, aber dennoch völlig untrainiert war, hat es fast den ganzen Kurs gebraucht bis ich nicht mehr weit ab hinter den anderen her gehechelt bin, sondern einigermaßen mithalten konnte.

Da die Leiterin des Kurses, heute eine liebe und gute Bekannte meines Mannes und mir, machte uns im Anschluss des Kurses auf ihre, damals noch im Aufbau begriffenen Nordic Fitness-Kurse aufmerksam. Der damalige Nordic Walking Anfänger Kurs war für XXL-Anfänger ausgeschrieben, suchte moderate Wege und Teilnehmer mit entsprechend bescheidenen Fitnesslevel – für mich einfach perfekt. Sogar mein Mann, dem „das Gehen am Stock“ damals im Grunde mehr als suspekt war, ließ sich zu einer Teilnahme begeistern. Und es macht richtig, richtig Spaß.

Nachdem uns schnell klar war, wie wichtig – allein schon wegen des Gewichts und der Passform der Schlaufen – es war, nicht zu den einfachsten Stöcken am Markt zu greifen, kauften wir uns Nordic Walking Stöcke der Firma One Way, mit festen, am Stock verbunden Schlaufen.

Walking One Way

Walking One Way Handschlaufe

(Schon allein beim Betrachten der Handschlaufen wird klar, dass es Zeit war neue Stöcke zu kaufen, denn Schweiß und Schmutz haben reichlich Spuren hinterlassen.)

Im Lauf der nächsten Jahre, bis mein Gewicht so hoch wurde, dass ich nicht mehr ohne Schmerzen laufen konnte und es auch einfach nicht mehr schaffte Kondition aufzubauen um, die doch zum Teil recht steilen Anstiege auf unseren Wegstrecken, zu bewältigen, bin ich regelmäßig mit meinen Stöcken über Stock und Stein unterwegs gewesen.

Meist jedoch alleine, denn während mein Mann locker mit den Normal-Trainierten mithalten kann, war ich stets am hinterher hecheln und immer in peinlich berührter Sorge „den ganzen Betrieb“ aufzuhalten. Nur ein einziges Mal, damals hatte ich 160 kg und war so dermaßen fit, nach einer 4-wöchigen Reha, konnte ich mit „den Großen“ mithalten.

Nun bin ich wieder auf 160 kg runter und habe ganz langsam angefangen wieder zu Walken; erneut zunächst ohne Stöcke. Doch so langsam aber sicher fühle ich mich wieder so fit, dass ich mir (und mein Mann gleich mit) neue Stöcke zugelegt habe um nun wieder mit dem Nordic Walking anzufangen.

Walking Leki

Walking Leki Handschlaufe a

Walking Leki Handschlaufe b

Diesmal sind es Nord Walking Stöcke der Firma Leki, deren Schlaufen man mittels des sogenannten Shark-Systems ganz einfach vom Stock trennen kann. Will man nun mal etwas trinken, einen Blick auf die Karte oder GPS werfen oder sich auch einfach nur die Nase putzen oder den Schweiß wischen, gibt es kein Herumgefuchtel mit den Stock mehr, sondern man kann mit einer kleinen Handbewegung die Schlaufen vom Stock trennen und ebenso komfortable wieder anstecken.

Allerdings musste ich mich an die andere Passform der Schlaufen gewöhnen. Die von Leki sitzen enger als die alten von Oneway und schränken den Daumen in seiner Bewegung etwas mehr ein. Auch tragen sie natürlich durch das Shark-System etwas mehr auf, sodass man mehr in der Hand hat.

Auch an die „Hartmetall Flex“-Spitzen, musste ich mich erst gewöhnen. Bei den alten Oneway-Stöcken hatte ich eine sogenannte „Speed Tip“-Spitze. Mittlerweile komme ich besser damit zurecht erwäge ich einen Austausch, denn auch für die Leki-Stöcke gibt es „Speed Tip“-Spitzen.

Toll ist, dass sie wesentlich leichter als die alten One Way sind und man kaum noch das Gefühl hat „etwas mit sich rum zu schleppen“. Ich mag auch die Korkgriffe, die sich in der Hand sehr viel besser anfühlen als die Gummierung, der alten One Way-Stöcke.

Durch diverse OPs am Magen- und Darm-Bereich ist mein Bauch eine sehr empfindliche Zone geworden. Hier darf nichts drücken und quetschen sonst fühle ich mich unwohl und bekomme schnell Bauchweh. Mein alter Trinkflaschen-Gurt von Deuter ging einfach nicht mehr.

Trinkfalsche Bauchgurt

Stattdessen habe ich mir nun einen „Rogue“ von Camelbak geleistet; die Vorjahres Ausgabe ist gerade überall heruntergesetzt zu bekommen.

Trinkrucksack a

Trinkrucksack b

Trinkrucksack c

Der schmale Rucksack verfügt über 2 Taschen, die locker Handy, Schlüssel und Notversorgung für etwa Insektenstiche und Taschentücher fassen und sogar noch über ein Fach verfügt, wo durchaus ein Regencape oder ggf. ein kleines Handtuch rein passt. Zudem bietet er Platz für eine 2 l Trinkblase und sitzt, auch dank seines Brustgurts, wirklich angenehm auf dem Rücken.

Nicht weniger sollte man übrigens in entsprechendes Schuhwerk investieren. Ich bevorzuge Laufschuhe zum Walken, aber gerade im Winter oder bei schlechtem Wetter sind auch „feste“ Walking-Schuhe nicht zu verachten. Im Frühjahr habe ich mir zum Laufen ein Paar Gel-Kayano 20 von Asics geleistet. Wie das im Winter wird, muss sich erst noch zeigen.

Im Moment sieht es bei uns nicht aus als ob es demnächst mal wieder aufhören würde zu regnen – ja, ich gebe es zu, ich bin nun mal ein Schönwetter-Walker – aber sobald keine Gefahr mehr besteht, dass ich beim Nordic Walken absaufe, sehen wir uns draußen beim Laufen!