[Status quo] 3 Wochen nach OP

Medizinisch

Mein Blutdruck macht mir Sorgen. War er nach der OP noch 160/100 (auch für mich verdammt hoch), so ist er in den letzten Tagen niedriger als mein Puls gewesen, um die 90/60. Da meine Werte beim Arzt gemessen immer höher sind, muss ich unbedingt mal mit meinem Gerät zum Vergleich Blutdruckmessen gehen, damit ich weiß ob die Werte auch richtig sind.

Dann kann es ich des Hausärztin vorlegen und fragen was ich machen soll. Nehme ich die Tabletten nämlich nicht (was ich schon ausprobiert habe), spielt der Blutdruck völlig verrückt; dann lieber niedrige, aber beständige Werte.

Ebenfalls kaum zu glauben war, dass ich tatsächlich kurz mit Verstopfung zu kämpfen hatte. So was ist mir ja praktisch noch nie untergekommen. Wenn‘s mich nicht so verunsichert hätte, hätte ich mich mal richtig darüber freuen können. (Mehr dazu siehe Ernährungstechnisch.)

Mehr als froh bin ich, dass ich die Arixtra-Spritzen (Gerinnungshemmer) nun los bin; war nicht immer so angenehm, sich die immer setzten zu müssen, auch wenn so feine und sehr kleine Spritzen sind. Ich beneide niemand, der das regelmäßig tun muss, etwas weil er eine Gerinnungsstörung oder Diabetes.

Vom Magen her ist kaum etwas zu vernehmen und er scheint mir völlig in Ordnung. Ich kann mittlerweile auch wieder auf dem Bauch schlafen, ohne durch unangenehmes Magendrücken geweckt zu werden.

Ernährungstechnisch

Was die Ernährung betrifft, so mache ich mir ständig Sorgen, dass ich auch alles richtig mache oder vielleicht doch meinem Magen damit Schade (obwohl da ja, wie beschrieben ja alles okay scheint). So habe ich z.B. eine Frucht-Buttermilch getrunken, aber erst zu spät gemerkt, dass da kleine Himbeerkerne drin waren.

Auch habe ich angefangen meine Medikamente und Vitamine nun als Ganzes zu schlucken und im vollen Umfang zu nehmen. Ich habe euch hier mal ein Bild gemacht:

Medikamente und Nahrungsergaenzungmitte al
Nachtrag: Magenschutz, für die nächsten 6 Monate, habe ich auf dem Bild vergessen!

Da das nicht wenige sind, die ich so über den Tag verteilt schlucke, ist auch hier die Unsicherheit groß, ob das alles so passt. Aber auflösen und dann trinken, will ich das Zeug auf keinen Fall – das ist einfach nur widerlich.

Und dann ist da noch das Problem mit dem Gefühl, was mir (einen Tag war es ganz schlimm) einflüstert, dass ich unbedingt was Essen sollte (über meine 4 Mahlzeiten am Tag hinaus). Vom Verstand her konnte ich das klar als typischen Fress-Anfall-Tag analysieren und Hunger oder Appetit hatte ich auch keinen (kann ja auch gar nicht sein), aber trotzdem hätte ich mir am liebsten alles mir so einfällt, in den Mund gestopft. Ich konnte mich nur mit größter Mühe davon abhalten und alles mit etwas Baby-Griesbrei und einem Proteinshake abwenden.

Ansonsten habe ich am Wochenende angefangen nicht mehr so sehr zu pürieren, sondern alles ein klein wenig gröber zu belassen. Pute, Eier und Fisch sind dazugekommen und bereichern nun mein Gemüse. Gegen Ende der Woche habe ich dann auch ein bisschen Brot mit Aufstrich eingeplant, natürlich ohne Rinde.

Aus reiner Faulheit, teilweise war mir aber auch einfach zu warm zum Selberkochen, habe ich es mit Baby-Gläschen (8.Monat) mit Gemüse weichen Nudeln drin probiert. Mit etwas Kräutergewürz und ein wenig Parmesan schmeckt, dass gar nicht so schlimm.

Allerdings habe ich schnell merken können, dass mir das Baby-Zeug überhaupt nicht bekommt. Randvoll mit Kohlenhydraten, haben mir die Früchte und Gemüse-Mahlzeiten Verstopfung und Bauchschmerzen beschert. Der Kram ist umgehend wieder von meinem Speiseplan geflogen. Trotzdem hat es zwei Tage gedauert bis mit meiner Verdauung wieder alles einiger Maßen im Lot war.

Da fragt man sich natürlich, was man womöglich seinem Baby so antut, in dem man dieser Produkte füttert, wenn ich als Erwachsender schon nicht damit zurechtkomme.

Mehr Gefühlstechnisches

Nach wie vor verbiete ich mir streng mehr als einmal die Woche auf die Waage zu steigen. Meine Hass-Liebe zu dem Ding lässt es einfach nicht zu, dass ich mir das öfters antue. Allerdings bemerke ich, dass ich ganz langsam wieder ein wenig mehr Essen, als die wenigen Löffel nach der OP. Und was das völlig irre und komplett unsinnige Gefühl in mir schürt, dass, wenn ich wieder mehr etwas esse (tatsächlich sind es marginale Mengen mehr), ich nicht mehr abnehmen und mein Gewicht zu einem so frühen Zeitpunkt schon ins Stocken geraten könnte – was auch passiert ist, wenn auch (wahrscheinlich) aus ganz anderem Grund.

Punkt 1: Ich habe in den letzten 14 Tagen 10 kg verloren, dass muss nun einfach langsam gehen. Punkt 2: Auch gehe davon aus, dass ich im Moment einfach zu wenig esse. Punkt 3: Außerdem haben sich wohl auch die Baby-Sachen (Kohlenhydrate) negativ ausgewirkt.

Hach, was bin ich froh, wenn sich das alles endlich wieder einpendelt und ich meine bewährte (nun natürlich in der Menge reduzierte) vor OP-Ess-Routine wieder aufnehmen kann.

Status quo

Wiegetag: 7. Juli 2014 = 168, 4 kg (Start: 192,6 kg /Jan 2014)

Bis auf meinen Kopf, der nicht so recht mit will wie ich, sondern auf seinen alten Mustern beharrt oder neue unsinnige Überlegungen und Fragen aufwirft (ich glaube ich muss mehr unter Leute) und meinem sehr niedrigen Blutdruck, der es mir mitunter schwer macht, in die „Gänge zu kommen“, geht es mir wirklich gut.