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Connie Stapeltons „Eat it up“ und „Thriving! Triumph over Trauma“

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Dr. Vera Tarmans „Food Junkies“ zu lesen war in Sachen „Sucht und Essen“ eine Offenbarung für mich und Susan Peirce Thompons „Abnehmen mit Köpfchen“ greift das Thema auf, verändert jedoch den Blickwinkel ein wenig. Auch das Buch „Eat it up“, der Psychologin Connie Stapelton wurde in „Food Junkies“ angesprochen, es streift das Thema „Sucht und Essen“ jedoch nur. Der Fokus des Buches liegt auf Patienten, ihrem Verhalten und ihren Problemen nach, aber auch vor, Adipositas-OP.

Bevor ich zu „Eat it up“ gegriffen habe, war mir „Thriving! Triumph over Trauma“ in die Hände gefallen. Diese 2012 erschiene Ausgabe ist in Co-Operation mit Adipositas-OP-Patienten geschrieben worden, es basiert auf dem Wissen von „Eat it up“ und ergänzt dieses mit unzähligen Fallbeispielen.

Ein Problem dabei war für mich, dass ich erst mit dem Wissen aus „Eat it up“ verstanden habe, warum die aufgeführten Beispiele sich nahezu allesamt mit erfolgreichen Patienten beschäftigen und nur an sehr wenigen Stellen ein Straucheln nach OP eingeräumt wird. Deswegen mein Tipp: „Thriving! Triumph over Trauma“ ist ein Quell an Motivation und als solches lohnend zu lesen, baut jedoch auf „Eat it up“ auf und benötigt dieses als Basis.

Connie Stapeltons „Eat it up“ und „Thriving! Triumph over Trauma“

Die Grundaussage beider Bücher ist gleich: während du, ohne zu diskutieren, täglich deine „Gotta Do Ems“ erledigst (das von Stapelton aufgestellte Regelwerk für Adipositas-OP-Patienten), umgib dich mit Positivem, indem du dein Mindset anpasst und dir ein Netzwerk aus hilfreichen Menschen gestaltest.

Das im Jahr 2009 erschiene „Eat it up“ mag in Sachen Forschung ein wenig in die Jahre gekommen sein, doch das „spezielle“ Wissen von Connie Stapelton, die seit vielen Jahren mit bariatrischen Patienten arbeitet, hat mir auch ein Jahrzehnt später noch unbequeme Wahrheiten präsentiert, die zu verdauen ich eine Weile gebraucht habe. Es mag zwar einige ideologische Aspekte im Buch geben, die ich persönlich für, naja, problematisch halte und ich gehe auch nicht in allen Punkten mit der Autorin konform, doch grundsätzlich würde ich das Buch gerne zur Pflichtlektüre für Adipositas-OP-Patienten machen; weswegen es auch so höchst bedauerlich ist, dass es bisher nur im englischen Original zu lesen ist.

Connie Stapeltons fordert „uns“ OP-Patienten (nachdrücklich) zum Nachdenken auf und fasst „uns“ dabei nicht mit Samthandschuhen an. Connie Stapelton gibt keine Empfehlungen, sondern stellt Regeln auf. Gotta Do Ems, nennt sie sie. Und es gibt für sie keine Ausreden diese Regeln nicht täglich zu befolgen; tatsächlich ist sie ziemlich gut darin, sämtliche Ausreden auszuhebeln.

Tatsächlich denke ich, dass „wir“ Adipositas-OP-Patienten (wenn wir tief in uns hören) diese Regeln kennen – und doch hoffen, ohne sie über die Runden zu kommen. Und weil das auch einst meine Hoffnung war, so konnte ich stellenweise eine Empörung über die Anklagen, die mir die Autorin nur so um die Ohren geknallt hat nicht unterdrücken. Etwa das stark Übergewichtige oft einen negativen Egoismus an den Tag legen; wenn uns das Essen und das Jammern wichtiger ist, als mit unseren Kindern über den Spielplatz zu toben, dann ist negativer Egoismus. Dass ich mich dabei auch noch ertappt gefühlt habe, war harter Tobak für mich und nicht einfach zu verdauen.

Besonders zugesetzt hat mir ihre Erinnerung daran, dass ich vor OP einst geschworen hatte ALLES zu tun, was nötig ist, um erfolgreich mit der OP abzunehmen und den Gewichtsverlust nachhaltig zu machen (was ich getan habe). Nun, so Stapelton, wenn wir heute keine Lust haben uns täglich sportlich zu betätigen oder täglich unsere Essensmenge zu kontrollieren, dann brechen wir diesen Schwur (was ich auch getan habe). Unbequem, aber die Wahrheit.

Neben ihren „Gotta Do Ems“-Regeln, die thematisch alle Kapitel des Buches überspannen, widmen sich die einzelnen Abschnitte den verschiedenen Bereichen des Lebens, in denen es für einen bariatrischen Patienten gilt, eine (neue) Balance zu finden, etwa in der Ernährung, in der Bewegung oder im sozialen Umgang. Fallbeispiele von Patienten und wissenschaftliche Untersuchungen (bis 2009) ergänzen die Bereiche. Dazu finde sich am Ende eines jeden Kapitels Fragestellungen, die als Vorlage zum persönlichen Aufarbeiten des angesprochenen Themas dienen können.

„Wir“ Adipositas-OP-Patienten „wissen“ was „Eat it up“ uns sagen will. Doch weil es so unbequem und unangenehm ist, ist es wichtig es hin und wieder ins Gedächtnis gerufen zu bekommen. Und vielleicht weil mir dabei so viele ABER … auf der Zunge lagen, kam mir der deutliche Ton, den die Autorin dabei anschlägt, sehr entgegen.

Website: www.conniestapletonphd.com

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