Dr. Vera Tarman – Food Junkies
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Auf die Arbeit der Kanadierin Dr. Vera Tarman, deren Spezialgebiet die Suchtforschung ist, bin ich durch einen englischsprachigen Podcast gestoßen. Und obwohl ich nicht der geübteste Leser in englischsprachigen Ratgebern bin, so hat doch das was Dr. Tarman gesagt hat mich so sehr angesprochen, dass ich mir sofort ihr, im Jahr 2014 erschienenes Buch, „Food Junkies“ vorgenommen habe.
Und auch wenn ich immer wieder zum Wörterbuch habe greifen müssen, so war Tarmans Buch eine Offenbarung für mich. Ich habe mir beim Lesen nicht nur Seitenweise Notizen zum Buch gemacht, sondern parallel dazu auch meine Gedanken und Gefühle aufgeschrieben; womit das Lesen für mich geradezu therapeutisch war.

Besonders wichtig für mich war zu lernen, dass ich meine Abhängigkeit von Essen nicht mal eben so einfach ablegen kann, wenn ich meine Trigger außen vorlasse, sondern ich mich mit den ersten Schritten in Richtung „Zuckerfrei“ in eine lebenslange Heilungsphase begebe. Bis dato habe ich tief in mir immer irgendwie gehofft, dass das schon aufhören wird, wenn ich nur lange genug strikt genug bin. Tarman hat nun damit aufgeräumt und für mich fühlt sich das wie ein Befreiungsschlag an. Ein paar Gedanken dazu habe ich bereits in „Trigger-Food“ festgehalten.
Anmerkung: „Zucker, bzw. Zuckerfrei“ steht hier stellvertretend für die Lebensmittel, von denen wir nicht aufhören können zu essen. Je nach Ausprägung kann „Zucker“ hier auch mit „Karotten“ ersetzt werden. Zucker, bedeutet jedoch das höhere Suchtpotential.
Doch zurück zum Buch, „Food Junkies“ geht in der Tiefe auf die Grundlagen von Sucht ein und stellt die Forschung vor (die bis zum Veröffentlichungsdatum aktuell war) und erklärt nachvollziehbar was das für uns bedeuteten kann. Und sie geht darauf ein, was getan werden muss, um aus diesem Teufelskreis „Sucht nach Essen“ auszusteigen. Dabei geht es ihr in erster Linie darum das hormonelle System mit uns und nicht gegen uns arbeiten zu lassen. Dazu empfiehlt sie grundsätzlich einem Ernährungsplan zu folgen, der einem nicht zu unersättlichem Hunger und Heißhunger treibt, Nahrung zu essen, die den Insulin-Spiegel nicht überstimuliert und die Finger von „Junk Food“ zu lassen, zb. Schnellimbiss-Essen oder hoch-verarbeiteten und verpackten Supermarktregal-Lebensmittel.
Ergänzend dazu beschreibt die Forscherin die Bedeutung eines selbstgeschaffenen Supportsystems, welches einem nicht nur durch den Einstieg und den darauf folgenden Entzug hilft, sondern ein sicheres Auffangnetz für alle Eventualitäten bildet; etwas, dessen Bedeutung ich mehr und mehr anerkenne.
Obwohl das Buch bereits 2014 veröffentlicht wurde und bisher leider nichts ins Deutsche übersetzt wurde, möchte ich jeden dazu ermuntern, der die Finger einfach nicht aus der Keks- oder Chipstüte lassen kann, sich an „Food Junkies“ heranzuwagen. Und bitte keine Angst vor englischsprachiger Literatur, insbesondere nicht vor diesem Buch. Es mag sein, dass das Lesen ein wenig langsamer vonstattengehen wird und ein Wörterbuch an der Hand zum Muss ist – doch ich bin mir sicher, dass sich entdecken lohnen wird.
Dr. Tarmans Website: www.addictionsunplugged.com
Facebook-Gruppe: I’m Sweet Enough – Sugar-Free for Life Support Group
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