Gary Taubes – Der süße Tod
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Nachdem mir Gary Taubes „Warum wir dick werden“ so gut gefallen hat, weil es nicht nur unterhaltsam zu lesen war, sondern auch thematisch höchst spannend, habe ich mich einem weiteren Buch von Taubes „The Case against Sugar“ zugewandt, in der deutschen Übersetzung „Der süße Tod“. Auch hier hat mich wieder der kurzweilige und unterhaltsame Erzählstil begeistert, auch wenn er mich immer mal wieder mit verzwickten Satzstellungen herausgefordert hat.

Anders als „Warum wir dick werden“ empfand ich „Der süße Tod“ jedoch nicht als so greifbar, da das Buch, nach meinem Eindruck, über weite Teile von der Geschichte der US-Zuckerindustrie dominiert wird. Auch wenn wirtschaftliche Zusammenhänge übertragbar sind und grundsätzlich interessant sind zu kennen, so hat mich dieser Teil persönlich (als Deutsche) weniger gefesselt.
Dass mich „Der süße Tod“ nicht so umfänglich angesprochen hat, mag auch daran gelegen haben, dass ich „Zucker“ für mich bereits als „Tatverdächtigen“ identifiziert habe und mich deswegen niemand mehr von dessen problematischen Eigenschaften überzeugen muss. Der Fall „Zucker“ ist für mich bereits entschieden. So empfand ich „Der süße Tod“ eher als sehr gute Ergänzung zu „Warum wir dick werden“ und urteile, dass es andere Bücher gibt, die sich inhaltlich intensiver mit medizinischen und biologischen Aspekten von übermäßigem Zuckerkonsum beschäftigen, etwa Robert Lustigs „Bittere Wahrheit über Zucker“ (siehe dazu meine Rezension zum Buch).
Trotzdem möchte ich das dem Autor nicht anlasten, den Gary Taubes hat ganze Arbeit geleistet in dem er fundierte Forschung zusammengetragen und damit die Beweislast gegen Zucker erdrückend gemacht hat. So waren es vor allem die Studien und Untersuchungen, die über Jahrzehnte an verschiedenen ethnischen Gruppen aufgezeichnet und von Gray Taubes hier zusammengetragen wurden, die mich fasziniert haben.
Deutlich mehr als die wirtschaftlichen und politischen Gesichtspunkte hat mich die Geschichte der zuckrigen Produkte, wie Softdrinks, Frühstücksflocken oder Tabak (ein Aspekt, der für mich völlig neu war und damit hoch spannend war) begeistert. Verständlich – denn als langjähriger Nutzer eben dieser Produkte habe ich mich hier direkt angesprochen gefühlt.
Sehr spannend zu lesen, fand ich auch die Geschichte des Zuckers selber, die die Einführung in die Thematik darstellt und am Anfang des Buches steht.
Muss man „Der süße Tod“ gelesen haben? Meiner Meinung nach nicht unbedingt. Um sich über mögliche Auswirkungen von Zucker auf die Gesundheit zu informieren, sind andere Bücher geschrieben worden. Wer sich jedoch einmal näher mit der Geschichte des Zuckers und unserer Vorliebe dafür befassen möchte, an wirtschaftlichen Zusammenhängen und fundierter Forschung interessiert ist, dem kann ich „Der süße Tod“ nur ans Leser-Herz legen.
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