Lynne Farrow – Die Jodkrise
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In der US-amerikanischen Community, aus der ich den Großteil meiner Informationen beziehe, war zuletzt Jod ein großes Thema. Es ist nicht so, dass ich mich das erste Mal mit diesem Element beschäftige, doch diese neue Aufmerksamkeit hat es wieder in meinem Fokus gerückt.
Wegen einer Schilddrüsenproblematik nimmt mein Mann seit Jahren, gemäß den Empfehlungen seiner Endokrinologin, täglich 200 Mikrogramm Kaliumjodid zu sich. Aus der Idee eines ganzheitlichen Ansatzes heraus, sind wir mit der Zeit dazu übergegangen ein Präparat aus Kelp zu nutzen. Übrigens, auch meine Mulitvitaminkapseln, für Patienten nach Adipositas OP, beinhalten 150 Mikrogramm Kaliumjodid; insofern ist es auch mein Thema.
Hinzu kam, dass das, in der US-amerikanischen Community diskutierte Buch über Jod, im Jahr 2020 in einer deutschen Übersetzung im Mobiwell Verlag erschienen ist. Auch wenn ich aus der Not heraus englischsprachige Sachbücher und Ratgeber lese, so kam doch die deutsche Ausgabe einer Einladung zum Lesen gleich.
Die Autorin von „Die Jodkrise“ ist Lynne Farrow, eine ehemalige Collegeprofessorin und Journalistin. Nachdem sie an Brustkrebs erkrankt ist und von ihren Ärzten und zu ihren Therapiemaßnahmen keine für sie befriedigenden Antworten erhalten hat, begann sie selber zum Thema zu recherchieren. Sie ist heute die Direktorin der gemeinnützigen Organisation „Breast Cancer Choices“, deren Zweck es ist, alternative Behandlungsmethoden zur Brustkrebsbehandlung zu untersuchen und zu dokumentieren. Eben diese Recherchen zum Thema Brustkrebs haben sie auch auf Jod aufmerksam werden lassen.
Dreh- und Angelpunkt von „Die Jodkrise“ ist das von den Doktoren Abraham, Brownstein und Flechas vorgestellte „Jodprotokoll“. Um dieses Protokoll herum klärt Lynne Farrow viele Fragen, die in einem FAQ-Stil gehalten sind. Darüber hinaus erläutert die Autorin die Geschichte des Spurenelements Jod und seiner Anwendung in der Medizin und im Alltag. Anekdotische Fallbeispiele und Erfolgsgeschichten vieler Patienten runden den Inhalt ab.

Geprägt von den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), mit einer Höchstmengenempfehlung von 100 Mikrogramm (µg) Jod pro Tagesverzehrempfehlung (Schwangeren und Stillenden 150 Mikrogramm (µg) und der Empfehlung für meinen Mann mit 200 Mikrogramm (µg) ist es mir zunächst sehr schwergefallen mich Lynne Farrows Argumenten und dem von ihr vertretenen „Jodprotokoll“ gedanklich zu öffnen. Denn die Autorin spricht von mindestens 50 Milligramm (mg) für eine Jodtherapie.
Einmal davon abgesehen, dass das „Jodprotokoll“ sich auf die „Lugolsche Lösung“ des Arztes Jean Guillaume Lugol (1786 – 1851) bezieht, eine Iod-Kaliumiodid-Lösung, so müsste mein Mann, um diese Menge zu erreichen, täglich 250 Tabletten seiner 200 Mikrogramm (µg) Tabletten zu sich nehmen.
Nur mal so erwähnt, die Schutzmaßnahme bei einem schweren Unfall in einem Kernkraftwerk des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicher und Verbraucherschutz lauten für Erwachsene (im Alter zwischen 12-45 Jahren) 130 Milligramm (mg) Kaliumiodid. Menschen über 45 Jahre sollen laut Bundesministerium in einem solchen Fall keine dieser Jodtabletten einnehmen.
Ich bin nun also auf der einen Seite mit einer Warnung vor hochdosiertem Jod ausgestattet. Auf der anderen wird mir – für mich nachvollziehbar begründet – eine deutlich höhere Dosierung empfohlen.
Ich gebe es zu, so etwas stößt immer meinen inneren Rebellen an und ich bin geneigt den Argumenten der Autorin glauben zu schenken. Zumal ich ähnliches bereits von Vitamin D3 kenne. Auch hier werde ich immer wieder zwischen den Warnungen meiner Endokrinologin, bloß nicht zu hoch zu dosieren und mein Wert wäre doch nun hoch genug und den deutlich höheren Empfehlungen meines Adipositas-Zentrums (AZ) und dem Hinweis, dass ich auf meinen Wert achten soll, der immer noch nicht dort ist, wo er hinsoll, hin und her geschüttelt; wobei sich hier meine Erfahrung mit meinen Werten und die Empfehlungen meines AZs decken.
Wer nun auch seinem inneren Rebellen etwas Nahrung geben will, dem sei Lynne Farrows gut zu lesende und leichtverständliche „Die Jodkrise“-Lektüre durchaus ans Herz gelegt. Ich werde das Thema auf jeden Fall weiterverfolgen und definitiv noch mehr Lektüre dazu lesen.
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