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Bolo do caco

In unserem Madreia-Urlaub sind wir auf dieses „Süßkartoffel-Brot“, Bolo do caco, in der Übersetzung wohl soviel wie „Scherbenkuchen“, aufmerksam geworden und haben es zu genießen gelernt. Ich betone zwar nach wie vor, dass ich kein Brot benötige um zufrieden zu essen und leben, und das stimmt auch weiterhin so, aber ab und an, so ein mit Knoblauchbutter bestrichenes, durch die Süßkartoffel eher „schwereres“ Brot, da kann (und heute kann ich es tatsächlich wieder ohne Verdauungsprobleme befürchten zu müssen) ich dann auch nicht nein sagen; überhaupt, die portugiesische Küche hat es mir zurzeit wirklich angetan, also ran an die kulinarischen Entdeckungen.

high carb
warm oder kalt genießen
ca. 6 - 7 Brote
schmeckt wie im Urlaub

Zutaten

  • 400 g Mehl (ich bevorzuge Dinkelmehl)
  • 2 teel. Salz
  • 25 g Hefe
  • 1 teel. Kokosblütenzucker (oder anderer Zucker oder Honig)
  • 50 ml warmes Wasser
  • 1 Süßkartoffel (davon 250 – 300g weich gekocht)
  • 150 – 200 ml Kochwasser der Süßkartoffeln, ggf. etwas mehr
  • Mehl, für die Arbeitsfläche

Zubereitung

Mehl in eine Schüssel geben, eine Kuhle darin formen und die 2 teel. Salz am Rand verteilen.

Die Hefe zerbröseln und zusammen mit dem Kokosblütenzucker, in ca. 50 ml Wasser auflösen. Die aufgelöste Hefe in die Mehlkuhle geben und an einem warmen Ort ca. 30 min gehen lassen, bis die Hefe Bläschen wirft.

Derweil die Süßkartoffel schälen, vierteln und in Wasser gar kochen oder mit der Schale in ein feuchtes Küchenpapier wickeln und in der Mikrowelle, ca. 7 min. auf 750 Watt garen.

Die weiche Süßkartoffel – je nach Zubereitung ggf. noch schälen – mit einer Gabel „zermatschen“ und zum Mehl und der Hefelösung geben. Zusammen mit 150 – 200 ml warmen, wenn vorhanden, Kochwasser der Süßkartoffeln zu einem geschmeidigen, aber dennoch leicht klebrigen Teig verarbeiten. Diesen min. 30 – 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat.

Den Teig mit bemehlten Händen in Portionen verteilen, jeweils in runde Brote und auf einer ebenfalls leichte bemehlten, mit einem Handtuch abgedecktem, Blech erneut ca. 30 min ruhen lassen.

Die Bolos auf einer sehr heißen Platte, ich nutze dafür eine Crepe-Pfanne, auf beiden Seiten backen. Klopft man auf die Bolos, sollten sie hohl klingen, dann sind sie durchgegart.

Noch heiß quer aufschneiden und mit Knoblauch-Kräuterbutter bestreichen, wieder zusammenklappen und in viertel geteilt noch warm servieren.

Hilfreiches: Allgemein

Während mein Sohn die Bolo do cacos gerne als „Fladenbrot/Hamburger“-Ersatz nutzt und sie am liebsten mit Pulled Pork oder einer Hackfleischfrikadelle belegt, genieße ich sie „pur“ zu Fetacreme oder Guacamole und mit einem Salat serviert.

Übrigens, ich bevorzuge für dieses Rezept Dinkelmehl 630 (oder 1050, war auch okay). Es hat sich für mich, als die geschmacklich bessere Wahl herausgestellt.

Nicht empfehlen für diese Bolo do cacos kann ich Vollkorndinkelmehl. So toll sich das auch, meiner Erfahrung nach, in zb. Karottenkuchen verbacken lässt, die Variante für dieses Rezept (siehe Bild links) zu nutzen war keine gute Idee. Die Bolos waren zwar geschmacklich einwandfrei, ließen aber die wundervolle Feinporigkeit vermissen, die ich mit Dinkelmehl 630 (oder 1050) erreichen konnte.

Hilfreiches: Zubereitung

Sicher, man kann sich diesen 2. Gär-Durchgang sparen, aber zu einem zelebriere ich die Bolos do caco Zubereitung immer gerne und zum anderen wird das Ergebnis meiner Meinung nach so noch besser.

Noch warm aus der Pfanne aufschneiden und mit Knoblauch-Kräuterbutter bestreichen …

Zum Ausbacken der Bolo do cacos nutze ich eine flache Crepe-Pfanne. Das ist natürlich keine traditionelle Zubereitungsweise, aber eine sehr praktische, wie ich finde. Klingt der Bolo beim Draufklopfen hohl ist er fertig gegart.

…. und traditionell in Viertel geschnitten servieren.

Variante, glutenfrei, paleo

Und weil es mich natürlich interessiert hat, eine glutenfreien und paleo-taugliche Variante auszuprobieren, habe ich ein Rezept mit Teffmehl, Zwerghirse-Mehl, ausprobiert.

Teffmehl, bzw. Zwerghirse, ist ein sehr interessantes Lebensmittel finde ich, aber viel zu teuer. Deswegen werde ich auch dieses Rezept nicht wiederholen, zumal das Ergebnis auch nicht so überzeugend war (um den Aufpreis hinzunehmen und da ich heute keine unbedingte Glutenfreiheit in Gebäck mehr benötige), sondern schon fast ein wenig gummiartig in der Konsistenz geworden ist.

Zutaten für ein Rezept mit Teffmehl (Zwerghirse-Mehl):

  • 230 g Teffmehl + 140 g Maniokstärke (oder Mais- oder Kartoffelstärke)
  • 2 teel. Salz
  • 25 g Hefe
  • 1 teel. Kokosblütenzucker (oder anderer Zucker oder Honig)
  • 50 ml warmes Wasser
  • 1 Süßkartoffel (davon 250 – 300g weich gekocht)
  • 250 – 300 ml Kochwasser der Süßkartoffeln, ggf. mehr
  • Maniokstärke, für die Arbeitsfläche

Zubereitung, siehe Rezept oben.

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Aktuell habe ich es mir noch nicht zugelegt, da ich mich im Moment noch mit Rezepten aus dem Netz ausprobiere (gestaltet sich zwar ein wenig schwierig, da ich des portugiesischen nicht mächtig bin und Babbelfish zur Hilfe nehmen muss, funktioniert aber), derweil habe ich dieses Kochbuch schon einmal ganz nach oben auf den Wunschzettel verschoben.

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